F1-Spiele im Wandel der Zeit

 

F-1 (Arcade. Atari, 1976)

F-1 ist eines der ersten Spiele rund um die Formel Eins. Der Automat mit Lenkradsteuerung raste 1976 in die Spielhallen und setzte auf eine Projektionstechnologie mit vorgerenderten Animationen. Die Fahrzeuge (einschließlich des Spieler-Boliden) waren lediglich statische Objekte, die ebenfalls auf den Bildschirm projiziert wurden. Der Titel wurde von Namco entwickelt und von Atari vertrieben.

Monaco GP

Mit Monaco GP wagte 1979 auch Sega den Einstieg ins F1-Geschäft - Pro Monaco GP folgte ein Jahr später. Weitaus bekannter ist jedoch die Weiterentwicklung Super Monaco GP, das nicht nur die Spielhallen in eine Rennstrecke verwandelte, sondern mit Umsetzungen für Mega Drive, Game Gear, Amiga, C-64 sowie Atari- und Amstrad-Systeme einen größeren Bekanntheitsgrad erlangte.

Formula One Simulator (1985)

Während Sega mit seinen F1-Spielen vor allem flotten Arcade-Spaß bieten wollte, schrieben sich andere Hersteller den Simulationsanspruch auf die schwarz/weiß karierte Fahne. So auch Spirit Software, die 1985 den Formula One Simulator für C-64, Amstrad CPC und den MSX auf die Piste schickten. Immerhin wurden bereits Strecken wie Monza, Monaco und Silverstone integriert und es ging unter trockenen sowie nassen Bedingungen ins Rennen.

 

Ferrari Formula One

Die ersten Gehversuche von Electronic Arts in der Königsklasse reichen ebenfalls schon weit zurück: Die Premiere erfolgte 1988 mit Ferrari Formula One, bei der man sich ebenfalls in Simulationsgefilde begeben wollte. Neben Teams und Top-Fahrern aus der Saison 1986 waren sogar Arbeiten im Windtunnel sowie Ausflüge auf den Ferrari-Testtrack in Fiorano Bestandteil des Spiels. Die Rennlänge konnte außerdem auf 100 Prozent eingestellt werden - Übungs- und Qualifying-Sessions inklusive. Selbst Arbeiten am Setup waren hier schon möglich.

EA goes Formula 1

So ganz loslassen von der Formel Eins konnte EA nie: Sogar ohne aktuelle Lizenz ließ man 2003 die Simulation F1 Callenge 99-02 vom Stapel laufen, wobei die späteren rFactor-Macher Image Space Incorporated für die exzellente PC-Version verantwortlich zeichneten, die selbst heute noch mit Mods unterstützt wird. Doch auch mit F1 2000, F1 Championship Season 2000, F1 2001 und zuletzt F1 2002 lieferte EA noch Alternativen zu den Sony-Spielen und war lizenztechnisch auf dem gleichen aktuellen Stand. Doch danach sollte sich alles ändern...

Formula One

Im September 1996 schrieben Sony, Bizarre Creations und Psygnosis mit Formula One Videospielgeschichte - zumindest im Rennspielgenre: Der Titel bot mit Echtzeit-Kommentator (Jochen Mass) und Originaleinblendungen sowie der FIA-Lizenz des Jahres 1995 und Top-Grafik ein vorher nicht gekannten TV-Flair beim Rasen und entwickelte sich für die PlayStation zum Systemseller. Wer ein modernes Formel 1-Spiel haben wollte, kam an der grauen Sony-Konsole nicht vorbei! Der Nachfolger - Formula One 97 - setzte noch einen drauf und markierte gleichzeitig der Abschied von Bizarre Creations von der Serie.

 

Formula One Grand Prix

Auf den Computern dominierte zu dieser Zeit nach wie vor Geoff Crammonds Grand Prix-Serie aus dem Hause MicroProse die virtuelle Formel Eins, obwohl man bei der Premiere 1992 zunächst noch ohne Lizenzen auskommen musste. Gab es damals noch Umsetzungen für den Amiga und Atari ST, konzentrierte sich Crammond mit seinen Assembler-Fähigkeiten anschließend nur noch auf den PC, auf dem noch insgesamt vier Fortsetzungen folgen sollten, die später auch mit Lizenzen ausgestattet wurden. Ursprünglich war auch eine Umsetzung für die erste Xbox geplant, doch die Entwicklung wurde eingestellt.

