Xenoblade Chronicles X - Test, Rollenspiel, Nintendo Wii U

 

Test: Xenoblade Chronicles X (Rollenspiel)

von Jens Bischoff



Entwickler:
Publisher: Nintendo
Release:
04.12.2015
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ab 28,00€
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Zunächst standen aber ganz elementare Dinge auf der Tagesordnung wie eine funktionierende Nahrungs- und Rohstoffversorgung, die Bergung weiterer Trümmer oder Überlebender der Arche sowie der Ausbau des Sonden gestützten FrontierNavs, um mehr über unsere neue Heimat zu erfahren. Später konnten die Informationen sammelnden Datensonden dann je nach Vorrat und Lage gegen andere Exemplare ersetzt werden. Neben Sonden zum Steigern von Geld- und Rohstoffeinnahmen, gab es auch welche, die einem in punkto Kampf und Treibstoffverbrauch unter die Arme griffen oder die Leistungen benachbarter Sonden verstärkten, wodurch das Sondenmanagement immer wichtiger und lukrativer wurde.

Viel zu tun

Auch das Aufschnappen von Gerüchten sowie Knüpfen und Festigen von Beziehungen durch häufiges gemeinsames Kämpfen oder Entscheidungen, die einen sympathischer machen, spielte auf Mira eine wichtige Rolle. Dadurch ließen sich nicht nur Hinweise auf seltene Gegner und Schätze, sondern auch auf spezielle Missionen ergattern. Manche Aufträge oder Hinweise konnte man sogar nur zu bestimmten Tageszeiten erhaschen. Da gab es z. B. diesen plastischen Chirurgen, der einem zu nächtlicher Stunde ähnlich wie zu Beginn meiner Reise nicht nur ein komplett neues Aussehen, sondern sogar eine Geschlechtsumwandlung verpassen konnte. Nur am Brustumfang durfte ich im Gegensatz zu meinen asiatischen BLADE-Kameradinnen nichts verändern - seltsam...

Schade auch, dass mein Sprachmodul gewissen Einschränkungen unterlag, wodurch ich alles nur auf Englisch hören, auf Deutsch lesen und selbst, bis auf ein paar Kampfausrufe, überhaupt nicht sprechen konnte. Meine Kameraden verstanden mich trotzdem und übers Schwarze Brett ließen sich auch ohne viele Worte Aufträge annehmen und Belohnungen einstreichen.
Beim Schlendern durch die einzelnen Bezirke von New Los Angeles erhält man immer wieder Hinweise auf ungewöhnliche Gegner, Schätze oder Aufträge.
Beim Schlendern durch die einzelnen Bezirke von New Los Angeles erhält man immer wieder Hinweise auf ungewöhnliche Gegner, Schätze oder Aufträge.
Hilfsgesuche gab's jedenfalls mehr als genug und das in allen möglichen Facetten - von einfachen Such- und Lieferdiensten über Jagd- und Schutzeinsätze bis hin zur Lösung von Kriminalfällen und Bürgerstreitigkeiten. Oft konnte man Aufgaben auf verschiedene Weisen lösen oder musste schwierige Entscheidungen treffen, die auch fatale Folgen haben konnten.

Selbst brisante Themen wie Rassismus, religiöser Fanatismus oder die Bildung krimineller Organisationen galt es anzugehen. Es gab aber auch einiges zu lachen - von den notorisch fehlerhaften Redewendungen eines außerirdischen Flüchtlings mit unaussprechbarem Namen bis hin zu Lins unzähligen Versuchen ein besonders wohl genährtes Gruppenmitglied als Speise zuzubereiten. Selbst Parodien auf Filme und Co gab es zu entdecken. Unsere eigentliche Hauptaufgabe geriet allerdings immer wieder längere Zeit in den Hintergrund. Um kommenden Herausforderungen und Bedrohungen gewachsen zu sein, erwies sich meine Hilfsbereitschaft abseits der Pflichteinsätze aber als gutes, oft sogar unumgängliches Training.

