Spielkultur: Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK): Lootboxen sind kein Glücksspiel - 4Players.de

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Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK): Lootboxen sind kein Glücksspiel

Spielkultur (Sonstiges) von 4Players
Spielkultur (Sonstiges) von 4Players - Bildquelle: 4Players
Lootboxen (Beutekisten) sind als Belohnungs- oder Fortschrittssystem in immer mehr Spiele enthalten. So setzen zum Beispiel Overwatch, Mittelerde: Schatten des Krieges, Fortnite, PlayerUnknown's Battlegrounds, FIFA Ultimate Team, Team Fortress 2, Forza Motorsport 7, WWE 2K18, Battlefield 1, Star Wars Battlefront 2 und viele weitere Titel auf dieses System, das im Prinzip auf Sammelkartenspielen mit Boosterpacks und Co. fußt.

Ein Mitglied unseres Forums (4lpak4) hat sich nun mit der deutschen Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) in Verbindung gesetzt und sie gefragt, ob die Lootboxen als "Glücksspiel" unter anderem auf Basis des Zufallsfaktors der "Beute" eingestuft werden können oder nicht. Das Statement in Kurzform: "Lootboxen sind kein Glücksspiel".

Die Antwort der USK im Originalwortlaut aus unserem Forum: "'Glücksspiel' ist ein relativ komplexes Thema, das in Deutschland strenger Regulierung unterliegt. Glücks- und Gewinnspielelemente (im Internet) werden in Deutschland bisher prinzipiell nicht im Rahmen einer Jugendschutzvorgabe geregelt, sondern durch den Glücksspiel-Staatsvertrag (GlüStV) und den Rundfunkstaatsvertrag (RStV) reguliert. Als Glücksspiel gelten nur solche Spiele, bei denen der Spieler gegen ein Entgelt eine Gewinnchance erwirbt und der Gewinn ganz oder überwiegend vom Zufall abhängt. Die von Ihnen angesprochenen Lootboxen, einarmige Banditen oder ähnliche Gewinnspiel-Modelle, die gegen eine Entgelt ein zufällig generiertes Item vergeben, gelten nach üblicher Auffassung bisher nicht als Glücksspiel. Eine Gewinnausschüttung im gesetzlichen Sinne des 'Glücksspiels' ist bei den meisten Spielen unwahrscheinlich, entscheidend bei dieser Definition ist, ob man Geld gewinnen kann - nicht ob man etwas einsetzt, was man ohnehin nicht wiederzurücktauschen kann. Die zufällige Auswahl von Gegenständen (auch nach dem Kauf einer Loot-Box) entspricht im Wesentlichen Spiel- und Geschäftsmodellen, die Gewinnspielen oder sogenannten Ausspielungen bei denen der Gewinn in geringwertigen Gegenständen besteht, ähneln (Lose, Panini-Bildchen), aber allgemein als für Kinder und Jugendliche unbedenklich betrachtet werden. Uns ist bewusst, dass es Drittanbieter über Websiten möglich machen, z.B. Skins für Realgeld zu handeln. Bei diesem Weiterverkauf von Ingame-Items handelt es sich in der Regel jedoch nie um offizielle Geschäftswege, die der Kontrolle des konkreten Spieleanbieters unterliegen. Folglich kann dieser Umstand dem Anbieter eines jeweiligen Spieles auch nicht regelmäßig zur Last gelegt werden.'

Die USK, getragen durch die Verbände der Computerspielbranche, sorgt für die organisatorisch-technischen Rahmenbedingungen, damit die gesetzlichen Alterskennzeichnungen für Spiele auf Datenträgern vergeben werden können (gemäß den Regelungen des Jugendschutzgesetzes/JuSchG). Bezahlmodelle in Spielen / Geschäftsmodelle von Anbietern, die erst durch die Internetverbindung des Spiels entstehen, sind dabei prinzipiell nicht Gegenstand einer Altersprüfung durch die USK und die Ständigen Vertreter der OLJB bei der USK. Das regelte der USK-Beirat 2011 (evaluiert 2016) für die Spruchpraxis unserer Gremien (...) So der Stand der Dinge, wir beobachten das Thema weiter (...)"


Auch die PEGI (Pan-European Game Information), die ESRB (Entertainment Software Rating Board) und UKIE/UKGC (Großbritannien) stufen Beutekisten nicht als Glücksspiel ein (Quellen: Eurogamer, Kotaku).


