ANNO 2205 - Test, Strategie, PC - 4Players.de

4Players.de Das Spielemagazin. Kritisch. Ehrlich. Aktuell.


 Einseiter 
Um dieses Feature zu nutzen, musst du
"4Players pur" nutzen:

Du hast schon einen pur-Account? Dann logge dich ein!
Noch kein pur-Nutzer? 4Players pur – Zahl, was du willst!

Hinweis schließen.
 1   2   3   4   5   Fazit   Pro & Kontra   So testet 4Players 


ANNO 2205 (Strategie) von Ubisoft
Ein großer Schritt für ANNO?
Nach dem gewagten Zeitsprung mit ANNO 2070 geht es mit ANNO 2205 noch weiter in Zukunft. Dabei werden Story- und Endlosmodus zusammengefasst, der Multiplayer gestrichen, kriegerische Auseinandersetzungen auf eigene Karten verbannt, Schiffswerften ausrangiert und einiges an der gewohnten Aufbau- und Wirtschaftsmechanik verändert. Wird der Mut zur Veränderung belohnt oder ist das eher frischer Gegenwind für den Spielspaß? Mehr dazu im Test.


ANNO bleibt ANNO?!

Erstmal: Keine Panik! Bei ANNO dreht sich weiterhin alles um den Aufbau einer Stadt, den Ressourcenabbau, die Produktion von Waren und die Erfüllung der Bedürfnisse der Einwohner, die immer mehr Wünsche haben und bei Zufriedenheit gerne mehr Steuern zahlen. Normalerweise war es bei der ANNO-Reihe immer so, dass man auf einer großen Karte mit diversen Inseln spielte. Auf einer dieser Inseln baute man seine zentrale Siedlung und gründete danach weitere Kolonien, um seltene Rohstoffe oder Waren zu erlangen. Alles spielte sich auf dieser Karte ab und dieses seit (ANNO) 1602 bestehende Konzept wird in ANNO 2205 erstmalig im größeren Stil verändert. Fortan spielt man nicht mehr auf einer großen Karte mit vielen Inseln, sondern baut und verwaltet mehrere Siedlungen gleichzeitig in unterschiedlichen Sektoren. Verbunden werden diese Sektoren mithilfe einer Weltkarte. Und auf dieser Weltkarte, die Erde, Mord und eine Orbitalstation umfasst, gibt es mehrere markierte Positionen, die als Bauplätze dienen können.

Im malerischen Startsektor

Die Weltkarte: Bei ANNO 2205 werden mehrere Städte parallel betrieben. Das Zentrum ist dabei die Stadt in der gemäßigten Klimaregion. Auch zwei Transportrouten bestehen bereits.
Die Weltkarte: Bei ANNO 2205 werden mehrere Städte parallel betrieben. Das Zentrum ist dabei die Stadt in der gemäßigten Klimaregion. Auch zwei Transportrouten bestehen bereits.
Los geht es in ANNO 2205 mit der zentralen Stadt in einem gemäßigten Klimagebiet - inmitten grüner Landschaft und umgeben von imposanten Bergketten. Nach der Errichtung der ersten Wohnhäuser und der Beschaffung der grundlegenden Waren zur Bedürfnisdeckung wächst die Siedlung ziemlich rasant und die Bevölkerung verlangt nach speziellen Waren (hier: Neuralimplantate), die nur mit Ressourcen hergestellt werden können, die in diesen Breitengraden nicht aufzutreiben sind. Also muss ich die Arktis erobern. Somit verlasse ich die Karte des gemäßigten Klimagebietes und wähle auf der Weltkarte eine Arktisregion zur Besiedlung aus - sofern die Arktis-Quest abgeschlossen wurde.

Nach einer Ladepause kann ich die Arktis betreten und in den weißen Weiten erste Wohngebäude für Forscher hochziehen, um dort später die notwendigen Rohstoffe abbauen zu können. Im Prinzip kann diese Arktis-Siedlung als Erweiterung des Orient- oder Tech-Konzeptes aus ANNO 1404 bzw. ANNO 2070 verstanden werden. Ist die notwendige Produktionskette mit Bergwerk und Produktionsanlage in Betrieb, springe ich wieder zurück auf die Weltkarte und lege eine Waren-Transferroute für Neuralimplantate von der Arktis in die gemäßigte Klimaregion an. Betrete ich (nach einer Ladepause) wieder die Startstadt, stehen die Implantate frisch aus der Arktis bereit und decken im Handumdrehen die Bedürfnisse meiner Stufe-2-Einwohner. Die Zufriedenheit wächst. Der Credit-Zuwachs auch.

