Rebel Galaxy Outlaw - Test, Action, PC - 4Players.de

 

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Rebel Galaxy Outlaw (Action) von Double Damage Games
Das Weltraum-Musical
Action
Release:
13.08.2019
2019
2019
Spielinfo Bilder Videos

Erinnert ihr euch an Juno Markev? Mit ihr seid ihr schließlich verwandt – falls ihr Rebel Galaxy gespielt habt. Dort war man auf der Suche nach der Tante. Doch das ist Schnee von gestern bzw. morgen, denn heute spielt ihr Juno selbst, die auf der Suche nach dem Mörder ihres Mannes ist. Und dass das mit Umwegen verbunden ist, versteht sich von selbst. Für den Test sind wir deshalb mit einer Schrottmühle ins All gestartet und haben uns zu Metal, Klassik und Pop ins Lasergewitter gestürzt.



Vom Tellerwäscher...

Bevor Juno es mit den ganz dicken Brocken unter den Bösewichten aufnimmt, sollte man ihre Schrottmühle selbstverständlich aufmotzen; mit stärkeren Waffen, dickeren Schilden, einem besseren Radarsystem usw. Damit sie sich das überhaupt leisten kann, empfehlen sich außerdem ein größerer Lagerraum, um möglichst viele Waren gewinnbringend zu transportieren, ein Scanner, um mineralhaltige Asteroiden zu identifizieren, sowie irgendwann freilich ein größeres Schiff. Oder schielt ihr eher auf kleine, wendige Jagdflieger, mit denen sich die Kopfgeldjagd ebenso lohnt wie das Ausrauben großer Transportschiffe? Gibt’s natürlich ebenfalls.

Besonders groß ist die Auswahl weder bei den Modulen noch den Schiffen. Was da ist, reicht aber locker, um ein paar Dutzend Stunden den Dodge-Sektor mit seinen etwa 40 Systemen nach den im Genre bewährten Geschäftsmodellen abzugrasen. Juno nimmt ja auch Verteidigungsmissionen an oder scannt die Umgebung nach gesuchten Verbrechern ab. Hinweise auf den Verbleib besonders „ertragreicher“ Gangster erhält sie außerdem in den Kneipen, die es auf fast allen Stationen gibt. Spricht sie dort mit Barkeepern, erfährt sie auch die Position wertvoller Frachtcontainer, dick beladener Transporter und andere Informationen. Auch mit Auftraggebern trifft sie sich in den Bars – allerdings halten sich diese Kontakte in überschaubaren Grenzen.

Reiner Zufall

Das ist ganz allgemein bedauerlich: Es gibt relative wenige erzählerisch oder spielerisch interessante Missionen. Das Gros der Aufgaben besteht vielmehr aus einer schier unerschöpflichen Menge prozedural erstellter Aufträge. Nun ist das in jedem vergleichbaren Abenteuer von Elite bis X4: Foundations so. Allerdings fällt es hier besonders ins Gewicht, weil Entwickler Double Damage seinem Rebel Galaxy Outlaw durchaus Persönlichkeit verleiht, u.a. durch die vertonten Dialoge mit Barkeepern. Umso mehr fällt dann aber eben auf, dass alle von ihnen fast dieselben Antworten ausspucken mit lediglich verschiedenen Zahlenwerten. Warum kennen sich alle

Für diesen Gangster reicht es trotz angeschlagener Cockpitscheibe noch.
Für diesen Gangster reicht es trotz angeschlagener Cockpitscheibe noch.

gleich gut mit Kopfgeldern aus? Weshalb ruft nicht wenigstens eine von ihnen mal die Polizei, wenn man nach fett beladenen Frachtern fragt? Die attackiert ja auch im Umfeld mancher Stationen sofort Junos Schiff, wenn sie bei einem Scan illegale Fracht entdeckt. Und wieso unterhält man sich überhaupt ausschließlich mit Barkeepern, aber nie mit anderen Stichpunktgebern?

Klicken statt fliegen

So schön es außerdem ist jedes Sternsystem frei zu erkunden, Hilferufen nachzugehen oder Gauner mit Kopfgeldern zu entdecken, so klein scheint das Universum zu sein, wenn man alle paar Sekunden über jede einzelne dieser potentiellen Aktionen stolpert. Als hätten die Entwickler Angst davor Spieler zu langweilen, wenn außer dem Fliegen durchs All gerade nichts passiert, erzeugen sie eine dermaßen hohe Frequenz prozeduraler Ereignisse, dass man sich wie an einem Spielhallen-Kabinett vorkommt.

Kommentare

artmanphil schrieb am
Wirklich geiles Spiel. Bin immer noch voll drin und momentan am Minmaxen, weil ich noch viel zu oft auf's Maul bekomme von der Piratenbrut.
artmanphil schrieb am
Rebel Galaxy Outlaws erinnert mich in sehr vielen Facetten an Freelancer. Und begeistert mich auf dieselbe Weise. Und ganz geil ist der nicht-"normale" Start, wo man zB erst erfährt, dass unterschiedliche Radarmodule unterschiedliche Funktionen haben, also LockOn oder Farbkodierung. Die hat man beim normalen Start direkt.
Schöner Test, geiles Spiel für 25,- ein echter Schnapper.
VaniKa schrieb am
Ein gutes Spiel macht für mich aus, dass es trotz einer immer gleichen recht einfachen Spielmechanik über etliche Stunden fesseln kann. Nüchtern betrachtet ist das Spiel sehr einfach und die Missionstypen, die man in 90 % der Zeit absolviert, wiederholen sich ständig. Trotzdem erzeugt das Spiel bei mir eine Sogwirkung, was an der tollen Atmosphäre, dem eingängigen Gameplay und der permanenten Aufrüstungskarotte liegt. Die Story verfolge ich tatsächlich eher so nebenher und konzentriere mich vor allem auf den "Grind", den ich hier aber gar nicht so bezeichnen will, weil das einfach das Spiel ist.
Mich hat beim Lesen verschiedener Reviews gewundert, dass es offenbar seit 20 Jahren gar nichts Vergleichbares mehr gab. X-Wing und TIE Fighter habe ich früher noch begeistert gespielt, aber das Genre dann aus den Augen verloren. Ich dachte, dass neuere Titel wie Elite: Dangerous auch so etwas wären, aber offenbar ist dieser Fokus auf actionlastige Dogfights doch etwas Besonderes. Würde mir in Zukunft mehr davon wünschen. Auf Strategie und Handel kann ich dabei zugunsten von Action gerne verzichten.
DongDong schrieb am
Weiß jemand wann die Konsolenversionen kommen sollen?
4P|Benjamin schrieb am
Nene, Deutsch ist drin und läuft auch. Keine Ahnung, ob ich den Button im Launcher nur übersehen hatte oder er tatsächlich noch nicht drin war. Ich tippe auf Ersteres. :-) Hab die Information jedenfalls entsprechend angepasst - danke für den Hinweis!
schrieb am