Devil May Cry 5 - Test, Action, PlayStation 4 Pro, Xbox One X - 4Players.de

 

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Action-Adventure
Entwickler: Capcom
Publisher: Capcom
Release:
08.03.2019
08.03.2019
08.03.2019
08.03.2019
08.03.2019
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Detailschwächen im Kampf

Denn zum einen findet die Ausweichrolle nur seitlich statt. Man kann diese Bewegung weder nach vorne noch nach hinten aktivieren. Und vor allem man kann sie nur nutzen, wenn man einen der Gegner anvisiert hat. Daran kann man sich zwar gewöhnen. Es bleibt aber unnötig umständlich und wird auch durch die manchmal nicht der Action folgenden Kamera negativ begünstigt. Es hätte zumindest in Ansätzen dadurch gelöst werden können, dass man eine Taste dezidiert zum Ausweichen nutzt. In diesem Zusammenhang müssen auch die Plattformsequenzen erwähnt werden, die aber glücklicherweise eine nur untergeordnete Rolle spielen. Da auch hier die Kamera immer wieder nachjustiert werden muss und die Kollisionsabfrage nicht immer akkurat zu arbeiten scheint, fällt es schwer, Entfernungen einzuschätzen und die Sprünge zu meistern. Abseits dieser Probleme fällt noch das mitunter etwas schwache Trefferfeedback auf. Egal, ob man mit Nah- oder Fernkampfwaffen trifft, sieht man kaum Reaktionen bei Bewegungen oder Angriffsaktionen der Gegner.

Das gehört allerdings ebenso traditionell zu Devil May Cry wie die nach allen Regeln der japanischen Bosskampfkunst inszenierten Levelendgegner. Wenn man in einem Containerhafen teilweise am Boden, teils im Zusammenspiel mit der Umgebung gegen eine riesige Mechaspinne kämpft und dann schließlich sogar auf dem Vieh Platz nimmt, während es wie ein wilder Stier durch die Gegend rauscht, geht der Adrenalinspiegel nach oben. Und nahezu jeder Abschnitt gipfelt in einem dieser klassischen Gefechte, bei denen man die Verhaltensweisen der Gegner studieren muss und die nicht nur jeweils stimmungsvoll eingeleitet werden, sondern auch immer wieder das Konto mit den goldenen Fortsetzungen-Orbs leeren, während man sich unter Nutzung des gesamten Angriffsrepertoires zur Wehr setzt.  Dass die RE Engine bei Mimik und Effekten einiges zu leisten imstande ist, haben

Die drei Charaktere spielen sich angenehm unterschiedlich: Zu Neros Spezialbewaffnung gehört auch ein Handschuh, den man als Raketengeschoss reiten und damit zweckentfremden darf.
Die drei Charaktere spielen sich angenehm unterschiedlich: Zu Neros Spezialbewaffnung gehört u.a. auch ein Handschuh, den man als Raketengeschoss reiten und damit zweckentfremden darf.

Resident Evil 7 und zuletzt das Remake von Resident Evil 2 gezeigt. Und die Engine überzeugt auch hier in vielerlei Hinsicht. Auf PS4 Pro sowie Xbox One X mit bis zu voller 4K-Auflösung in schicken 60 Bildern pro Sekunde durch die Gegner zu pflügen, sorgt mit dem stattfindenden Effekt-Overkill für einige Hingucker, während die Zwischensequenzen als Ruhepol einen Kontrapunkt zum Action-Stakkato liefern. Es gab zwar eine Hand voll Momente in der Spätphase, in der die Engine minimal ins Stocken geriet und die 60 Bilder nicht mehr halten konnte. Doch da diese nur in Erkundungsbereichen und nicht Kampfarenen auftauchten, nehmen diese keinen Einfluss auf die Wertung. Etwas problematischer ist hier der etwas zu hohe Fokus auf die Unterwelt-Level, deren prinzipielles Design zwar gelungen ist, aber an dem man sich irgendwann satt gesehen hat und sich etwas mehr Abwechslung wünscht.

Die M-Frage


Die Entscheidungen für Echtgeldtransktion ist angesichts der Tradition unverständlich. Schon in der Special Edition von Devil May Cry 4 gab es die umstrittene Option, sich neben neuen Kostümen oder vorzeitiger Modifreischaltung auch einmalig ein Paket mit 300.000 Orbs zu kaufen, die man dort für den Kauf von Gegenständen oder Fähigkeiten einsetzen konnte - also die Option, sich die Kampagne durch Echtgeldeinsatz zu erleichtern. Damals sorgte dies bereits für einen Aufschrei in der Community. Ausgehend von sowohl dem Interview, das Itsuno-San im Herbst letzten Jahres Gamespot gab sowie der 100.000 Orbs, die man als Käufer der Deluxe Edition im Vergleich zur Standard-Version erhält, scheint ein Kaufsystem in irgendeiner Form sichrt. Und damit überschreitet Capcom genauso wie zuletzt Ubisoft in Far Cry New Dawn eine Grenze.

