Far Cry 5 - Test, Shooter, PlayStation 4, Xbox One, PlayStation 4 Pro, Xbox One X

 

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Shooter
Entwickler: Ubisoft Montreal
Publisher: Ubisoft
Release:
27.03.2018
27.03.2018
27.03.2018
27.03.2018
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Das Problem mit der Intelligenz

Agiert man seinerseits jedoch einigermaßen clever und ist entweder zielsicher im Umgang mit Fernwaffen oder hat sich einen Weg zurechtgelegt, um einen nach dem anderen hinterrücks auszuschalten, mitunter durch Stealth-Kombos, gibt es kaum ernsthafte Gegenwehr. Die KI reagiert nicht, wenn man sich in ihrem peripheren Sichtkegel bewegt, sondern nur, wenn man weitgehend frontal auf sie zu rauscht. Dann wiederum zeigt sie vollkommen unglaubwürdige Laufwege und wartet eigentlich nur darauf, sie von ihrem Leid zu erlösen. Auch Momente, in denen sie den Weg vorbei an Hindernissen standhaft verweigert oder am Steuer eines Fahrzeugs vollkommen unberechenbar durch die Landschaft oder den Himmel pflügt, gibt es mehr als genug. Und leider ist die Tierwelt auch nicht cleverer: Elche, die wild über Felder oder Straßen laufen. Pumas, die nicht nur Beutetiere angreifen, sondern auch vor einem Wolfsrudel oder einer Bärengruppe nicht halt machen. Truthähne, die getroffen vom Streufeuer, urplötzlich ihre instinktive Angst verlieren und angreifen.

Dass Ubisoft Kulisse "kann", ist kein Geheimnis. Doch inhaltlich sind andere offene Welten wie Assassin
Dass Ubisoft Kulisse "kann", ist kein Geheimnis. Doch inhaltlich sind andere offene Welten wie Assassin's Creed oder Watch Dogs an Far Cry vorbei gezogen.
Die Welt, die von der bewährten hauseigenen Dunia-Engine unglaublich detailverliebt dargestellt wird und in weiten Teilen hochansehnlich ist, wird durch solche Aktionen kontinuierlich entwertet und verliert ihren Charme. Dagegen kann selbst die durch die Bank hervorragende Akustik nicht mehr helfen, die mit kaum einen Grund zur Beanstandung gebenden deutscher Sprachausgabe sowie stimmungsvollen Kompositionen und einem zwar kleinen, aber feinen Lizenzsoundtrack überzeugt. In einem Moment wird man von der audiovisuellen Kulisse gefangen genommen, im nächsten entzaubert sich Far Cry 5 durch ein vollkommen beklopptes Natur- oder NPC-Verhalten. Und das bei einer Serie, dessen Premiere von seinerzeit bahnbrechendem KI-Verhalten geprägt war. Derart groß war der Bruch im alten Ägypten der Assassinen oder dem San Francisco der Hacker bei weitem nicht - hier zeigt man sich in etwa auf dem Niveau von Ghost Recon Wildlands, das in dieser Hinsicht auch nicht glänzen konnte. Und damit wir auch außerhalb von Ubis Katalog schauen: Das Hope County ähnliche Blaine County aus Grand Theft Auto 5 hatte hier ebenfalls ein deutlich stimmungsvolleres Gesamtbild zu bieten. Wenn die Welt nicht nur visuell prachtvoll wäre, wobei man vor allem mit Flugzeugen oder Helikoptern doch einen deutlich sichtbaren Grafikaufbau in der Entfernung feststellen, sondern auch mit glaubwürdiger Fauna und NPCs gefüllt wäre, könnte Ubi hier Rockstar Games problemlos Konkurrenz machen. So aber bleibt man selbst hausintern hinter den meisten anderen Serien zurück.

