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Grand Theft Auto 5 (Action) von Rockstar Games
Grand Theft Auto 5
Grand Theft Auto 5
Action-Adventure
Entwickler: Rockstar North
Publisher: Rockstar Games
Release:
17.09.2013
27.01.2015
17.09.2013
18.11.2014
18.11.2014
Spielinfo Bilder Videos
Dass Grand Theft Auto 5 ein kommerzieller Erfolg werden würde, stand bereits nach dem ersten Verkaufstag fest - nicht, dass irgendjemand daran auch nur entfernt gezweifelt hätte. Doch kann der Ausflug nach Los Santos auch spielerische Impulse setzen? Wer, wenn nicht Rockstar Games, könnte die Grenzen dessen verschieben, was mit offenen Welten möglich ist? Wir haben uns auf die Suche nach Antworten gemacht.

Riesiges Vergnügen

Video
Das Experiment, die Geschichte auf drei Figuren zu verteilen, zwischen denen man wechseln kann, ist trotz kleiner Ungereimtheiten gelungen.
Nach gut 35 Stunden, in denen ich den Fokus auf die Kampagne gelegt habe, lief der Abspann durch - was nochmals gut eine Stunde in Anspruch nahm! Eine stattliche Dauer, sowohl für das Spiel als auch für die Credits. Und dabei habe ich noch lange nicht alle Aktivitäten abgeschlossen, die sich in der riesigen Spielwelt anbieten. Klar bin ich zum Ausprobieren mit dem Jetski durch die hervorragend aussehenden Wellen gerast. Ich habe Golfplätze ebenso malträtiert wie Tennis-Courts oder hunderte Gegner, die das Zeitliche segnen mussten. Ich bin ins Kino gegangen, habe dort experimentelle Filme angeschaut oder habe mir vor dem Fernseher Kippen angezündet oder Bier getrunken (virtuell selbstverständlich). Ich habe Dartpfeile geworfen, bin auf die Jagd gegangen, Fallschirm gesprungen, habe Rennen mit verschiedenen Fahrzeugen vom ATV bis hin zum Schnellboot bestritten. Und natürlich habe ich noch lange nicht alle Stuntsprung-Positionen und in der Gegend verstreuten Aufsammel-Gimmicks gefunden. Man kann auch nach Abschluss der Geschichte viel Zeit in der fiktiven Stadt Los Santos (quasi Rockstars Vision von Los Angeles) sowie dem ländlichen Blaine County (entspricht mehr oder weniger Orange County) im Norden der Metropole verbringen. Doch will man das?

Ob zu Lande, zu Wasser oder in der Luft: Die Kulisse ist technisch zwar nicht immer sauber, aber liefert stets stimmungsvolle Bilder.
Ob zu Lande, zu Wasser oder in der Luft: Die Kulisse ist technisch zwar nicht immer sauber, aber liefert stets stimmungsvolle Bilder.
Es ist die größte offene Welt, die das Team je gebaut hat, das seinerzeit als DMA Design im schottischen Dundee begann. Sie ist größer als GTA San Andreas, Red Dead Redemption und GTA 4 zusammen - was auch damit zu tun hat, dass sie sowohl nach oben als auch nach unten (man kann tauchen und den Meeresboden erforschen) gewaltig gewachsen ist. Und obwohl eindeutig das kalifornische Flair mit malerischen Sonnenuntergängen, Stränden, Weinbergen, aber auch Wüsten und Wäldern zu spüren ist und beim Fahren durch Los Santos sowohl die Ursprünge der Realvorlage L.A. als auch die falsche Glitzerwelt Hollywoods (hier: Vinewood) widergespiegelt wird, vermisse ich etwas. Es macht wie im Liberty City des letzten GTA einen Heidenspaß, Stadt und Umland zu erforschen, den Passanten bei ihrem Alltag zuzuschauen, ihnen zuzuhören. Rockstar North hat ein erschreckend genaues Abbild der Eitelkeiten, der Träume sowie der Oberflächlichkeit und der sozialen Abstürze ohne Rücksicht auf einzelne Schicksale in der Glamour-Metropole erstellt. Allein: Der absolute Wow-Faktor fehlt.

