Final Fantasy 15: "Besserwisser-Krankheit" im Team und bei Fans ist laut Director Tabata schädlich für den Serienerfolg - 4Players.de

4Players.de Das Spielemagazin. Kritisch. Ehrlich. Aktuell. 4Players.de Das Spielemagazin. Kritisch. Ehrlich. Aktuell.
Action-Rollenspiel
Entwickler: Square Enix
Publisher: Square Enix
Release:
29.11.2016
29.11.2016
Test: Final Fantasy 15
83

“Gelungene Neuausrichtung der Serie, die erzählerisch auf alte Square-Tugenden aufbaut, während die offene Welt nur selten mehr als einen schicken Schauplatz für die Echtzeit-Kämpfe darstellt.”

Test: Final Fantasy 15
83

“Gelungene Neuausrichtung der Serie, die erzählerisch auf alte Square-Tugenden aufbaut, während die offene Welt nur selten mehr als einen schicken Schauplatz für die Echtzeit-Kämpfe darstellt.”

Wie findest Du das Spiel?

Spielinfo Bilder Videos

Final Fantasy 15
Ab 61.89€
Jetzt kaufen

Schnäppchen-Angebote

Stellenmarkt Jobbörse Jobware

Nachrichten

Folge uns

       

Final Fantasy 15: "Besserwisser-Krankheit" im Team und bei Fans ist laut Director Tabata schädlich für den Serienerfolg

Final Fantasy 15 (Rollenspiel) von Square Enix
Final Fantasy 15 (Rollenspiel) von Square Enix - Bildquelle: Square Enix
Manch ein Final-Fantasy-Entwickler oder auch Fan scheint besonders genau zu wissen, wie ein Titel der Rollenspielserie auszusehen hat - und genau das führt laut Hajime Tabata zu Stillstand und Problemen: Der Director des kommenden Final Fantasy 15 (rechts im Bild) plauderte in einem Gespräch mit Tekken-Producer Katsuhiro Harada ein wenig aus dem Nähkästchen. Das Interview wurde auf der japanischen Seite 4gamer.net veröffentlicht; Kotaku.com hat einige interessante Passagen daraus übersetzt. Ein wichtiger Punkt war offenbar die "Final-Fantasy-Krankheit", wie Tabata sie bezeichnet:

"Sie bezieht sich auf Leute im Unternehmen, die sich nichts anderes als ihr persönliches Bild von Final Fantasy vorstellen können. Da die Wurzel davon eine starke Selbstbestätigung ist, bekommt das eigene Bild von Final Fantasy eine größere Priorität als der Erfolg des Teams. Wenn diese Vorstellung von Final Fantasy nicht erfüllt wird, sind sie davon überzeugt, dass es schlecht für Final Fantasy ist. Sie denken sich: 'Da Final Fantasy etwas Besonderes ist, sind auch wir etwas Besonderes, denn wir entwickeln es schließlich. Wenn dieses neue Final Fantasy herauskommt, werden alle es unheimlich lieben!' Aber in Wahrheit sieht die Situation doch ganz anders aus, nicht wahr? Darum kam ein Zeitpunkt, an dem ich dem Team sagte: 'Wir sind nicht besonders. Wacht mal auf!' Bei der Veröffentlichung von News bemerkte ich aber auch, dass sich das Phänomen nicht nur auf das Unternehmen beschränkte. Alle haben die FF-Krankheit."




Die Stimmen, welche den Status Quo beibehalten wollten, seien sicherlich die lautesten, so Tabata. Seiner Meinung nach ist Final Fantasy aber gerade aufgrund von Änderungen stärker geworden und könne dadurch vor der drohenden Krise der Reihe bewahrt werden: "Wenn sich die Serie an diesem Punkt nicht modernisiert, könnte es das für sie gewesen sein." Final Fantasy 15 erscheint am 30. September für PlayStation 4 und Xbox One.