F1 World Grand Prix I & II

Auf Segas Dreamcast waren es dagegen die beiden F1 World Grand Prix-Titel von Video System, die für Aufmerksamkeit sorgten: Ausgestattet mit einer ansehnlichen Präsentation (inkl. Cockpitansicht & Schadensmodell) und dem offiziellen Lizenz-Paket sorgte der Anblick für ein Kribbeln bei F1-Fans. Leider spielten sich beide Titel nicht so gut wie sie aussahen - vor allem der erste Teil war mit der viel zu nervösen Steuerung eine kleine Zumutung, während die Fortsetzung deutlich solider wirkte und auch das N64 mit einer brauchbaren F1-Simulation beglückte.

F1-Helden als Namenspaten

Nicht selten kam es vor, dass sich Spielehersteller einen erfolgreichen Fahrer schnappten und um ihn herum einen Racer rund um die Formel 1 bauten. So u.a. geschehen bei Nigel Mansell's Grand Prix (1987), Nigel Mansell's World Championship (1992), Ayrton Senna's Super Monaco GP 2 (1992), Michael Andretti's World GP (1990) Johnny Herbert's Grand Prix Championship (1998) oder Prost Grand Prix (1998).

 

Die exklusive PS2-Ära

Ab 2003 brachen dunkle Zeiten für Fans von Formel 1-Spielen an - zumindest, wenn man nicht im Besitz einer Playstation-Plattform war. Der Grund: Von 2003 bis 2009 lag die lukrative FIA-Lizenz exklusiv bei Sony - alle anderen mussten draußen bleiben. Und wie so oft war auch hier zu beobachten, dass fehlende Konkurrenz nicht unbedingt die Qualität steigert, denn nachdem man mit anspruchsvollen Ablegern wie F1 2001 noch überzeugen konnte, verwandelte sich die Formel Eins unter Sony-Regie immer mehr zur Mainstream-Raserei nach Copy & Paste-Prinzip, obwohl die Premiere auf der PS3 mit Formula 1 Championship Edition durchaus gelungen war.

Manager statt Rennfahrer

Und auch die Manager kamen nicht zu kurz: Für alle, die das Lenkrad lieber gegen den Kommandostand oder ein Büro eintauschen wollten, gab es mit Titeln wie F1 Manager ´96, Grand Prix Manager (ebenfalls von MicroProse), Pole Position Team F1 oder F1 Manager 2001 (von EA) genügend Möglichkeiten, um Verträge abzuschließen, Taktiken zu entwerfen und das Budget zu maximieren. Codemasters will als jetziger Inhaber der FIA-Lizenz Anfang 2012 mit dem Browser-Spiel F1 Online ebenfalls die Möglichkeit geben, nicht nur hinter dem Steuer, sondern auch als Team-Boss zu agieren.

Mods (rFactor & Co)

Zumindest die PC-Gemeinde hatte der Sony-Exklusivität etwas entgegenzusetzen: Mods. Vor allem mod-freundliche Simulationen wie rFactor wurden bestens mit Nachschub versorgt - für die Integration der BMW-Boliden aus der Saison 2006 und 2007 gab es sogar offizielle Unterstützung des Teams BMW Sauber. Zudem fanden Simulationsfans hier den Anspruch, der bei den exklusiven Konsolenauftritten rund um die Königsklasse des Motorsports immer mehr abhanden kommen sollte.

 

Die Codemasters-Ära

Seit 2009 befindet sich die F1-Lizenz in den Händen der Racing-Profis von Codemasters. Das Multiplattform-Comeback auf Wii und PSP fiel mit F1 2009 allerdings noch ernüchternd aus. Erst als man mit F1 2010 im letzten Jahr auf PC, 360 und PS3 durchstartete, kam die Begeisterung zurück, die dank Zusätzen wie DRS und KERS auch beim aktuellen Nachfolger weiterhin vorhanden ist, obwohl einige Fehler und Ungereimtheiten noch nicht zum ultimativen Freudentaumel führen können. Aber mit F1 2012 werden die Briten im nächsten Jahr einen neuen Versuch starten...

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4P-Bilderserie
Sonstiges
Entwickler: 4Players
Publisher: 4Players
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