No Man's Sky: Sean Murray (Chef-Entwickler) spricht über den Umgang mit massiver Kritik und das Aussitzen - 4Players.de

 
Survival-Abenteuer
Entwickler:
Release:
12.08.2016
10.08.2016
10.08.2016
26.07.2018
26.07.2018
Test: No Man's Sky
59
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No Man's Sky: Sean Murray (Chef-Entwickler) spricht über den Umgang mit massiver Kritik und das Aussitzen

No Man's Sky (Simulation) von Hello Games / 505 Games
No Man's Sky (Simulation) von Hello Games / 505 Games - Bildquelle: Hello Games / 505 Games
Wie geht man als Spiele-Entwickler mit massiver Kritik (von konstruktiv bis destruktiv) nach dem Verkaufsstart um? Diese Frage versuchte Sean Murray (Gründer von Hello Games; No Man's Sky) in seiner Keynote auf der diesjährigen Develop-Konferenz in Brighton (Großbritannien) zu beantworten. Er spricht dabei hauptsächlich aus eigener Erfahrung, schließlich war die Veröffentlichung von No Man's Sky ziemlich turbulent, da versprochene Features fehlten und sich viele Käufer betrogen fühlten.

Sean Murray: "Wir haben etwa zwei Jahre überhaupt nicht mit der Presse gesprochen. Und wir haben auch etwa drei Monate nicht mit den Spielern gesprochen. Das war wirklich hart. Ich hatte mich so oft hingesetzt und den perfekten Blog-Beitrag geschrieben, der alles über die Entwicklung des Spiels und die zukünftige Roadmap erklären sollte. Aber ich erkannte, dass wir in dieser Situation keinerlei Glaubwürdigkeit mehr besaßen."

Nach No Man's Sky hatten auch andere Spiele mit schwierigen und problembehafteten Verkaufsstarts zu kämpfen, zum Beispiel Fallout 76, Sea of Thieves und jüngst Anthem. Murray ist der Ansicht, dass nach solch einem "Launch mit Shitstorm" die Taten wichtiger seien als Worte - und diesen Ratschlag gibt er anderen Entwicklern, die in einer ähnlichen Situation stecken würden.

"Es gab eine Reihe von Spielen, die seit No Man's Sky einen polarisierenden Start hatten und die diese explosive Kombination aus einer Vielzahl von Spielern und Problemen hatten. Und ich sehe, dass EA, Microsoft oder Bethesda versuchen, die Spieler zu besänftigen, indem sie einfach mit ihnen reden, aber egal ob das richtig oder falsch ist, es funktioniert einfach nicht wirklich. Man sieht das die ganze Zeit, wenn ein großer Publisher mit der Community spricht und versucht, das Problem zu lösen und sich dann einmischt und immer mehr von dem Freiraum einnimmt", sagte Murray.

Seiner Ansicht nach ist die beste Methode, sich auf den Hosenboden zu setzen und wieder an die Arbeit zu gehen, anstatt sich um die Gesichtswahrung oder das eigene Image zu kümmern. "Über Features zu sprechen, wenn ein Spiel bereits draußen ist, ist nicht glaubwürdig oder interessant", sagte er im Anschluss in einem Interview mit GamesRadar. "Deine Taten/Maßnahmen sind so viel wichtiger als das, was du sagst." Selbst wenn die Community zunehmend aggressiver nachfragt.

Im Sommer soll derweil das große Beyond-Update für No Man's Sky erscheinen.

Letztes aktuelles Video: VR Reveal

Quelle: GamesRadar
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Kommentare