Kommentare

Cry0n schrieb am
Lumilicious hat geschrieben:Finds ein wenig komisch Xenoblade mit dem Witcher zu vergleichen. [...]
Die 90% halte Ich für gerechtfertigt, sofern man es mit anderen jRPGs vergleicht. Das Genre lässt stark nach (die großen Reihen stagnieren oder failen hart, wie z.B. die Tales of und FF Spiele) und von dem was man da in letzter Zeit bekommen hat, ist Xenoblade wohl die Kirsche auf der Sahnetorte. [...]
Ich habe es nicht mit TW3 verglichen, denn TW3 ist für mich eines der besten Spiele aller Zeiten.
Aber wenn man rein auf die Bewertung hier schaut, dann scheinen sie ja "gleich gut" zu sein, und das ist meiner Meinung nach überhaupt nicht der Fall.
Ich habe den Verfall der JRPGs mitverfolgt und es macht mich sehr traurig mit anzusehen, da ich mit FFVII und Co aufgewachsen bin und diese wohl mit zu den besten Spielen aller Zeiten gehören.
Jedoch kann man die aktuellen JRPGs (Tales of, XBCX, etc.) nicht deswegen hoch bewerten, nur weil es keine Konkurrenz in dem Bereich gibt.
Ich möchte es niemandem schlecht machen, der damit Spaß hat. Ich hoffe, dass viele damit ihren Spaß haben. Für mich ist es nur eine totale Enttäuschung, denn weder Story noch Charaktere sind interessant (für mich das Wichtigste in fast allen Genren), noch der Einstieg (omg! richtige Tutorials wären gut gewesen, das hat bisher noch fast jedes JRPG geschafft) oder die Umsetzung (wieso kann ich den Ton nicht einstellen? Die eklige Musik etwas leiser und dafür die Stimmen lauter?).
Auch das schaffen mancher Quests ist eine Qual, da man sich teilweise in Gebiete "schmuggeln" muss, in die man durch Kampf gar nicht hin kommen kann. Und eine richtige Schleichoption gibt es ja nicht...
Einzig die Grafik ist beeindruckend, eines der schönsten Wii U Spiele bisher. Aber die Grafik kann mich generell nicht umhauen, da ich noch immer FF IX und andere auf meiner PS3 spiele...
Lumilicious schrieb am
Finds ein wenig komisch Xenoblade mit dem Witcher zu vergleichen. jRPGs schlagen immer in ihre eigene Kerbe. Man vergleicht ja auch keine MMORPGs mit nem Witcher. o_O
Die 90% halte Ich für gerechtfertigt, sofern man es mit anderen jRPGs vergleicht. Das Genre lässt stark nach (die großen Reihen stagnieren oder failen hart, wie z.B. die Tales of und FF Spiele) und von dem was man da in letzter Zeit bekommen hat, ist Xenoblade wohl die Kirsche auf der Sahnetorte.
Die Story von Xenoblade ist flach. Zumindest die Mainquest gibt echt nix her und wird erst gut, wenn der große Twist kommt....
Spoiler
Show
am Ende der Hauptkampagne.
Storytechnisch bekommt man den meisten Spaß bei den Nebenmissionen, aber auch hier kann man es schlecht mit dem Witcher 3 vergleichen. Witcher 3 hat wohl die besten Sidequests die es bisher in Spielen gegeben hat, da stinkt alles gegen ab. Mich haben die größeren Side und Affinityquests aber deutlich länger bei Laune gehalten als die Hauptquest. Da sind auch schon recht ernste und sozialkritische Dinge mit dabei.
Man darf aber halt nicht vergessen das man weiterhin ein jRPG spielt. Tropes ziehen sich durchs Spiel (bzw. Genre) und Anime gehört nun einmal zur japanischen Popkultur.
Mentiri schrieb am
Jupp. Story nimmt erst ganz am Ende fahrt auf. Nur um dann einen ans Bein zu pinkeln :mrgreen:
Levi  schrieb am
Die hauptstory macht noch hier und da nen twist, wird aber nicht sonderlich interessant. Die nenenquests (nicht zu verwechseln mit den FarmQuests vom board) haben teilweise deutlich mehr Pfeffer und gehen deutlich über "anime für Kinder" hinaus.
Cry0n schrieb am
Ich habe das Spiel nun um die 30 Stunden gespielt und ziehe ein kleines Zwischenfazit:
Wunderschöne Grafik und tolle Technik, das ist auf der positiven Seite.
Arg ist für mich nach wie vor, dass es kaum Einstellungen gibt und die Sprachausgabe selten verständlich, da die Musik zu laut ist. Welche oft auch einfach nervig ist, vor allem im Verwaltungsbezirk.
Ansonsten: Die Story könnte interessant sein, wirkt für mich aber oft zu aufgesetzt und banal, wie ein Anime für Kinder. Die Charaktere sind kindisch und passen nicht zur Situation.
Vor allem von Story und den Charakteren bin ich so sehr enttäuscht, dass ich das Spiel sogar zur Seite gelegt habe, schade um das Geld.
Wie das Spiel hier 90% bekommt und damit auf dem gleichen Level wie TW3 oder anderen kommt, ist mir absolut unklar. Wobei hier viele dieser Animespiele zu gut bewertet werden, wie auch die Tales of Serie...
Lohnt es sich, das Spiel weiter zu spielen, wird die Story interessanter oder bringt das Nichts?
(muss hier leider auch zugeben, dass ich auch schon den ersten Teil irgendwann zur Seite gelegt habe, Story und Charaktere banal und stereotypisch...)
schrieb am