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Die Geschichte des Hack-n-Slays

 

Pong war in so vieler Hinsicht ein Vorreiter, aber mit einem Hack-n-Slay hatte es nicht besonders viel zu tun. Einer der frühesten Vertreter der Kopf-ab-Fraktion war Palace Softwares Barbarian: Ein aus heutiger Sicht bemerkenswert simples Spiel, war doch das einzige Ziel, den Feind schneller von seinem unnötigen Kopf zu befreien, als er das mit einem selbst tat - eine ganze Reihe unterschiedlicher Angriffsmanöver ermöglichte sogar einen Hauch von Taktik. Purzelte die Rübe dann blutend auf den Boden, wurde sie kurz darauf von einem Gnom von dannen gekickt und der Restkörper aus der Arena geschleift - süß. Ist bis heute übrigens in Deutschland indiziert, das Spiel. Genauso wie das in eine ganz ähnliche Richtung gehende Moonstone, das allerdings mehr Ritter und weniger Barbaren enthielt.

Dass das Hack-n-Slay ein Ableger des Beat-em-Up-Genres ist, merkt man auch an Spielen wie Golden Axe, die das Double Dragon/Final Fight-Spielprinzip in ein Fantasy-Genre hievten und mit Schlitzerwaffen würzten - tadaaa, ein typisches Hack-n-Slay!

Über die Jahre hat sich der Golden Axe-Weg als sicher erwiesen, die Wahl des Fantasy- und Mythologie-Bereiches ist bis heute ein typisches Aushängeschild des Hack-n-Slays - was kein Wunder ist, denn zum Hacken und Slayen dient meist ein Schwert, eine Axt oder etwas Stumpfes mit Nägeln drin. Besonders Capcom war in den frühen Neunzigern sehr fleißig dabei; Spiele wie Magic Sword waren vor der Jahrtausendwende typisch - sowohl für die Firma als auch für das Genre.

Ende der Neunziger, Anfang der... äh... Nuller war das Hack-n-Slay auf dem absteigenden Ast. Zu ähnlich waren sich die Spiele geworden, es mangelte an Abwechslung - und 2D wollte eh keiner mehr sehen. Es war Zeit für Hack-n-Slay 2.0 - das sich in Spielen wir Rune oder Severance manifestierte. In beiden geht es darum, den Polygonfeinden die Rübe abzukloppen; Severance hatte darüber hinaus noch ein detailliertes Schadensmodell, das Filigranchirurgie zuließ sowie jede Menge herumblubberndes Blut. Muss erwähnt werden, dass auch dieses Spiel bis heute den gebeutelten deutschen Jugendlichen nicht zugemutet werden kann?

An dieser Stelle beginnen die Grenzen zu fließen: Aus dem Hack-n-Slay wird das Action-Adventure mit Schlitz-Anteil. Über die Jahre erschienen Spiele wie die Der Herr der Ringe-Schlitzer von EA, Enclave, Viking, Onechanbara, Too Human oder Afro Samurai, die einen deutlichen Schwerpunkt auf der Schwert/Axt/Säbel/sonstiges scharfes Gerät-Action hatten, aber auch nebenher viel boten.

Eine andere Richtung hat das Hack-n-Slay eingeschlagen, als es sich mit dem Rollenspiel anfreundete: Spiele wie Diablo haben vorgemacht, dass ein RPG mehr sein kann als nur eine Ansammlung von virtuellen Würfeleien - stattdessen wird im Stakkato geklickt, gehackt, geslayt und gelootet. Danach wurde es mal gehaltvoller, mal blutiger, aber immer schwerthaltig: Spiele wie Baldur´s Gate - Dark Alliance, Sacred, Titan Quest, Dungeon Siege oder Champions of Norrath sorgten zum Teil auch dafür, dass man kooperativ den Feind bekämpft.

Abseits der Fantasy hat sich das Hack-n-Slay ebenfalls breit gemacht: Spiele wie Ninja Gaiden verfrachteten das »Du kannst gehen, aber deine Beine bleiben hier«-Prinzip in die asiatische Richtung; Dynasty Warriors und Co. gingen gar einige Jahrhunderte zurück in der Zeit und ersetzten mehrere Gegner durch Dutzende bis Hunderte - Dauerschlitzen ahoi! Ob Devil May Cry, Onimusha, Tenchu oder Bayonetta nun klassische Hack-n-Slays sind oder nicht, beschäftigt die Experten (also das 4P-Dartwurfgremium) schon seit gefühlten Ewigkeiten - aber sie passen thematisch ganz gut hier rein.

Das klassische Hack-n-Slay gibt es eigentlich kaum noch - okay, THQs Conan ging sehr deutlich in die Richtung, wobei die grausam geschnittene deutsche Fassung eigentlich eher in den Bereich Schmus-n-Kuschel einzuordnen ist. Das wichtigste Hack-n-Slay der Neuzeit ist folgerichtig auch ein Arcade-Titel - genau genommen ein Xbox Live Arcade-Spiel: Castle Crashers vereint alle Tugenden der alten Schlitzerschule unter einem wundervollen Comic-Mantel, und verziert das Paket mit einem (mittlerweile sogar passabel funktionerenden) Online-Vierspielermodus.

Und dann wäre da natürlich noch der feine Herr Spartaner: Kratos. Dieser Debattierfreund, dessen Chaosklingen das Hack-n-Slay im Alleingang in ein neues Zeitalter befördert haben! Ein Zeitalter, das so offensichtlich großartig ist, dass ein großer Teil der God of War-Konkurrenz weniger Mitbewerber als vielmehr dreister Klon ist - man denke dabei mit Schaudern an Titel wie Ghost Rider. Aber es geht dankbarerweise auch kreativer zu, wie Spiele à la Heavenly Sword oder Dante's Inferno beweisen.

Ein Bild von Kratos geht noch. Nicht nur um die Zehn voll zu kriegen, sondern weil man von den Spielen nicht genug bekommen kann. Weder hier noch anderswo im ganzen Universum.

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Sonstiges
Entwickler: 4Players
Publisher: 4Players
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