Test (Wertung) zu Stadia (Service, Stadia) - 4Players.de

 

Test: Stadia (Service)

von Michael Krosta



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FAZIT



Google hat mich mit Stadia positiv überrascht! Ich hätte nicht gedacht, dass Spielestreaming in 4K mit HDR so gut aussehen, sich mit 5.1-Sound so gut anhören und sich gleichzeitig aufgrund der geringen Latenz so direkt anfühlen kann. Noch nie präsentierte sich diese Technologie für Spiele so eindrucksvoll wie hier! Trotzdem wirkt der Start der Plattform unnötig überhastet: Viele zentrale Funktionen fehlen noch, beim Spielen über den Browser oder Mobilgeräte muss man weiterhin mit zahlreichen Einschränkungen leben und ohne die Handy-App lässt sich im TV-Betrieb oder mit Chrome weder im Store stöbern noch dürfen wichtige Einstellungen vorgenommen werden. Dadurch kann auch der gut designte Stadia-Controller sein gesamtes Potenzial noch nicht abrufen, doch die grundlegende Steuerung geht mit dem Eingabegerät dank der soliden Qualität und ordentlichen Rumble-Effekten schon gut von der Hand. Eine Hemmschwelle dürfte für viele potenzielle Interessenten der komplette und kostenintensive Neuaufbau der Spielebibliothek darstellen. Da es keine Download-Option gibt, ist man außerdem immer vom eigenen Provider und Googles Rechenzentren abhängig, denn ohne eine Verbindung zum Internet geht hier nichts. Sollte sich Google – warum auch immer – dazu entschließen, den Service einzustampfen, verliert man damit gleichzeitig den Zugang zur Software, für deren Nutzung man bezahlt hat. Trotzdem wirkt die Preisgestaltung des Pro-Abos mit 9,99 Euro pro Monat relativ fair, da man nicht nur die maximale Qualität, sondern auch Rabatte im Store und sogar kostenlose Spiele erhält. Ob sich Stadia lohnt, ist eigentlich ein Rechenspiel: Hat man bereits eine stattliche Spielebibliothek und eine moderne, stationäre Plattform, ergibt der Umstieg nur wenig Sinn. Wer dagegen nicht in teure Hardware investieren will, eine flotte Internetleitung hat und sich auf Streaming sowie den Aufbau einer neuen Spielebibliothek einlassen möchte, bekommt mit Stadia ein überraschend gutes Erlebnis. Das wahre Potenzial der Google-Plattform wird sich aber vermutlich erst bei exklusiven Produktionen und nach der Implementierung aller Funktionen zeigen. Daher bin ich gespannt, wie es für Stadia weitergeht und wie die anderen Hersteller mit Project xCloud & Co dagegenhalten werden.
Service
Entwickler: Google
Publisher: Google
Release:
19.11.2019
Spielinfo Bilder Videos

Vergleichbare Spiele

WERTUNG




Stadia

„Stadia funktioniert überraschend gut und direkt, doch noch dem überhasteten Start und vielen fehlenden Funktionen legt Google hier nur das Fundament für einen Streamingservice, der mehr Potenzial hat als er momentan zeigen kann. ”

Wertung: gut



Versionen & Multiplayer

Preis zum Test 129 Euro (Premier Edition)
Getestete Version Founder's Edition Test-Kit; diverse 100Mbit-L
Sprachen Deutsch, Englisch
Schnitte Nein
Splitscreen Nein
 
 

