Blood Stone 007: gc-Eindruck: Der schnellste Spion - 4Players.de

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Action-Adventure
Publisher: Activision
Release:
05.11.2010
05.11.2010
05.11.2010
05.11.2010
Test: Blood Stone 007
76
 
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Leserwertung: 77% [4]

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gc-Eindruck: James Bond 007: Blood Stone

Teamwork.co.uk

Es ist die perfekte Paarung: Ein britisches Studio entwickelt ein Abenteuer für den Vorzeigehelden aller Briten. Der Autor von GoldenEye steuert zudem das Drehbuch bei - Tradition verpflichtet. Und das Studio ist ja kein unbekanntes, immerhin gehört Bizarre Creations spätestens seit Project Gotham Racing nicht nur zu den Meistern am Lenkrad, sondern hatte mit dem leidlich spannenden The Club bewiesen, dass sie auch einen Shooter zumindest technisch stemmen können. Unter diesen Vorzeichen ist es vielleicht kein Wunder, dass sich die blur -Macher plötzlich an Action versuchen - genauer gesagt an einem Mix aus recht herkömmlicher 3rd-Person-Action und rasanten Verfolgungsjagden.

Die Präsentation von Blood Stone beginnt mit einem ruhigen Moment: James Bond, der von Daniel Craig gesprochen wird, muss Informationen beschaffen, die sich auf einer Baustelle in Istanbul befinden. M wird selbstverständlich von Judy Dench gesprochen - weitere bekannte Stimmen sollen die Besetzung vervollständigen. Als "Doctor Bond" erhält der Agent schnell Zutritt zu dem Platz, auf dem frühe Skelette späterer Häuserwände stehen. In Baustellen-Containern findet er Informationen, die meist interessante aber optionale Hintergrundinformationen enthalten. Kann man es eigentlich schon "klassisch" nennen, wenn sich Bond an Häuserwände schmiegt und per Knopfdruck sogar um die Ecke tritt, ohne die Deckung zu verlassen? Auf jeden Fall schleicht er sich an recht detailarmen Texturen vorbei, übersieht gekonnt das kurze gelegentliche Stottern und nutzt zum ersten Mal sein Smartphone.

Ein handy Handy

Das clevere Telefon zeigt nämlich an, wo sich sowohl optionale als auch die gesuchten Informationen befinden. Es markiert außerdem sämtliche Feinde, selbst wenn sie durch mehrere Mauern von 007 getrennt stehen und es markiert zerstörbare Objekte, wozu explosive Gegenstände gehören sowie Aktionen, die Bond in den nächsten Abschnitt bringen. In Feuergefechten und im Nahkampf werden die digitalen Informationen des Smartphones so sehr gestört, dass man es für einen halbwegs aussichtsreichen Kampf ausschalten muss. Ansonsten gibt es aber ähnlich wie bei Batman: Arkham Asylum keine Einschränkung der alternativen Ansicht.

Vom Telefon mal abgesehen verzichtet dieser Bond auf Spielereien wie ferngesteuerte Zigarettenstummelraketen - Bizarre bleibt der neuen Tradition treu und inszeniert den Spitzel als schlagkräftigen Kerl, der zum größten Teil ohne technische Hilfe auskommt. So nutzt er seine Hände u.a., um Gegner aus der Deckung heraus lautlos auszuschalten: Ein Knopfdruck und er zieht den Nichtsahnenden durch ein offenes Fenster oder über ein flaches Hindernis. Jeder der Nahkampf-Takedowns, leider egal ob leise oder mit viel Radau, erhöht die Anzahl so genannter "One Shot Kills". Für diese reicht ein Knopfdruck und Bond legt einen Feind automatisch und mit nur einem Schuss um - Kanada und Sam Fisher grüßen Bizarre Creations in Liverpool. Maximal drei solcher Schüsse darf man sich aufbewahren.