Die Figuren teilen sich Lebensleiste und Aufrüstungsorbs, haben aber ihre individuellen Fähigkeitsbäume. Hier verbirgt sich auch die Gefahr der noch nicht hundertprozentug definierten Mikrotransaktionen.
Die Figuren teilen sich Lebensleiste und Aufrüstungsorbs, haben aber ihre individuellen Fähigkeitsbäume. Hier verbirgt sich auch die Gefahr der noch nicht hundertprozentug definierten Mikrotransaktionen.

Eine Nachfrage bei Capcom nach Preisen und dem allgemein geplanten Mikrotransaktionsmodell konnte noch nicht konkret beantworten – es gab nur die Bestätigung, dass man die roten Orbs nicht nur über seine Skills, sondern auch per Echtgeld erwerben kann. Daher behalten wir uns vor, die Wertung entsprechend anzupassen, je nachdem, wie invasiv die Mikrotransaktionen in den Kampagnenverlauf eingreifen. Wie bei New Dawn kriegt man im Spiel eigentlich genug Orbs ausgeschüttet, als dass man von dieser Abkürzungsoption Gebrauch machen müsste. Je nach Umsetzung kann die mögliche Abwertung allerdings geringer ausfallen als bei Ubisofts Postapokalypse. Denn zum einen wird man hier nach gegenwärtigem Stand nur aus dem Hauptmenü heraus in den PlayStation- bzw. Xbox-Store umgeleitet, während New Dawn nahezu omnipräsent auf den Erwerb von Far-Cry-Credits hingewiesen hat. Zudem bleibt die Frage offen, ob man das Modell aus Devil May Cry 4 verfolgt. Denn der potenzielle Wertungs-Schaden, den man sich durch ein derartiges Modell zufügt, könnte dadurch abgemildert werden, dass man das Orb-Paket nur einmalig kaufen konnte, während es bei Ubisoft quasi kein Limit für den Erwerb von Credits gab. Verwerflich ist beides, doch das Capcom-Modell wäre in dieser Form fairer. Doch das ist auch jetzt noch, zwei Tage vor offizieller Veröffentlichung, alles noch Kaffeesatzleserei – wir werden aufklären und ggf. abwerten, sobald wir alle relevanten Informationen vorliegen haben.

Kommentare

Spiritflare82 schrieb am
ganz ehrlich, hatte es auf Dante must die durchgespielt die Tage und wieder verkauft...ich wurde mit dem Game nicht wirklich warm, das Pacing ist Murks, die Level und die Story sind langweilig und irgendwie alles nicht so der Knaller. mag auch das ganze Gelade nicht, viel zu viele kurze Ladeunterbrechungen.
Abschließend für mich 7,5/10
Xris schrieb am
TheoFleury hat geschrieben: ?
17.03.2019 07:27
Stundenlang Button Mashing und verdammt cool inszenierte Action gepaart mit fremdschämenden B-Movie Flair samt Charakteren die uninteressanter nicht geschrieben sein könnten....Zum Vollpreis nicht mein Ding. Werds aber evtl. holen wenn es preislich nachgeworfen wird.
Andrerseits hat mir damals DMC 4 Spaß gemacht für zwischendurch, besonders nach Feierabend konnte ich damit meine aufgestaute Wut etwas kanalisieren und ich konnte gut (mental) abschalten...
Aber irgendwie habe ich doch gehofft das das neue DMC in seinen schwächeren Bereichen verbessert und ausgebaut wird...Scheint leider nicht eingetreten zu sein nachdem ich mir Lets Play Video angeschaut habe.... Darum besser kaufen wenn es billiger wird.
Wenn du in DMC Button Mashing betreibst wuerde ich sagen ist das eh nicht dein Genre. Denn mit Button Mashing dürfte das Spielerlebnis ziemlich krampfig und schwer werden.
TheoFleury schrieb am
Stundenlang Button Mashing und verdammt cool inszenierte Action gepaart mit fremdschämenden B-Movie Flair samt Charakteren die uninteressanter nicht geschrieben sein könnten....Zum Vollpreis nicht mein Ding. Werds aber evtl. holen wenn es preislich nachgeworfen wird.
Andrerseits hat mir damals DMC 4 Spaß gemacht für zwischendurch, besonders nach Feierabend konnte ich damit meine aufgestaute Wut etwas kanalisieren und ich konnte gut (mental) abschalten...
Aber irgendwie habe ich doch gehofft das das neue DMC in seinen schwächeren Bereichen verbessert und ausgebaut wird...Scheint leider nicht eingetreten zu sein nachdem ich mir Lets Play Video angeschaut habe.... Darum besser kaufen wenn es billiger wird.
schrieb am

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