Snake Rattle N Roll: Isometrischer Hüpf-Klassiker von Rare - Special

 

Special: Snake Rattle N Roll (Plattformer)

von Matthias Schmid



Snake Rattle N Roll (Plattformer) von Rare
Isometrischer Hüpf-Klassiker von Rare
Entwickler:
Publisher: -
Release:
1990
kein Termin
Spielinfo Bilder Videos
Im Jahr 1990 programmiert der englische Kult-Entwickler Rare ein beinhartes Hüpfspiel für das NES: Snake Rattle N Roll setzt auf zwei freche Schlangen, die sich doll und voll fressen müssen, um den Levelausgang zu erreichen. Herabfallende Ambosse, pinke Riesenfüße und klappernde Klodeckel versuchen das züngelnde Duo von ihrem Ziel abzuhalten - einer Reise zum Mond!

Isometrisch dreidimensional?

"Brilliante dreidimensionale Grafik" verspricht die Packungsrückseite des NES-Spiels vollmundig - und das schon im Jahr 1990 auf einer in die Jahre gekommenen 8-Bit-Maschine! Natürlich ist damit die isometrische Grafik gemeint, die - ähnlich wie in Marble Madness oder Sonic 3D Blast - den Eindruck erweckt, die Spielfigur würde sich tatsächlich durch eine dreidimensionale Landschaft voller Höhen und Tiefen bewegen. Snake Rattle N Roll war für Rare nach R.C. Pro-Am und Cobra Triangle ein Meilenstein auf dem Weg zum späteren Kultstudio - Tim Stamper, einer der Firmengründer, zeichnete für den Hüpfhit hauptverantwortlich. Das Spiel stammt ganz augenscheinlich aus einer Ära, in der albern-animalische Helden noch Publikumslieblinge waren und die Prämisse eines Plattform-Abenteuers gar nicht schräg genug sein konnte: Die beiden Schlangen Rattle und Roll unternehmen nämlich ein Rennen zum Mond, durchqueren auf dem Weg dahin blockige Berglandschaften in grellen Farben und futtern derweil massig kleine Kugeln - Nibbley Pibbleys genannt. Denn vor jedem Levelausgang wartet eine Waage - nur wenn die Figuren schwer genug sind, öffnet sich das Tor, dann können die flinken Reptilien zur nächsten Stufe huschen.

Die isometrische Grafik vermittelt das Gefühl von Höhen und Tiefen sehr gut. Hier sieht man einen gefürchteten Feind: den rosa Klodeckel.
Die isometrische Grafik vermittelt das Gefühl von Höhen und Tiefen sehr gut. Hier sieht man einen gefürchteten Feind: den rosa Klodeckel.
Der Spielablauf ist prinzipiell simpel: Per Steuerkreuz dirigiert man seine pixelige Schlange in acht Richtungen durch aus Blöcken zusammengebaute Areale - weil die Figur auch noch springen kann, fühlte sich das Spiel damals tatsächlich sehr dreimensional an. Der andere Actionknopf - das NES hatte ja nur zwei davon - löst einen Zungenschlag aus: So kann man Gegner erledigen, Gullideckel zu Bonusleveln öffnen und kleine bunte Kugeln verspeisen, die keck durchs Level rollen. Das sind die oben bereits erwähnten Nibbley Pibbleys: Sie kommen in drei Farben vor - die gelben Bälle sind die nahrhaftesten, ansonsten nimmt die rosa Schlange durch das Verspeisen von rosafarbenen und die blaue Schlage durch den Verzehr von blauen Kugeln rascher zu. In jedem Level haben die Nibbley Pibbleys einen anderen Kniff, um den Spieler zu narren: Es gibt wild hüpfende Flummis, Kugeln mit Beinen oder Flügeln, Nibbley Pibbley mit Propellern und sogar eine Unterwasser-Form, die an Fische erinnert - dadurch gestaltet sich die Hatz nach der leckeren Beute in jeder Stage ein bisschen anders. Manchmal ist euer Hunger sogar gefährlich - einige Nibbley Pibbleys entpuppen sich als Bomben kurz nachdem sie aus einem Kugelspender gepurzelt sind; von diesen freundlichen Automaten steht in fast jedem Level einer herum - damit man auch nach Feindkontakt wieder ein paar Pfunde auf die Schlangenrippen packen kann.

