Spielkultur: Seehofer nach dem Anschlag in Halle: Täter und potenzielle Täter kommen aus der Gamer-Szene

 
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Horst Seehofer (CSU) nach dem Anschlag in Halle: Täter und potenzielle Täter kommen aus der "Gamer-Szene"

Spielkultur (Sonstiges) von 4Players
Spielkultur (Sonstiges) von 4Players - Bildquelle: CSU und Bericht aus Berlin Tweet
Es war nur eine Frage der Zeit, bis wieder Computer- und Videospiele pauschal in Beziehung zu einem Amoklauf oder einem Anschlag gesetzt werden. Am Samstagabend ist es wieder geschehen. Im Bericht aus Berlin der ARD sagte Horst Seehofer (CSU; Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat), dass Videospiele eine Teilschuld an den Anschlägen in Halle haben könnten und sie "die Gamer-Szene stärker in den Blick nehmen" müssten. Seehofer erklärte, dass viele Täter oder potenzielle Täter aus der Gamer-Szene kommen würden, ohne seine Aussage irgendwie zu belegen, weiter auszuführen oder zu konkretisieren.

Horst Seehofer: "Das Problem ist sehr hoch. Viele von den Tätern oder potenziellen Tätern kommen aus der Gamer-Szene. Manche nehmen sich Simulationen geradezu zum Vorbild. Man muss genau hinschauen, ob es noch ein Computerspiel ist, eine Simulation - oder eine verdeckte Planung für einen Anschlag. Und deshalb müssen wir die Gamer-Szene stärker in den Blick nehmen."


Sein Statement löste binnen kurzer Zeit sehr viel Protest aus. Neben PietSmiet meldete sich auch Rezo (bekannt für die "Zerstörung der CDU") zu Wort. Rezo stellte die Kompetenz des Ministers und seines Ministeriums infrage.


Am 9. Oktober 2019 ereignete sich in Halle an der Saale ein rechtsextremer Anschlag. Zwei Menschen starben bei dem Versuch eines Massenmordes an Juden an Jom Kippur (höchster jüdischer Feiertag). Der vermeintliche Einzeltäter verbreitete antisemitische Motive seiner Tat zuvor im Internet. Die Durchführung der Tat übertrug er via Helmkamera live im Internet auf Twitch. Die Livestream-Übertragung des Geschehens, die durchaus einen Gaming-Bezug à la Let's Play aufweisen könnte und unter Umständen durch das Attentat von Christchurch inspiriert wurde, wird in einem Spiegel-Online-Artikel aufgegriffen.

Auszug: "Trotzdem ist es verständlich, dass jemand sofort an Computerspiele denkt, wenn er Szenen aus dem Video sieht, das der Täter selbst per Smartphone an seinem Helm aufgenommen hat. Zwar nutzen auch Surfer oder Fahrradfahrer Helmkameras, im Bild ist dabei aber kein Waffenlauf. Zwangsläufig entsteht so eine Ästhetik, die wir in Deutschland bisher - zum Glück - nahezu ausschließlich aus Games mit Ich-Perspektive kennen. Der Täter muss es auf diese Assoziation nicht angelegt haben, denn sie entsteht einfach. Doch sie passt in sein krudes Konzept vom Schaulauf für mögliche Nachahmungstäter. (...) Von der Art her, wie der Täter sein Vorgehen inszeniert, hat es so mehr mit einem Let's-Play gemein als mit dem normalen Spielen eines Videospiels. (...) Es ist möglich, dass der Mann Twitch für so etwas als ideale Plattform sah. Es könnte aber genauso gut sein, dass er davon ausging, dass die Übertragung etwa auf Facebook, wo mit dem Christchurch-Attentäter sein mutmaßliches Vorbild streamte, einfach schneller gestoppt worden wäre."

Auch die Grünen-Politikerin Renate Künast fordert eine stärkere Regulierung von Computerspielen. "Teilweise sind es die Spiele selbst, teilweise sind es die Chatspalten, in denen Rechtsextremismus oder Cybergrooming stattfinden", sagte sie dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. Die FDP meinte, dass so etwas völlig am eigentlichen Thema vorbeigehen würde.

