Die besten Sidekicks

 

Miles »Tails« Prower

Okay, er ist ein gelber Fuchs mit zwei Schwänzen und roten Rennschuhen, kann fliegen und wohl hervorragend Dinge zusammenbasteln, wie uns die Sonic Adventure-Teile glauben zu machen versuchen. Aber in erster Linie ist er einfach nur Sonics Anhängsel, das mit ihm seit seligen Sonic 2-Zeiten durch die Levels sprintet, ihn auf dem (vermutlich selbstgebauten) Tails-Flieger mitnimmt und mittels der rotierenden Flugschwänze vor drohenden Abstürzen in bodenlose Löcher bewahrt. Sowie eine ziemlich nervige Stimme hat. Aber auch so süüüüüüüß ist!

Der unzerstörbare Satellit aus R-Type

Das R9-Raumschiff, mit dem Spieler seit 1987 offblasten und das bösartige Bydo-Imperium striken müssen, taugt nix. Ist vermutlich aus Balsaholz gebaut und mit Ohrenschmalz verklebt. Jedenfalls reicht ein popeliger Schuss, vermutlich schon ein mittellautes »Buh!« eines Gegners, um den Weltenretter wie ein Skelett an einem Presslufthammer auseinanderklappen zu lassen. Seine wahre Stärke bezieht die schlaffe Hülle aus dem Satelliten, der erst befreit werden muss, hernach aber an Bug oder Heck montiert werden kann, Sonderwaffen einzusetzen vermag - und vor allem unzerstörbar ist. Stellt sich natürlich die Frage, warum nicht gleich das ganze Raumschiff aus diesem Material gebaut wird. Aber das würde die höllenschweren Games wohl dezent vereinfachen.

Sophia Hapgood

Kann eine Berufszicke ein guter Sidekick sein? Bei Alice Schwarzer würde man ins Grübeln kommen, im Falle von Sophia Hapgood lässt sich die Frage jedoch mit einem klaren »Jawollja!« beantworten! Denn obwohl der Rotschopf in »Indiana Jones & The Fate of Atlantis« kontinuierlich an Indys Archäologen-Fähigkeiten herumnörgelt, ihn ob seiner Angst vor Schlangen aufzieht und an okkulten Hokuspokus glaubt, so hat sie doch auch ihre guten Seiten: Ihr Charme bringt beide im Spiel weiter, sie ist für einige ganz hervorragende Gags zuständig, außerdem machen Debatten über das Gewicht mit einer Pixelfrau einfach viel mehr Spaß als mit einer echten. Wer darauf verzichten möchte, kann aber auch einen großen Teil des Games ohne sie verbringen. Aber warum sollte man das wollen?

 

Snott

Eines Mannes bester Freund ist sein Schleimklumpen! Äh, nein, ich muss nochmal von vorne anfangen: Eines von einem vom Himmel gefallenen »Ultra-High-Tech-Indestructible-Super-Space-Cyber-Suit« in eine Kampfmaschine verwandelten Regenwurms bester Freund ist ein Schleimklumpen! Ein grüner, namens Snott, der in Earthworm Jims Rucksack auf seinen klebrigen Auftritt wartet: Ein Abgrund? Kein Problem für Snott, er schwingt sich mit Jim ohne Mühe darüber hinweg. Oder er verwandelt sich in einen glänzenden Fallschirm, mit dem es sicher nach unten (oder im Falle eines tüchtig blasenden Ventilators nach oben) geht. Jeder sollte einen Snott wie ihn haben!

Max

»Who was that?« »I don’t know. But if it weren’t for the carefree innocence of this carnival, I’d be breaking his kneecaps!« - jawoll, der schnuffige Hase Max ist ein Sonnenschein! Klein, weiß, kuschelig, mit einem Besorgnis erregend breiten Grinsen und mehr Aggressionspotenzial als der durchschnittliche Lokomotive Leipzig-Fan gesegnet, sorgt er in »Sam & Max: Hit the Road« nicht nur für einige der trockensten Einzeiler in der Videospielgeschichte, sondern springt auch dann in Aktion, wenn mit klassischen Adventure-Tugenden kein Land mehr zu gewinnen ist: Ein katziger Kurier bekommt ein wichtiges Dokument nicht mehr aus der Speiseröhre? Max’ langer Arm kann helfen! Ein Stromkreislauf muss kurzgeschlossen werden? Benutze Max mit Wasser, Benutze Max mit offenem Stromkasten, Beobachte heiteren Funkenflug. »You’re a demonic little imp, Max« meint Hundekumpel Sam zu ihm. Das stimmt.