Piyo schrieb am
Leider scheint der gute Mann zu vergessen, dass seine mangelnde Kommunikation überhaupt erst das Problem war.
Er hätte einfach vor dem Release mitteilen können, welche Features es zum Start geben wird. Und er hätte klar mitteilen müssen, dass es trotz AAA-Vollpreis nur Early Access ist.
Er stellt sich als Opfer da, der einen Shitstorm überstehen musste. Mir kommen da auch Jahre später noch eher Wörter wie Betrüger in den Sinn. Denn der Mist auf Disk hatte rein gar nichts mit dem gemeinsam, was uns Sean Murray vollmundig versprochen hatte.
Entgegen aller Behauptungen, was sie noch alles an Content geliefert haben, hat mir Hello Games bis heute noch keine aktualisierte Disk zugeschickt, die die bereits bezahlte Vollversion von No Man?s Sky enthält.
ChrisJumper schrieb am
DitDit hat geschrieben: ?
Heute 07:39
Wie kommt man immer auf diesen Mythos?
Ja neue Spiele sind größer und umfangreicher aber nicht viel komplexer oder schwieriger bugfrei zu entwickeln. Alte Spiele hatten ihre Herausforderungen in anderen Bereichen aber das heißt nicht das sie auch mal eben so erstellbar waren.
Da hattest du dann solche Vereinfachungen wie bei der Textur, Model und 3D Engine erstellung nicht.
....
Einzige Unterschied heute? Alles viel größer. Größerer Markt, größerer Umfang, größere Teams, größere PR, größere Ausgaben, größere Einnahmen, größerer Shitstorms.
Ich spreche ja nicht davon das es damals nicht schwieriger war. In den Anfängen musste man sogar die Boards noch löten! Ja auch da war es Neuland und das ganze war noch entsprechend schwieriger.
Aber schau dir doch mal ein Secret of Mana im Original oder im Remake an. Auch wie viele Menschen daran gearbeitet hatten. Vergleiche mal den Anfang von Linux (1 Mann) mit dem was es heute 2019 darstellt.
Vergleiche Windows 1.0 oder MS-Dos mit dem was so ein Programm heute aus macht.
Man kann das alles in Arbeitsstunden umrechnen und am Ende kommt etwas raus wie "Teile davon waren schon verfügbar.." und "Manche Werkzeuge sparten X zusätzliche Arbeitsstunden.". Sicher auch am Ende gibt es Bugs und so weiter, oder mehr Liebe zum Detail.
Aber im Grunde gibt es eine Korrelation von Bugs, pro Lines of Code und mehr Lines = Mehr Bugs, Abzüglich effizientes, automatisiertes Testing.
Aber unter dem Strich: Können wir uns darauf einigen, das mehr Informationen (größeres Spiel) entspricht meistens einer höheren Komplexität und auch mehr Arbeitsstunden, mehr Informationen..
...was dann dazu führt das die nun mal Aufwendiger sind als vorherige Titel.
Es gibt natürlich immer eine Eigenleistung für Pioniere auf jedem Gebiet.
ronny_83 hat geschrieben: ?
Heute 07:54
Ich kann nichts bemerkenswertes an dieser Entwicklung finden. Mich interessiert wenig, wie gut das Spiel nach zwei Jahren wäre, wenn es am Anfang eine...
Schiffmeister schrieb am
In dem Fall war das Aussitzen wahrscheinlich tatsächlich das Beste was sie machen konnten...
Doc Angelo schrieb am
Heruwath hat geschrieben: ?
Gestern 18:53
Hello Games musste es wiedergut machen, durch Taten und nicht Worte.
Ich bin grundsätzlich bei dir. Es hilft meistens die Perspektive von Anderen besser zu verstehen, wenn man mal in einer ähnlichen Situation war.
Allerdings ist eines ganz klar ein Fakt: Worte schließen Taten nicht aus. Öffentlich zu sagen, das er bei den Interviews Dinge gesagt hat, die nicht den Fakten entsprachen, hätte in keiner Weise die Taten beeinflusst. Es ist ja nicht so, das ihn niemand hätte verstehen können: Das "Molyxneu-Syndrom" kennen sehr viele. Außerdem weiß so gut wie jeder Mensch, das man manchmal bei dem was man sagt gerne etwas übertreibt. Potential für Verständnis ist definitiv da.
Das den nicht ganz aufrichtigen Worten Taten folgten ist eine sehr gute Sache. Die Worte im Nachhinein klar zu stellen hätte den Taten nichts genommen.
Doc Angelo schrieb am
Urdnot Wrex hat geschrieben: ?
Heute 08:31
Aber: Es war Hello Games, die haben auch keine 5 weiteren Eisen im Feuer. Wenn sie No Mans Sky nicht weiter bearbeitet und verbessert hätten, dann hätte es für einen Nachfolger oder eine andere IP kein Vertrauen und keine Basis gegeben. Die anderen Publisher versenken im schlimmsten Fall eine IP mit Potential.
Ich denke es liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit an einem Vertrag mit Sony. Hätten sie das Spiel selbst gepublisht, dann hätten sie Hello Games einfach aufgelöst und in einer anderen Konstellation und unter anderem Namen einfach weiter gemacht. Sony war allerdings stark involviert und hat NMS und Hello Games als Werbeschild benutzt. Daher mussten sie dafür sorgen, das aus der Katastrophe nach und nach ein verzeihbarer Faux-Pas wurde. Das zeigt auch die Berichterstattung und unter welchen Umständen die Presse nach der Katastrophe behandelt wurde.
Nicht ein einziges Mal hat sich Sony oder Hello Games öffentlich hin gestellt und haben sich dafür entschuldigt, gelogen zu haben. In so fern sehe auch ich die ganze Sache eher schräg. Ich unterstelle Murray nicht mal was böses. Wenn man sich die Video von damals anguckt, dann sieht man sehr genau das er sich einfach nicht anders helfen konnte. Damals hat man noch gedacht, er wäre einfach nur nervös in den Videos. Aber die Reaktionen rührten nicht von einer Kamerascheue her, sondern von der Tatsache, das er gelogen hat das sich die Balken biegen.
Ich vermute das Murray gerne weiterhin in der Branche bleiben möchte. Wenn er sich jetzt nicht an das hält, was Sony im sagt, dann kann er sich das allerdings abschminken. Ich kann mir sehr gut vorstellen, das Sony ihm es ziemlich übel nehmen würde, wenn er öffentlich sagen würde, was damals wirklich gewesen ist. Denn dann würde man Sony vorwerfen können, das sie ihren Job nicht gemacht haben.
Ist natürlich viel Spekulation, aber... wer weiß.
schrieb am