Letztes aktuelles Video: World of Wonder Environment


Quelle: Kotaku.com

Kommentare

SethSteiner schrieb am
Natürlich ist ein Land, das ungefähr genausoviele Einheiten absetzt, wie das Ausland insgesamt, ein Faktor aber eben nicht der einzige. Man kann genug Gründe dafür finden, warum das so ist und muss dafür nicht in die Klischeekiste alà "Das sind Japsenspiele für Japsen, daher kaufen sie Japsen" greifen. Gute Verkaufszahlen im Ausland sprechen da nun Mal eine deutliche Sprache, dass da offensichtlich Rundaugen und lange Nasen nicht automatisch zu Desinteresse führen. Natürlich gibt es Mehrkosten, die werden aber auch gar nicht negiert und entstehen bei Expansion immer. Dass japanische Direktoren solche Aussagen treffen ist irrelevant, schließlich führt gibt ihnen ihr Posten keine magischen Kräfte, durch die sie mehr Durchblick hätten als jeder andere Mensch. Nintendo aber natürlich vor allem Sega sind dafür ja Musterbeispiele. Die japanische Tendenz abzuwarten und dem Heimmarkt höchste Priorität einzuräumen, führen letztendlich zu Trägheit und Ignoranz, was natürlich seinerseits wieder Auswirkungen auf Verkaufszahlen haben kann, falls es sie überhaupt gibt. Ich sage nebenbei gar nicht, dass man nicht abwartet, sondern dass Japan bei der Denke, dass man für Japan produziert, kein Testballon für das Ausland sein kann. Stattdessen macht es mehr Sinn, dass die Unternehmen das Ausland bei jedem einzelnen Produkt als Risikoinvestition interpretieren, nach dem sie sich schon mal mit dem für sie einzig relevanten Markt, festen Boden unter den Füßen gesichert haben.
Was nun die Zahlen von Tales of angeht, ist die Aussage "sie haben sich besser verkauft als in allen anderen Regionen zusammen!" etwas irreführend. Xilia2 hat sich insgesamt 420k mal verkauft, in Japan 450k. Ein Unterschied von gerade mal 30k Einheiten. Xilia 570k gegen 670k ist natürlich mit 100k eine Größere Differenz, da hat 2011 japan deutlich besser abgeschnitten. Bei Zestiria es sich mit insg. (PS3+PS4) mit 510k im Ausland besser verkauft als in Japan mit 410k. Bei Gaces F mit...
VincentValentine schrieb am
SethSteiner hat geschrieben:Nein, sollte man nicht, es sei denn man denkt in Stereotypen. Deine PR Aussage widerspricht dir auch recht deutlich, wo sie doch klarmacht, dass man im Ausland 50% mehr Einheiten umgesetzt hat als im Heimatland.

Ich verstehe nicht wirklich deinen Denkweise.
Das ein einziges Land so viele Einheiten absetzt, wie der gesamte Westen zusammen ist für dich kein bedeutsamer Faktor?
Du weißt schon das man den Westen noch mal unterteilen muss in Europa und Nord Amerika?
IM falle von Tales of z.b muss Namco Europe und Namco NA die Spiele seperat vermarkten (Kosten)
Die Lokalisierung im Westen ist ja auch für Regionen unterschiedlich (Texte - Deutsch, Französisch usw) (Kosten)
Die Auslieferung beträgt natürlich mehr Kosten als das Spiel im eigenen Land
Das sind alles Kosten die somit den Erfolg im Westen schmälern und somit sind z.b die 600k aus dem Westen nicht gleichzusetzten mit 400k aus Japan (zumal es eher selten auftriff das ein Spiel im Westen erfolgreicher ist als in Japan - in der heutigen Zeit - bei solchen Titeln)
Erst Mal in Japan zu testen, ob es woanders ankommt widerspricht auch deinem Klischeedenken (Test fürs Ausland, statt Spiel fürs Inland) ist aber auch an sich eine ziemlich dämliche Methode, da man so ja deutlich länger mit einem Titel beschäftigt ist und mehr Geld ausgeben muss, während man sich bei einem gleichzeitigen globalen Release im Anschluss (von Patches abgesehen) ohne eine derartige Strategie direkt auf neue Projekte konzentrieren kann