Die Einwohner der dritten Bevölkerungsstufe verlangen nach "Mobilität". Abhilfe schafft da der U-Bahnhof, der jedoch ziemlich viel Platz einnimmt. Zum Glück lassen sich mit der praktischen Verschiebefunktion die Gebäude direkt auf der Karte verschieben - obgleich diese Funktion doch ziemlich unrealistisch ist.
Die Einwohner der dritten Bevölkerungsstufe verlangen nach "Mobilität". Abhilfe schafft da der U-Bahnhof, der jedoch ziemlich viel Platz einnimmt. Zum Glück lassen sich mit der praktischen Verschiebefunktion die Gebäude direkt auf der Karte bewegen - obgleich diese Funktion doch ziemlich unrealistisch ist.
Anstatt also auf einer großen Karte zu spielen, betreibt man fortan mehrere Städte in unterschiedlichen Regionen parallel und kann jederzeit zwischen den Siedlungen hin- und herspringen. Dabei laufen Produktion und Co. in den nicht aktiv gespielten Partien im Hintergrund weiter. Wenn ich also gerade in der Arktis unterwegs bin, werden Steuereinnahmen, Unterhaltskosten, Einwohnerzufriedenheit, Bedürfnisdeckung, Bevölkerungswachstum etc. aller anderen Städte weiter berechnet. Darüber hinaus fällt auf, dass diese "Zuliefersiedlungen" in der Arktis - und später auf dem Mond - größer und umfangreicher als die Vertreter in den Vorgängern ausfallen und das ist eine richtig gute Sache.

Die Stadt der Zukunft ist vernetzt

Das neue System erinnert ein wenig an die Nachbarschaften aus SimCity, nur dass diesmal keine mysteriöse "Cloud" für "Berechnungen" benötigt wird und man nicht online sein muss. Trotzdem sind die einzelnen Sektorkarten noch so groß bzw. bis zu fünfmal so groß wie die Umgebungen aus ANNO 2070, dass man dort Siedlungen an mehreren Orten errichten kann. Im Arktissektor können z.B. drei oder vier kleine Städtchen auf getrennten Inseln gebaut werden, wenn die vorhandenen Küsten- oder Minenbauplätze nicht ausreichen sollten.

Kommentare

Nuracus schrieb am
Nookn2016 hat geschrieben:Weniger Strategie, weniger Handlung, weniger Anspruch, noch einfacher. Jetzt können sogar 11-jährige ANNO spielen.

Ist doch super, dann müssen sie sich nicht die Zeit mit Call of Duty vertreiben.
Nookn2016 schrieb am
Ich habe das Gefühl, dass selbst die 4Players Redaktion Tomaten auf den Augen hat. Bewertung "Sehr Gut" ??? :lol: Seit ihr gekauft oder wie muss man die Bewertung deuten?
Eingefleischte und ernsthafte ANNO Fans werden dieses Spiel verabscheuen. Das ist kein ANNO mehr, es ist ein billiger und trauriger Abklatsch.
Ein halbes Spiel mit kommenden Bezahlinhalten, SUPER Related Designs/blue Byte, danke Ubisoft. Danke für dieses traurige Beispiel eines verstümmelten Spiels, an den dummen Mainstream angepasst. Weniger Strategie, weniger Handlung, weniger Anspruch, noch einfacher. Jetzt können sogar 11-jährige ANNO spielen.
Und dann auch noch ohne Multiplayer?? Halloo? Habt ihr eure Fans nicht verstanden?
PS:
Grafik ist nicht alles!
Skippofiler22 schrieb am
Ich lasse es noch drauf, obwohl einige Siedler mehr als "zickig" sind. Man denke da an die Polarbewohner, die um sich herum energieverbrauchende Fabriken haben wollen, nur damit es ihnen warm ist. Und die verursachen noch mords Kosten. Und wie soll ich dann für ausreichend Energieversorung sorgen, wenn doch ein Bergbauplatz doch für die Rohstoffgewinnung (Kobalt, war es glaube ich) sorgen soll? Es gibt auf der Insel, die ich besiedelt habe, nur drei Löcher. Und bei einem Loch ist es fast unmöglich, dort eine vernünftige Straßenverbindung hinzubekommen. Dennoch meint Anno, ich sollte noch eine Straße zum Geothermiekraftwerk bauen.
Aber wie gesagt: Es war ein Geschenk meiner Eltern.
fourplay594597 schrieb am
Ich habe ca. 10 Stunden Spielzeit.
Nach 6,5 Stunden hatte ich alles erreicht. Story durch und 150000 Investoren angesiedelt.
Habe mit Season Pass 36 Euro gezahlt und das war zu viel Geld.
Ist schon wieder von der Platte geworfen.
sphinx2k schrieb am
Ich hab jetzt das erste mal 1404 + I.A.A.M eingerichtet und Spiele mit meiner Verlobten gerade. Macht richtig laune, das einzige was ich wie immer gerne hätte wären größere Inseln ^^
Ist aber erheblich komplexer was die nötigen Warenketten angeht.
Bis jetzt macht es richtig Spaß, kann ich also als Multiplayer Anno alternative empfehlen.
schrieb am

Facebook

Google+