Das Beste von Rockstar

Denn abseits von "Schöner, Größer, Weiter" schafft es Rockstar Games nur selten, neue Wege zu beschreiten. Im Gegenteil: Bei den Inhalten beschleicht mich immer das Gefühl, dass man sich an allem orientiert hat, was in den letzten Jahren aus irgendeinem Rockstar Studio kam und Erfolg hatte. Die majestätische Weite kennt man aus Red Dead Redemption - was jedoch nicht ändert, dass sie auch hier für viel Atmosphäre und unglaublich stimmungsvolle Landschaftspanoramen sorgt. Die zufällig auftauchenden Missionen kennt man ebenfalls aus dem grandiosen Western-Epos um John Marsten. Nur dass man hier keinen Geldsäckchen, sondern Brieftaschen oder Handtaschen, keinen Pferden, sondern Pferdestärken nachjagt, um den Dieb zur Strecke und das gestohlene Eigentum seinem rechtmäßigen Besitzer zurück zu bringen.
Wer möchte hier keinen Urlaub machen? Doch Vorsicht: Unter der lebendigen Oberfläche findet sich meist nur Leere.
Wer möchte hier keinen Urlaub machen? Doch Vorsicht: Unter der lebendigen Oberfläche findet sich meist nur Leere.
Beim Rasen durch Los Santos fühlte ich mich (nicht nur durch die ähnliche Kulisse) immer wieder an Midnight Club L.A. erinnert: Das Geschwindigkeitsgefühl ist fantastisch, die Streaming-Technologie schiebt kontinuierlich schick aussehende Straßen- und Landschaftszüge in den Grafikspeicher, die Fahrzeuge liegen gut auf der Straße - besser als in jedem anderen GTA, auch wenn sie nie den Arcade-Faktor verlieren, der seit jeher die Boliden-Steuerung gekennzeichnet hat. Das Radial-Menü für die Waffenauswahl stammt wie die im Vergleich zum letzten GTA deutlich verbesserte Schussmechanik im Wesentlichen aus Max Payne 3, bietet allerdings die zusätzliche Möglichkeit, innerhalb einer Waffenkategorie durchzuschalten. Gelegentlich verneigt sich Rockstar sogar vor dem PS2-Klassiker Smuggler's Run, wenn man mit einem Buggy durch den Wüstensand jagt und von schießwütigen Hillbillies verfolgt wird, die einem die empfindliche Schmuggel-Ladung abnehmen wollen. Die versteckten Sekundär-Ziele jeder Mission sind all denen ein Begriff, die bereits das GTA-4-Add-On The Ballad of Gay Tony gespielt haben.