Oh mein Gott. Solche Aussgen stammen von japanischen Direktoren selbst und sind kein Klischedenken meinerseits.
Hideo Baba sagte z.b damals, das man erstmal den Erfolg in Japan abwarten müsse, bevor man sich mit einem westlichen Release beschäftigt. Etwas ähnliches sagte Matsuda aus Square Enix
Spiele wie Yokai Watch, Ni No...
SethSteiner schrieb am
Nein, sollte man nicht, es sei denn man denkt in Stereotypen. Deine PR Aussage widerspricht dir auch recht deutlich, wo sie doch klarmacht, dass man im Ausland 50% mehr Einheiten umgesetzt hat als im Heimatland. Erst Mal in Japan zu testen, ob es woanders ankommt widerspricht auch deinem Klischeedenken (Test fürs Ausland, statt Spiel fürs Inland) ist aber auch an sich eine ziemlich dämliche Methode, da man so ja deutlich länger mit einem Titel beschäftigt ist und mehr Geld ausgeben muss, während man sich bei einem gleichzeitigen globalen Release im Anschluss (von Patches abgesehen) ohne eine derartige Strategie direkt auf neue Projekte konzentrieren kann. Wenn ich mir jetzt die Zahlen von Tales of bei VGChartz anschaue, die zwar nicht sonderlich seriös sind aber die einzige Quelle die ich habe, dann sieht es eher so aus, dass die Zahlen sich ziemlich ähnlich sind und mal in Japan, mal im Ausland höher sind. Dazu ist natürlich auch die Zeitperiode entscheidend.
VincentValentine schrieb am
SethSteiner hat geschrieben:
VincentValentine hat geschrieben:Japanische Spiel = Japanischer Markt beim kommerzielen Erfolg wichtig. V.A weil die meisten Verkaufszahlen aus Japan kommen. (Deshalb habe ich es erwähnt)

Und woher hast du die Information, dass in Japan die Verkaufszahlen am höchsten sind? "Warum erscheinend sie zu erst da?" ist doch kein Argument dafür, dass dort sich auch die Titel besser verkaufen würden. Das impliziert Unternehmen würden nach einer marktwirtschaftlichen Logik heraus handeln und man könnte daher alle Handlungen eines Unternehmens darauf zurückführen, dass eine andere Handlung schlecht für das Geschäft und daher die letztendliche Entscheidung unausweichlich wäre.

indem ich mich vlt einfach informiert habe?
Offiziele PR Aussage von Square Enix - Brave Default über 1 Mio Kopien verkauft - Davon 600K in den westlichen Ländern - 400k allein in Japan
Natürlich ist es ein Argument - weil letztendlich der Erfolg in Japan auch bei vielen Titeln maßgeblich dafür ist, ob man ein Western Release plant.
Wäre BD in Japan nicht so eingeschlagen, wäre eine westliche Version deutlich unwahrscheinlicher
Vor allem bei Spielen wie Tales of, Persona, Star Ocean etc. ist es nunmal so, das die japanischen VKZ so hoch sind oder höher als die westlichen VKZ zusammen
Zumal japanische Spiele --> für japanisches Publikum gedacht --> Verkaufen sich maßgeblich in Japan - Also darauf sollte man doch selbst kommen oder?
SethSteiner schrieb am
VincentValentine hat geschrieben:Japanische Spiel = Japanischer Markt beim kommerzielen Erfolg wichtig. V.A weil die meisten Verkaufszahlen aus Japan kommen. (Deshalb habe ich es erwähnt)

Und woher hast du die Information, dass in Japan die Verkaufszahlen am höchsten sind? "Warum erscheinend sie zu erst da?" ist doch kein Argument dafür, dass dort sich auch die Titel besser verkaufen würden. Das impliziert Unternehmen würden nach einer marktwirtschaftlichen Logik heraus handeln und man könnte daher alle Handlungen eines Unternehmens darauf zurückführen, dass eine andere Handlung schlecht für das Geschäft und daher die letztendliche Entscheidung unausweichlich wäre.
schrieb am

Facebook

Google+