Auf die Waage!
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Kommentare

ChrisJumper schrieb am
:)
Ein geniales Spiel. Ich hab es vor kurzem im Browser noch mal gespielt beim amerikanischen Interentarchive, da kann man NES Spiele auch kostenlos spielen. Aber die Steuerung ist schwer weil sie wirklich ungenau ist, auch wenn das zum Spiel gehört.
Damals gab es einen Bug im Koop Modus mit den fliegenden Teppichen kurz vor dem Mond. -_-
Weshalb es mir das Spiel versaute. Klar allein geht es schon, aber es ist halt nicht das selbe Koop Erlebnis.
Ein tolles Spiel auch wenn es die Jugend von heute als Meilenstein halt nicht mehr wahr nehmen kann.
Levi  schrieb am
Astmeister hat geschrieben: ?16.04.2021 13:07 Ah geiles Ding! Konnte man da nicht ganz schnell durch den ersten Level flitzen und eine Rakete erwischen, die einen direkt in den letzten Level katapultiert hat? Oder so?
Die hat dich zu Welt 8 (unter Wasser) gebracht, wenn ich mich recht erinnere.
4P|Matthias schrieb am
Alex_Omega hat geschrieben: ?16.04.2021 20:46 "Die ?Zungenverlängerung? ist wichtig, um leichter Nibbley Pibbleys zu schnappen oder Feinde schon aus der Feinde totzüngeln zu können."
Ich glaube die Zungenverlängerung dient vor allem dazu, Gegner aus der FERNE totzüngeln zu können. Andererseits ist es schon ne ganze Weile her seit ich das ich das gespielt habe :D
Arghh. Danke für den Hinweis, ist korrigiert.
Alex_Omega schrieb am
"Die ?Zungenverlängerung? ist wichtig, um leichter Nibbley Pibbleys zu schnappen oder Feinde schon aus der Feinde totzüngeln zu können."
Ich glaube die Zungenverlängerung dient vor allem dazu, Gegner aus der FERNE totzüngeln zu können. Andererseits ist es schon ne ganze Weile her seit ich das ich das gespielt habe :D
Azor002 schrieb am
SonKaio hat geschrieben: ?16.04.2021 12:52 Ich bin seit ca. 15 Jahren treuer Leser von 4players, melde mich selber aber so gut wie nie zu Wort. Dein Kommentar hat mir aber während meiner Mittagspause eben so sehr auf den Magen geschlagen, dass ich ein paar Worte loswerden muss. Dein Vergleich hinkt nämlich ganz gewaltig. Es ist ein großer Unterschied, ob ich bei einem Vollpreisspiel, für das ich bereits 60-70 Euro gezahlt habe (z.B. NBA 2k) zusätzlich über Mikrotransaktionen zur Kasse gebeten werde oder ob ein kostenloses Angebot (zumindest aus rein monetärer Sicht; ich weiß, ohne PUR "bezahlt" man auch indirekt über Werbung, Tracking, etc.), wie das von 4players, einige wenige Artikel hinter einer Bezahlschranke versteckt. Wenn du schon länger bei 4players dabei bist, wird dir wahrscheinlich auch aufgefallen sein, dass 4players nicht einfach das bestehende Angebot eingeschränkt hat und Artikel, die vor PUR kostenlos zugänglich waren, hinter eine Bezahlschranke gepackt hat, sondern im Gegenteil sehr bemüht ist, für die PUR Leser ein zusätzliches Angebot zu schaffen.
Lange Rede, kurzer Sinn: Für die Leser ohne PUR hat sich kaum etwas geändert; die Leser mit PUR bekommen zusätzliche inhaltliche Angebote. Davon, dass 4players auch finanziert werden muss (und da geht es um weit mehr als "nur" ein faires Gehalt für die Mitarbeiter; letzteres hat übrigens auch etwas mit Wertschätzung für die geleistete Arbeit zu tun), fange ich jetzt gar nicht. Meine Mittagspause ist nämlich um. Meinen Ärger habe ich mir aber zum Glück auch von der Seele schreiben können.
Es tut mir leid wenn du dich geärgert hast, das war wahrlich nicht meine Absicht :)
Ich möchte auch niemanden beleidigen, gar die Arbeit von jemandem Schlecht machen.
Aber ich denke jeder darf seine Meinung frei Äußern, und ich finde man darf auch mal die Kritiker kritisieren in einem Punkt, auch wenn man hinter dem großen und ganzen steht ;) Hier werden ja auch zb. Spiele kritisiert an dem jemand hart gearbeitet...
schrieb am