Müder MI6

Fliegt doch mal das Blei, gibt sich Blood Stone leider recht bieder, denn die Actionszenen wirken vergleichsweise müde. Selbst explodierende Fässer scheinen regelrecht zu verpuffen. Immerhin erledigt der Agent seine Widersacher noch im Kugelhagel mit coolen Takedowns. So weit, so gewöhnlich. Nachdem er eine erste Schießerei erfolgreich abgeschlossen hatte, floh Bond immerhin noch aus einem einstürzenden U-Bahn-Tunnel, indem er an Rohren entlang hangelte oder über einstürzende Plattformenen sprintete. Solche Momente sollen kleine Serientypische Höhepunkte sein. Und schließlich erwartet ihn auch eine Verfolgungsjagd durch die Straßen von Istanbul. Der erfreulich dicke Gegenverkehr ist zwar in recht klobigen Kisten unterwegs, aber die Jagd verspricht spätestens dann etwas mehr Adrenalin als das Hantieren mit dem Schießeisen, wenn eine Tankstelle in halbwegs eindrucksvollen Flammen aufgeht.

Zum Abschluss ließen es die Entwickler zudem richtig krachen, als sie 007 in einen späteren Level beamten. Er soll einen Zug verfolgen. Auf dem Beifahrersitz: ein Bond Girl. Die Raserei geht an Explosionen und Tanklastwagen vorbei, über Schnee und Eis hinweg und unter einem knatternden MG hindurch. Und wir durften sogar selbst Gas geben. Mehr als zwei Pedale bzw. Schultertasten braucht man nicht, schon zischt Bond von dannen, ein wenig Feingefühl und der Wagen nimmt gutmütig jede Kurve. Links und rechts passiert mehr als man wahrnehmen kann. Stellenweise bricht der Boden auf, der Agentenwagen springt über eben geformte Rampen... Es ist maßlos überzeichnet und macht auf einem einfachen Niveau Laune. Nicht mehr, nicht weniger.

gc-Eindruck: befriedigend


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Kommentare

Gamör schrieb am
Am Anfang hörte es sich recht intersannt an wer alles mit dran sitzt aber später...naja
Max Headroom schrieb am
@ShadowXY:
Ahhh, ich will den alten Bond wieder zurück! :-(
Unterschreibe ich gerne.
Es dauert nicht mehr lange, und wir erleben eine Wii-Bondfassung, wo er durch rypthmische Wiimote-Bewegungen und Ausfallschritte, die wir dem Nunchuck ausführen, sich tanzend durch die Menge schiesst. Und Ulala tanzt sich als Bondgirl an seiner Seite. Die Next-Gen Konsolen werden mit dem Bond Bond Revolution Maximix begnügt, bei der man in Minigames zwischen den Stages vielleicht Schiessbudengegner erledigen darf. So im Stile vom Trostquant.
Man gibt sich zwar sichtlich Mühe, aber Bond wurde zum Standard-Shooterherlden degradiert, der sich leider nicht unbedingt mit ausgefeilten und einzigartigen Gimmicks in der Lage versetzen kann, seine ballerwütige Konkurrenz (per Messer im Schuh) auszustechen. Wenn Bizarre Creations sich vielleicht SEGAs Alpha Protocols Erzählstruktur zu Herzen nimmt und es im Stile von Deus Ex insziniert, wo man sich zwischen Gewalt und "bedecktes Verhalten" entscheiden kann, würde es ein einzigartiges Erlebnis sein. Doch es fehlt a) das Geld und b) die Geduld. Die Geldgeber wollen die teure Bondsau melken, und das Ergebnis sind leider diese Spiele. Nett zwar, aber nicht originell und überwältigend. Etwas, was man sich so "reinzieht", als Häppchen zwischen zwei Blockbustern. Sowas hat unser Commander Bond, Englands bekanntester Walter PPK Benutzer, wahrlich nicht verdient.
ShadowXY schrieb am
Ahhh, ich will den alten Bond wieder zurück! :-(
schrieb am

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