In den DNN heißt es weiter: "Sie beobachte die Gaming-Szene seit längerer Zeit mit Sorge. 'Games müssen Teil des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes werden', forderte die Bundestagsabgeordnete. Über das 2017 in Kraft getretene Gesetz zur Eindämmung von Hasskriminalität sagte Künast: 'Dieses muss zwar auch geändert werden, aber die Games rein zu nehmen ist zwingend.'"
Quelle: Bericht aus Berlin, Spiegel, Twitter

Kommentare

4P|IEP schrieb am
Ich habe mal die letzten 3 Seiten aufgeräumt - das war dann so weit vom Newsthema entfernt, dass es nicht mehr zu retten war.
Den Thread werde ich geschlossen halten.
Zum Thema wurde schon vieles gesagt und das meiste was noch kommen kann wird nur dazu führen, dass wir wieder vom Thema abkommen und in problematische Streitthemen abdriften.
IEP
Kajetan schrieb am
Imperator Palpatine hat geschrieben: ?
17.10.2019 20:09
Dieine Wortwahl " sich daran gewöhnen " hat dabei schon mehr als ein Geschmäckle.
Grundsätzlich ... ich finde es NICHT toll, wenn jemand niedergebrüllt wird. Das ist keine Diskussionskultur, das ist nur Geschrei. Aber so wie es Künast erdulden muss auf gewisse Weise bezeichnet zu werden, so wie es Merkel erdulden muss bei Demonstrationen auf Plakaten mit dem Bild eines Galgens zusammengebracht zu werden, so muss es Lucke als Person der Öffentlichkeit erdulden, dass ihm ein scharfer Wind ins Gesicht weht. Das hat er gefälligst zu ertragen, so wie andere Politiker und Ex-Politiker es auch ertragen müssen, dass man sie öffentlich sonst was heisst. Man nennt dies Meinungsfreiheit. Und die gilt für alle.
So wie Du ja auch die Dinge so sehen darfst, wie es Dir richtig erscheint :)
EintopfLeiter schrieb am
Kajetan hat geschrieben: ?
17.10.2019 15:01
Aber Eltern sollen die Freiheit haben unglaublich beschissene Eltern zu sein, die ihren Kindern kein Stück gut tun?
Ob das gut oder schlecht ist, darüber lässt es sich streiten, klar.
Die Freiheit wirst Du Ihnen dennoch nicht nehmen können, ihre Kinder zu Idioten zu erziehen.
Ich verstehe Deinen Ansatz und den Deiner Bekannten, auf rein rationaler Ebene natürlich.
Wir greifen aber hier in Bereiche ein, die rational nicht argumentierbar sind. Wie schon geschrieben - das Fortpflanzen und anschließende "Großziehen" des Nachwuchses ist so fest mit dem Säugetier verknüpft, da lässt es sich nicht eingreifen (Jugendamt bei Misshandlungen -zum Schutz- mal ausgeschlossen).
Und man stelle sich mal vor, Eltern müssten einen Test oder Kompetenznachweis erfüllen um Ihre Kinder behalten und erziehen zu dürfen - der komplette Wahnsinn ist die Folge. Wer entscheidet den Inhalt dieser Tests?
Kajetan hat geschrieben: ?
17.10.2019 15:01
Das sind zwei riesengroße blinde Flecken in unserer Wahrnehmung, die, wenn sie dann doch wahrgenommen werden, mit "Is halt so" einfach als unveränderliche Naturkonstante akzeptiert werden.
Nee, das hat aber nicht so zu sein! Das muss anders werden, das muss besser werden!
Unveränderliche Naturkonstante trifft es tatsächlich am besten, ja, so schlimm es manchmal ist.
Eine Wandlung der Menschheit in "gute" Menschen, muss auf anderem Wege passieren, auch wenn das natürlich eine Wunschvorstellung ist, die nie eintreten wird.
Ich wiederhole mich, die Nestwärme der Eltern ist essenziell dafür, unterschätze das mal nicht. Auch wenn es manchmal unter Garantie besser wäre, die Kinder von den Eltern zu trennen, da bin ich bei Dir.
Die Erzieher und Pädagogen in Kindergärten und Schulen können manchmal noch was richten, das spätere Umfeld natürlich auch - alle wirst Du jedoch nie erreichen. Wenn müssen andere Lösungen her, weniger radikale...
VG
PS: Hast Du Kinder? Du musst die Frage natürlich nicht beantworten - ist...
muecke-the-lietz schrieb am
Kajetan hat geschrieben: ?