Quelle: 4P-Forum: 4lpak4, USK,

Kommentare

ChrisJumper schrieb am
monotony hat geschrieben: ?
16.10.2017 05:43
gemeint ist, dass ein verlag nicht durch beeinflussung des gebrauchtmarktes nennenswert profitieren kann. restbestände und nachproduktionen seltener karten erhöhen vllt. kurzfristig den absatz deiner boosterpacks, senken aber auf lange sicht den wert der karte.
Ja das macht Sinn, auch die Sache mit der Transaktionsbeteiligung seitens Valve für Digitale Leihgaben hatte ich schon wieder vergessen. So gesehen ist es aber bei Valve noch fast vorbildlich das man die Digitalen Leihgaben überhaupt transferieren kann, ohne den Account abzugeben.
aber das ändert doch nichts an den reizen, an den triggern, die bei anfälligen menschen ausgelöst werden.
Dem stimme ich voll und ganz zu. Denke das ist auch der Punkt den hier einige absolut unterschätzen wenn es um die Glückspielgefahr geht. Da geht es halt nicht in erster Linie um die Güter, sondern um das Glücksgefühl oder den vermeidlichen Statusboost den ein Süchtiger sich in seinem verzerrten Weltbild hinzu gedacht hat.
Interessante Punkte die mir noch mal vor die Füße gefallen sind zu dem Thema:
- Es ist halt etwas anderes wenn man sich in ein Auto setzen muss und zu einem Casino zu fahren um Glücksspiel zu betreiben, oder man quasi ein Gerät (Smartphone oder Spiel) fast immer in Reichweite hat.
- Süchtige bekommen die größten Glücksgefühle wenn die Unsicherheit das man etwas gutes bekommt am Größten ist. Kurz: Tritt das oft oder öfter ein, ist das Glücksgefühl auch kleiner.
Diese Mechanik wird bei den Spielen und Apps immer stärker eingebaut. Also das sich diese Belohnungs-Slotmaschine häufiger dreht. Normale...
monotony schrieb am
DEMDEM hat geschrieben: ?
16.10.2017 17:21
Ist ja schön und gut, macht trotzdem kein Glücksspiel draus...
unsere definition, was glücksspiel ist, und was nicht, geht auseinander.
da können wir ewig diskutieren und kommen auf keinen nenner.
DEMDEM schrieb am
Ist ja schön und gut, macht trotzdem kein Glücksspiel draus...
monotony schrieb am
sourcOr hat geschrieben: ?
16.10.2017 12:51
monotony hat geschrieben: ?
16.10.2017 00:33
okay, okay, du hast völlig recht. lootboxen in battlefront 2 und sammelkarten sind genau das gleiche. man kauft sie zwar aus anderen gründen, bekommt sie auf teils anderen wegen, macht damit andere sachen und definiert ihren wert auf andere weise, aber sonst sind sie genau das gleiche.
keine lust mehr, echt.
Du willst halt net verstehen, dass sie hinsichtlich dessen, wie man sie im Handel erwirbt, gleich sind. Die ganzen Unterschiede die ich net abstreiten will sind ja gut und schön, aber irrelevant wenn du deinen Booster kaufst und aufmachst.
und du willst halt nicht verstehen, dass der prozess des erwerbs nicht für sich alleine steht. ich kann bei amazon auch toaster und bücher kaufen. das macht sie deswegen nicht vergleichbar.
ich habe noch nichtmal die unterschiede in produktion und distribution erläutert. kosten- und mengenkalkulation für den hersteller, bequemlichkeit und kaufimpuls für den spieler, etc. all das hat auswirkungen, sind faktoren, die beeinflussen, ob, wie und warum ein inhalt ihren weg zum zocker findet und was das mit seiner psyche macht.
sourcOr hat geschrieben:
sourcOr schrieb am
monotony hat geschrieben: ?
16.10.2017 00:33
okay, okay, du hast völlig recht. lootboxen in battlefront 2 und sammelkarten sind genau das gleiche. man kauft sie zwar aus anderen gründen, bekommt sie auf teils anderen wegen, macht damit andere sachen und definiert ihren wert auf andere weise, aber sonst sind sie genau das gleiche.
keine lust mehr, echt.
Du willst halt net verstehen, dass sie hinsichtlich dessen, wie man sie im Handel erwirbt, gleich sind. Die ganzen Unterschiede die ich net abstreiten will sind ja gut und schön, aber irrelevant wenn du deinen Booster kaufst und aufmachst.
man, wie oft noch? der verlag profitiert nicht vom gebrauchtmarkt. es ist vollkommen wumpe, wie oft der noch seltene karten aus dem hut zaubert, wenn die kunden diese dann unter sich handeln.
Was willst du denn bloß immer mit deinem Gebrauchtmarkt?? Was hat der Gebrauchtmarkt damit zu tun, wie der Hersteller selbst seine Karten verkauft? Zumal man die CS-Skins z.B. auch durchaus auf ebay verticken kann.
schrieb am

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