Yoshi

Jeder sollte einen Saurier haben: Maulwürfe im Garten werden von einem Velociraptor ausgeweidet, der lästige Stau ist mit einem Triceratops kein allzu großes Problem mehr, ein Pterodaktylus sorgt für zuverlässigen Transport, wenn die Fluglotsen mal wieder streiken. Und dann wäre da noch ein Freund wie Yoshi - ein Knuddelsaurus, auf dem man auch reiten kann. Der außerdem noch Feinde vertilgt, sie dank Zauberperistaltik spontan in bunte Eier verwandelt und damit auf andere Gegner schmeißt! Ist das nicht super? Kein Wunder, dass der grüne Kumpel seit dem 1991er Super Mario World in fast jedem Game zu finden war, das »Mario« im Titel trägt.

 

Yorda

Auch bekannt als »Die blasse Tussi aus ICO«: Yorda sitzt einsam leuchtend in ihrem Käfig im Dunklen, als der Hörnerjunge Ico sie befreit, an die Hand nimmt, und mit ihr gemeinsam die Flucht versucht - vorbei an gierig nach den beiden grabschenden Schattenwesen, diversen Hindernissen sowie der beharrlichen Eigenschaft von Yorda, kontinuierlich dem Fluchtplan im Weg zu stehen: Mal stolpert sie, wodurch eine rettende Tür nicht mehr zu erreichen ist, mal wird sie zu Stein verwandelt. Obwohl - ganz unnütz ist sie nicht: Immerhin ist sie für den Ausgang der Story wichtig. Außerdem brabbelt sie ganz interessant.

Gunther & Stewart

Den Auftritt eines guten und schlechten Gewissens hat wohl jeder schon das eine oder andere Mal hinter sich - allerdings schon mal in Form eines bösen Clowns und eines äh... nicht ganz so bösen Clowns? Das passiert wohl nur einem: Hofnarr Malcolm. Der Antiheld von »The Legend of Kyrandia 3: Malcolm’s Revenge«, der zu Spielbeginn aus seiner aufgrund von Königsmord verhängten Versteinerung per Blitzschlag befreit wird, wird ständig von den beiden begleitet - die ihm, wenn sie sich mal ausnahmsweise nicht gegenseitig angiften, tatsächlich den einen oder anderen nützlichen Tipp geben: Entweder um als guter Kasper oder als Fiesling durchs Spiel zu kommen.

Kazooie

Ja, Frauen tendieren dazu, eher schwierigere Sidekicks zu sein - ganz besonders, wenn sie mit Eiern um sich schmeißen, mit ihrem harten Schnabel austeilen oder sich gar in einen Feuer speienden Drachen verwandeln können! All das und mehr kann Kazooie, der praktische Rucksackvogel und die bessere Hälfte von Bär Banjo, die zusammen im Jahre 1998 das Heldenduo eines der besten N64-Spiele bildeten. Die rotgefiederte Labertasche war immer für einen zynischen Kommentar gut, und legte sich oft und gerne mit Nebenfiguren wie dem kurzsichtigen Maulwurf Bottles an. Aber sie hatte den Rhythmus im Blut, Baby! Und nützlich war sie auch.

 

Chuck Norris

Zugegeben, so richtig Videospiel-affin ist dieser Beitrag nicht. Aber welche wahre Top Ten könnte ohne den King of Roundhousekick-of-Doom™ auskommen? Zumal ich mich von Chuck Norris bedroht fühle: Wenn er merkt, dass er hier nicht gelistet ist, könnte er vorbeikommen und so lange husten und pusten, bis die 4Players-Büros in Flammen aufgehen sowie ganz Hamburg explodiert! Das will ja keiner. Außerdem hat der gute Barttäger im Film »Sidekicks« einen Sidekick gespielt und viele Sidekicks verteilt. Dass es dazu keine Videospielumsetzung gab, ist ja nicht Chuck Norris’ Schuld, sondern die der gesamten restlichen Welt. Arme Welt.

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