17.10.2019 16:55
LePie hat geschrieben: ?
17.10.2019 16:28
Bleibt aber die Frage, wer dann die Kontrolleure kontrollieren soll.
Das ist grundsätzlich ein Problem, für welches es aber verschiedene Lösungsansätze gibt, die meist nur deswegen nicht angewandt werden, weil die zu Kontrollierenden zu viel Macht haben und sich nicht vernünftig kontrollieren lassen wollen. Bzw. man lässt ihnen zu viel Macht, weil Widerstand mühselig und anstrengend ist.
In einigen sächsischen Landkreisen mit ~40% Stimmenanteil für die AfD ist deren Ideologie bereits tief in der Gesellschaft verankert, und da Bildung in unserem föderalistischen System noch immer Ländersache ist, bestünde die Gefahr, dass die reingeschickten Knirpse als Höckejugend wieder rauskommen.
Hier ginge es aber wieder nur um die Vermittlung ganz bestimmter ideologischer Inhalte, und NICHT um die Erziehung der Kinder zu selbstbewussten, selbstständig denkenden Menschen. Hier ginge es wieder nur um das Wohl der jeweiligen Partei und nicht um das Wohl der Kinder. Bei der anti-autoritären Erziehung ging es z.B. auch nur um Ideologie und nicht so wirklich um die Kinder.
Ich sage ja auch nicht, dass dies doch ganz einfach zu machen sei und man müsse doch nur ... nein, es ist alles andere als einfach und schnell zu machen. Aber nur weil es nicht einfach ist, ist das noch lange kein Grund an der Situation nichts zu verändern. Denn es ist nicht so, dass man überhaupt keine Ahnung hat, wie man so etwas angehen könnte. Weiß man schon ... es wird aus vielerlei Gründen nur nicht getan. Der häufigste Grund sind emotional und kulturell bedingte Denkblockaden, die erst allmählich (über Generationen hinweg) abgebaut werden müssen. Schnelle Lösungen gibt es gerade beim Thema Erziehung so gut wie nicht.
So so, mehr staatlicher Eingriff in die Kindererziehung. Was soll da schon schief gehen.
Da man bei Staaten immer vom schlimmsten ausgehen sollte, was ihre ideologische Entwicklung anbelangt, sollte man...
Kajetan schrieb am
LePie hat geschrieben: ?
17.10.2019 16:28
Bleibt aber die Frage, wer dann die Kontrolleure kontrollieren soll.
Das ist grundsätzlich ein Problem, für welches es aber verschiedene Lösungsansätze gibt, die meist nur deswegen nicht angewandt werden, weil die zu Kontrollierenden zu viel Macht haben und sich nicht vernünftig kontrollieren lassen wollen. Bzw. man lässt ihnen zu viel Macht, weil Widerstand mühselig und anstrengend ist.
In einigen sächsischen Landkreisen mit ~40% Stimmenanteil für die AfD ist deren Ideologie bereits tief in der Gesellschaft verankert, und da Bildung in unserem föderalistischen System noch immer Ländersache ist, bestünde die Gefahr, dass die reingeschickten Knirpse als Höckejugend wieder rauskommen.
Hier ginge es aber wieder nur um die Vermittlung ganz bestimmter ideologischer Inhalte, und NICHT um die Erziehung der Kinder zu selbstbewussten, selbstständig denkenden Menschen. Hier ginge es wieder nur um das Wohl der jeweiligen Partei und nicht um das Wohl der Kinder. Bei der anti-autoritären Erziehung ging es z.B. auch nur um Ideologie und nicht so wirklich um die Kinder.
Ich sage ja auch nicht, dass dies doch ganz einfach zu machen sei und man müsse doch nur ... nein, es ist alles andere als einfach und schnell zu machen. Aber nur weil es nicht einfach ist, ist das noch lange kein Grund an der Situation nichts zu verändern. Denn es ist nicht so, dass man überhaupt keine Ahnung hat, wie man so etwas angehen könnte. Weiß man schon ... es wird aus vielerlei Gründen nur nicht getan. Der häufigste Grund sind emotional und kulturell bedingte Denkblockaden, die erst allmählich (über Generationen hinweg) abgebaut werden müssen. Schnelle Lösungen gibt es gerade beim Thema Erziehung so gut wie nicht.
schrieb am