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Electronic Arts: BioWare San Francisco (EA2D) geschlossen

Electronic Arts (Unternehmen) von Electronic Arts
Electronic Arts (Unternehmen) von Electronic Arts - Bildquelle: Electronic Arts
Einem mittlerweile gegenüber IGN bestätigte Bericht von Gamesradar zufolge hat Electronic Arts BioWare San Francisco den Stecker gezogen. Aufgrund der Schließung müssen sich jetzt 25 bis 30 Entwickler nach neuen Jobs umsehen.

Das Studio war kein natives BioWare-Team, sondern hatte wie Victory Games (zwischenzeitlich BioWare Victory) und Mythic Entertainment (zwischenzeitlich BioWare Mythic) zu jenen Studios gehört, die der Mutterkonzern in die BioWare Familie eingegliedert hatte. Einst als EA2D bekannt hatte das Team u.a. Dragon Age Legends und Mirror'd Edge 2D produziert und bildete zuletzt zusammen mit BioWare Sacramento (ehemals Klicknation) BioWare Social. Dem Vernehmen nach waren dem Hersteller wohl die Standortkosten zu hoch; vor ein paar Tagen erst hatte Blake Jorgensen außerdem durchblicken lassen, EAs Ausflüge in Social-Gefilde seien nicht so erfolgreich gewesen wie erhofft.

Der Hersteller selbst verwies nur auf einen Blog-Eintrag von Frank Gibeau: Unter dem Motto "Der Übergang [zur nächsten Konsolengeneration] ist unser Freund" hatte der Herr aller EA-Label da schon bestätigen müssen, dass man u.a. in Montreal und Los Angeles den Rotstift angesetzt und Stellen gekürzt hatte.

Kommentare

johndoe981765 schrieb am
EA hat schon so viele Studios (überteuert) aufgekauft, sich Marken einverleibt und dann plattgemacht. Es wäre geradezu eine Befreiung, wenn sie endlich den Weg von THQ gehen. Die guten Marken/Mitarbeiter verschwinden ja nicht. Ganz im Gegenteil.
brent schrieb am
GeQo hat geschrieben:
ColdFever hat geschrieben:EA ist der Tyrannosaurus der Spielebranche. Aber gerade weil der Hunger von EA so maßlos ist, wird das Überleben dieses Monsters auf Dauer immer unwahrscheinlicher. Kleineren und flexibleren Publisher, die ihre Nische gefunden haben, gebe ich deutlich bessere Überlebenschancen.

Welch eine schöne Metapher. Nunja, es ist letztlich ein Zwiespalt: viele Jobs und Entwickler hängen an EA, die allesamt von diesem Hunger leben. Zudem verleibt EA sich mehr und mehr ein und das sind bei Gott nicht alles Schurken-Firmen, vereinfacht gesagt. Somit wäre es einerseits schon mies, wenn EA krepiert, immerhin können die ganzen Entwickler die dran hängen wenig dafür, wie Geldgeil ihr Publisher/Besitzer ist.
Andererseits sehe ich A schon als eine Art Krebsgeschwür der Videospielbranche. Das stetige ausbluten und ausschlachten guter Marken, das aufkaufen guter Studios die dann oftmals auch mysteriöserweise schlechtere Spiele rausbringen...das alles stößt mir sauer auf.
Die Frage ist halt: ist man egoistisch genug anderen den Untergang zu wünschen, nur weil man mit paar Spielchen unzufrieden ist?
Schön finde ich besonders, dass diese social-Blase langsam platzt...*_*

Gute Entwickler finden ihre Plätze, abseits von so einem Moloch. Bei EA verschlingt nicht die Entwicklung, sondern peinlichste Fehlentscheidungen und ein aufgeblähter Apparat die Kohle und macht effiziente Spieleentwicklung damit kaum möglich.
ColdFever schrieb am
Das traurige am Nieder- und Untergang von EA ist wieder einmal nur, dass die eigentlich Verantwortlichen an der Konzernspitze, allen voran Riccitiello als Godfather aller Abzockmodelle, ihr Scherflein mit jahrelangen Bonuszahlen in Millionenhöhe schon lange ins Trockene gebracht haben, während viele fleißige Mitarbeiter nach jahrelanger Knochenarbeit am Ende in der Grütze sitzen. Wie ein Tyrannosaurus hat sich Riccitiello über leckere Titel und Studios hergemacht, sie verschlungen und ausgepresst, und am Ende blieb dann nur ein Haufen Mist zurück...
Umimatsu schrieb am
EA ist da ein ganz heisser Übernahmekandidat für zB. einen Quereinsteiger aus dem asiatischen Raum, der im westlichen Spielemarkt mitmischen will.

Ich warte ehrlich gesagt schon seit 1-2 Jahren darauf, dass einer der börsennotierten Publisher wie EA Games von einem chinesischen Investor übernommen wird. Kohle wäre vorhanden und Protektion durch die Regierung auch. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.
Kajetan schrieb am
GeQo hat geschrieben:Ist klar, aber wir reden nicht von Rüstungsfirmen^^ sondern von Videospielen^^

Nein, wir reden eben NICHT von Videospielen, sondern von Firmen, die sich einer bestenfalls moralisch fragwürden Geschäftspolitik hingeben, wo nur das Wohl der Anleger zählt und der Rest sich unterzuordnen hat. Dass EA Videospiele produziert und vertreibt, spielt dabei keine Rolle :)
Ich will EA damit auch gar nicht groß in Schutz nehmen, nur finde ich, sagt es sich als Aussenstehender zu leicht, dass man jemandem den Untergang wünscht...

Natürlich ist es leicht, aber ganz ehrlich ... auch ohne unsere Wünsche, seien es Genesungswünsche oder "Scher Dich zum Teufel"-Wünsche, werden in den nächsten zwei, drei Jahren ein oder zwei Majors über die Klippe springen. Der Prozess der Marktkonzentration, dem jetzt THQ zum Opfer gefallen ist, der ist noch nicht abgeschlossen.
EA ist da ein ganz heisser Übernahmekandidat für zB. einen Quereinsteiger aus dem asiatischen Raum, der im westlichen Spielemarkt mitmischen will. Denn so tolle Umsätze EA auch hinlegt, so hat der Flop von MoH Warfighter bereits dafür gesorgt, dass heimlich, still und leise Personal abgebaut und der Marketing-Etat für ein Vierteljahr eingefroren wurde, weil EA die prognostizierten Einnahmen bereits weiterverplant hatte. Was früher bei EA kein Thema war, weil der Flop des einen Spieles durch die soliden Umsätze aus anderen Releases ausgeglichen werden konnte, das geht nicht mehr. Wenn sich jetzt Dead Space 3 ebenfalls als kommerzielle Enttäuschung entpuppt, dann ist Alarm angesagt. EA schrammt gerade wirklich am Abgrund herum.
schrieb am

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