Lesertests

Kommentare

BoothTheGrey schrieb am
Xris hat geschrieben: ?
29.11.2019 23:26
Wo bitte kannst du denn bitte Amazon oder Netflix eigene Produktionen ansehen?
Noch ist deren Menge halt nicht so hoch im Vergleich zum Gesamtmarkt aller Produktionen. Ich meinte das auch eher umgekehrt. Wenn mehrere andere Content-Hersteller, auch klassische Networks, ihr eigenes Portfolio nicht mehr an Netflix, Amazon geben, sondern eigene Streaming-Plattformen anbieten wollen, wo alle Eigenproduktionen exklusiv nur dort laufen... dann wird sich zeigen, wie sehr die Kunden bereit sind, mehrere Plattformen zu bezahlen - bzw. wieviel Plattformen pro Kunde im Schnitt bezahlt werden würden. Aktuell klappt das ja bei Netflix und Amazon, weil die haufenweise Filme und auch Serien von anderen Herstellern einkaufen.
Daher ist dieses Szenario NOCH nicht so, wie Du es skizziert hast. Stell Dir umgekehrt die Frage: Würdest Du netflix und Amazon bezahlen, wenn dort im Streaming NUR die Eigenproduktionen zu sehen wären? Glaubst, daß dies ein erfolgversprechendes Modell ist, wenn dies andere Content-Hersteller auch tun und dann 5-10 verschiedene Streaming-Plattformen allein für Fim/Serien existieren?
Stell Dir das mal mit den Musikfirmen vor - zur Zeit kriegste fast alles bei Spotify oder Apple. Angenommen auch da zerfranst der Markt. Wieviel Leute sind bereit für einen Großteil aller Filme, Serien, Musik und Spiele mehr als 100 Euro Abo-Gebühren pro Monat zu zahlen? Jetzt klar, wieso ich skeptisch bin, daß sich dies durchsetzen wird?
Xris schrieb am
Wo bitte kannst du denn bitte Amazon oder Netflix eigene Produktionen ansehen? Dass die auch woanders gestreamt werden ist mir neu.
dOpesen hat geschrieben: ?
29.11.2019 20:20
Xris hat geschrieben: ?
29.11.2019 20:12
Was sollte bspw Sony dann noch dazu veranlassen eigene Spiele zu entwickeln? Ihren Umsatz machen die Hauptsächlich an den 3rd Partys.
laut wikipedia sind die umsatzstärksten einzeltitel first party.
rund 3,5 mrd umsatz mit first party.
klar unterm strich wird man kumuliert mit third party am ende wohl mehr machen, aber first party nur aus konkurrenz gedanken heraus? glaube ich eher nicht
greetingz
Diese Diskussion hatten wir schon mehrmals. Sony hat sich dazu aber ziemlich zu Beginn (als die PS4, obwohl es praktisch kaum Exclusives gab, verkaufstechnisch durch die Decke ging) dieser Gen geäußert. Haben den First Party Support als Fan Support bezeichnet. Da eine sowieso erfolgreiche Konsole im Prinzip keine First Partys benötigt. Ihre Exclusives sind Imagepflege.
BoothTheGrey schrieb am
Xris hat geschrieben: ?
29.11.2019 20:12
Funktioniert doch prächtig mit Amazon, Netflix und Co.Und weißt du weshalb das so ist?
Vermutlich weil bislang auf allen Plattform ein Großteil der Titel (mind. zeitweise) zu haben sind. Die strikte Exklusivität gibt es eben noch gar nicht, die Du hier proklamierst.
Diese könnte nun mit Disney verstärkt einziehen. Warten wir es mal ab, ob es so kommt. Und falls das passiert... mal schauen, was dann "die Masse" tun wird.
ChrisJumper schrieb am
Xris hat geschrieben: ?
29.11.2019 06:31
So richtig verstehen tue ich dich grade ehrlich gesagt nicht. Was ist denn in deinen Augen Stadia? Ja Streaming. Aber im Endeffekt ist Stadia eine weitere Konsole die in Konkurrenz zu MS, Sony und Nintendo stehen wird.
Spoiler
Show
Ich sehe Stadia nicht als Konsole, weil man auf diese Inhalte ohne "Hardware" zu greifen kann. Auch nicht als "Abodienst", sondern als Technik. Klar noch braucht einen Browser. Aber eigentlich nichts zusätzliches. Gut mittlerweile braucht man auch einen Account. Aber es gab eine Zeit da konnte man auf alle Texte im Internet zugreifen ohne das man sich einloggen musste oder eine Email besitzen.
So in etwa denke ich wird mittelfristig auch diese Streaming-Technologie werden. Ein bisschen ist es auch die neue ultimative Dienstleistung die theoretisch jeden Computer ersetzen kann, und langfristig auch wird. Das wird, auch wenn es vertraut anmutet. Ein Technologiesprung. Der sowohl Internet als auch unser Verständnis von Computern komplett umwirft. Sicher die Achillesferse ist dann das wir Internet-Empfang haben. Aber so ähnlich wie damals wo ersten Glühlampen und die Elektrifizierung voran ging. Wird diese Art des Streaming der Grund sein warum wir überall schnelles Internet haben müssen.
Aktuell und am Anfang, sehen wir das nicht weil wir mit alten Gewohnheiten ankommen. So wie man Anfangs das Internet nutzen wollte wie ein Buch oder Fernsehen.
Stell dir vor es gibt keinen Browser mehr, sondern nur noch eine App, vielleicht auch einen Sprachassistenten der dein Internet macht. Anschließend gibt es diese Devices oder Schaltflächen mit denen du Interagieren kannst, die immer "online" sind und ein personalisiertes Interface für dich bereit stellen. Von überall auf der Welt.
Da ist es egal ob du Surfen willst, Informationen abrufen, Podcasts oder Radio hören, Spiele spielen, Chatten, Fernsehen, Inhalte kaufen, andere Inhalte lesen etc. - Diese Art Streaming ersetzt in Zukunft alles und wir kaufen uns dann...
dOpesen schrieb am
Xris hat geschrieben: ?
29.11.2019 20:12
Was sollte bspw Sony dann noch dazu veranlassen eigene Spiele zu entwickeln? Ihren Umsatz machen die Hauptsächlich an den 3rd Partys.
laut wikipedia sind die umsatzstärksten einzeltitel first party.
rund 3,5 mrd umsatz mit first party.
klar unterm strich wird man kumuliert mit third party am ende wohl mehr machen, aber first party nur aus konkurrenz gedanken heraus? glaube ich eher nicht
greetingz
schrieb am