Starke Charaktere, schwache Erzählung

So stark die Figuren auf Anhieb wirken, werden sie unter dem Strich nur höchst eindimensional inszeniert. Hier wird viel Potenzial verschenkt.
So stark die Figuren auf Anhieb wirken, werden sie unter dem Strich nur höchst eindimensional inszeniert. Hier wird viel Potenzial verschenkt.
Zusammengehalten wird das Spielerlebnis in erster Linie von der Hauptgeschichte bzw. den starken Charakteren darin. Die gesamte Seed-Sippe hat einen Hau weg und ist mit ihrer freizügigen Auslegung von Religion, Redefreiheit und Waffenbesitz (also den Grundpfeilern der US-Gesellschaft) eine idealer Grundlage für eine Satire. Was angesichts der Trump’schen Medienrealität schon schwer genug ist, die als Politfarce nicht erfunden werden könnte (selbst wenn die talentiertesten Drehbuchschreiber sich Monate einschließen würden). Allerdings wird hier zudem meist nur ein Charaktermerkmal der Figuren abgebildet und bis zum letzten ausgewalzt, anstatt sie multidimensional darzustellen. Dadurch wird zwar das Böse in ihnen noch fokussierter dargestellt, doch wenn man das bei Schauspielern sehr beliebte Stilmittel der weichen, verletzlichen Momente ebenfalls genutzt hätte, wäre eine differenzierte Charakterisierung möglich gewesen. So, wie es Rockstar Games bei seinen letzten großen offenen Welten wie Red Dead Redemption oder GTA 5 größtenteils mit Bravour geschafft hat. Außerdem haben die meisten Nebenfiguren Schwierigkeiten, neben diesen polarisierenden Antagonisten zu bestehen. Einzig Hurk, ein wiederkehrender Charakter aus Far Cry 3 und Far Cry 4, seine nie um Schimpfworte verlegene Mutter und der Pilot Hank schaffen es, sich über ihre Hillbilly-Klischees hinaus ins Gedächtnis zu spielen - auch weil sie ungewöhnliche Facetten zeigen. Die meisten anderen bleiben zu blass. Auch, weil man ihnen keine Zeit gibt, sich in der Geschichte und damit der Welt zu etablieren. Man befreit sie oder trifft sie. Man erledigt einen Auftrag für sie. Und dann werden sie mehr oder weniger unwichtig.

Kommentare

rainynight schrieb am
Für mich war FC5 der absolute Tiefpunkt der Serie.
Nachdem ich von einigen gehört hatte, dass das Stand-Alone-Add-On "FC New Dawn" neue Ideen mitbringt, hab ich es jetzt im Sale für 18 EUR geschossen. Und ich bin begeistert.
Das ganze Levelsystem bei Waffen und Gegnern sowie das Verbessern der eigenen Basis mag zwar keinen Innovationspreis gewinnen, aber die nicht vorhandenen Ideen und das copy&paste aus FC5 schlägt es um Längen. Zumindest für mich.
1000 x besser als das Hauptspiel - trotz geringerer Größe. Aber die ist ja bekanntlich nicht alles... :mrgreen:
SpookyNooky schrieb am
Gerade den ersten Inselteil befreit. Das Spiel macht schon Laune, GTA-ähnlicher Sandbaukasten mit viel Wumms. Allerdings spawnen Gegner für mein Empfinden einfach zu häufig, wenn man unterwegs ist. Man kann ja nicht mal die Straße überqueren oder sich kurz mal mit dem Bogen in einem Waldstück auf die Lauer legen, ohne dass Fanatiker-Trucks mit einem MG-Geschütz um die Ecke kommen. Dabei lädt die großartige Natur doch gerade dazu ein, etwas in RUhe erkundet zu werden.
profile_1842269541306 schrieb am
Einfach in ner Büffel Region Büffel jagen - zack, ist das Geld wieder drin.
Vin Dos schrieb am
Ich habe nur ca. 4 Stunden gespielt und da bekommst du schon noch einiges zusammen. Auf die Mission mit dem Flugzeug bin ich zum Glück nicht reingefallen, hatte ich schon hier irgendwo gelesen. Man hätte auch das erste mal Munition auffüllen umsonst machen können.
DeeSnidersn schrieb am
Hab bei der Flugzeug-Mission aus versehen Ingame Geld für Munition ausgegeben...und schwups man konnte die Ingame Wärung für Echtgeld kaufen...WTF ? Dachte es gibt nur "kosmetische Inhalte" ??? Es ist deshalb so ärgerlich weil ich 5000$ gespart hab und etz Ingame Pleite bin und es doch eine gewisse Zeit braucht bis man so viel Geld wieder hat...von Kosmetisch kann da dann aber wohl keine Rede sein :evil: das ist "Pay to Win"
schrieb am

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