Kommentare

  • Ich bin ein großer Fan des Vorgängers, ich bin einer der wenigen die GTA IV für den besten GTA Teil und eines der besten jemals produzierten Videospiele halten. Diese düstere Story hat mich gefesselt... Endlich mal einer, der es mit dem 4. Teil genau so sieht. Ich will mich nicht aus dem Fenster  [...] Ich bin ein großer Fan des Vorgängers, ich bin einer der wenigen die GTA IV für den besten GTA Teil und eines der besten jemals produzierten Videospiele halten. Diese düstere Story hat mich gefesselt... Endlich mal einer, der es mit dem 4. Teil genau so sieht. Ich will mich nicht aus dem Fenster lehnen und es auch als eines der besten Videospiele bezeichnen aber für mich ist es auch der beste Teil. Nun, das mit "eines der besten Videospiele" war natürlich übertrieben, dazu ist die Steuerung ein Tick zu schwammig, reagiert zu spät und das Deckungssystem zu unausgereift, aber in Sachen Detailgrad ist es immer noch ungeschlagen (selbst Teil 5 kommt nicht da ran). Und ja, die Fahrzeug Steuerung ist großartig im 4en, kommt man sich, wenn man sie beherrscht, vor wie in einem Steve McQueen Film (Bullit z.B.). Und die Dialoge und die Charaktertiefe ist für ein Spiel, bei dem es im Prinzip nur ums ballern und Autofahren geht, im Open World Genre ungeschlagen, nicht mal "Red Dead Redemption" (was ich aber ähnlich großartig finde, stehe nunmal auf Western) kommt da wirklich ran.
  • Auch ich fand GTA 4 wirklich gelungen, mir hat da eben nur das ländliche gefehlt. Ich beurteile das so: Die Story ist bei GTA 4 eindeutig besser. Bellic ist ein sehr gelungener und überzeugender Charakter. Jedoch hat mMn auch bei GTA 4 die Story etwa in der Hälfte (wo man in der Mitte der Karte war  [...] Auch ich fand GTA 4 wirklich gelungen, mir hat da eben nur das ländliche gefehlt. Ich beurteile das so: Die Story ist bei GTA 4 eindeutig besser. Bellic ist ein sehr gelungener und überzeugender Charakter. Jedoch hat mMn auch bei GTA 4 die Story etwa in der Hälfte (wo man in der Mitte der Karte war und plötzlich unzählige Kontakte hatte) etwas nachgelassen. Ich hab damals GTA 4 sogar weggelegt und es erst beim zweiten Anlauf nach etwa einem Jahr durchgespielt. Bei GTA 5 sehe ich die grosse Stärke eben wieder bei dem, für das GTA berühmt ist: Eine grosse Welt mit allen möglichen Fahrzeugen und Waffen. So wurde es nach GTA 4 auch im Überfluss von der Community gewünscht (Stichwort San Andreas). Diesen Teil haben sie mMn erfüllt. Das Fahrverhalten ist jedoch auch nur "gut", da wäre mehr drin gewesen. Storytechnisch ist GTA 5 ebenfalls gut, aber mit den 3 Charakteren eben sehr oberflächlich geworden. Mit der Zeit wollte ich die Story einfach durchhaben, damit ich in Ruhe GTA Online zocken konnte - was ich dann auch so gemacht habe. Fazit: GTA 4 hat die bessere Story, GTA 5 ist aber im Funbereich wieder deutlich besser (Karte, Fahrzeuge, Tuning, Waffen etc.) und hat mit GTA Online halt auch noch den Online-Part (welcher jedoch noch viel Potenzial hat, welches nicht ausgenutzt bzw. schlecht umgesetzt wurde). Ich spiele eigentlich nur noch GTA Online, jedoch auch das nur noch sporadisch, da ich mittlerweile Rang 130 erreicht und somit alles freigeschaltet und auch ziemlich alles gesehen und genug gespielt habe. Wenn ich es spiele, nerven mich nur die vielen Fehler immer wie mehr... Wenn ich GTA 5 spiele, dann nur, um mit Cheats Amok zu laufen (ohne zu speichern). Die 100% zu erreichen (was ja bei GTA 5 deutlich einfacher wurde) oder auch die vielen Millionen $ in Immobilien und Fahrzeuge zu investieren reizt mich bis heute irgendwie nicht. Vielleicht mach ich das irgendwann mal noch... Ach ja, eins noch: Ich meckere hier natürlich auf hohem Niveau und könnte auch noch viel Lob aussprechen (sei es über GTA 4, 5 oder online). Wenn mir ein Spiel über 100h Spass macht, ist es für mich sein Geld allemal wert.
  • Habs jetzt gerade zum zweiten Mal durch, gekauft am Releasetag. Das zeigt schon, dass das Spiel nicht viel taugt, denn in der Zeit hätte ich ein paar Durchgänge GTA4 oder Saints Row 2 gemacht. Es liegt nicht am Spielprinzip, aber an der Umsetzung, die für 200 Millionen Dollar einfach nur läppisch  [...] Habs jetzt gerade zum zweiten Mal durch, gekauft am Releasetag. Das zeigt schon, dass das Spiel nicht viel taugt, denn in der Zeit hätte ich ein paar Durchgänge GTA4 oder Saints Row 2 gemacht. Es liegt nicht am Spielprinzip, aber an der Umsetzung, die für 200 Millionen Dollar einfach nur läppisch ist, es ist alles so durchschnittlich. Ich kann das Spiel nur häppchenweise ertragen, manchmal mit einem Tag Pause. Die kriegen es ja jetzt noch nicht hin, dass ich einen vernünftigen Fuhrpark aufstellen kann oder möchte, da ich auch keine Lust habe, zu einer der zwei oder drei Garagen zu fahren, die es in dieser riesigen Stadt gibt und dann wahrscheinlich nicht das vorzufinden, was ich abgestellt hatte. Gerade solche kleinen Dinge sind richtig abtörnend in einem Spiel dieses Prinzips. Irgend jemand anders als Rockstar brächte es sicher hin, dass ich an einer realistischen Gangster-Simulation Freude finden könnte, aber während dessen träume ich in LS davon, dass ich vierzig liebevoll getunte Karren besitze, die ich aus jeder Werkstadt oder Garage der Stadt holen kann, dasselbe für die Klamotten, wie es bereits in Saints Row 1 möglich war. Meine psychologische Analyse zum Ende des Spiels passt ja: Joga: Nö. Mord: Gerne. Seit mindestens zwei Teilen GTA und Red Dead Redemption hat Rockstar einfach nicht begriffen, was ich gerne am Feierabend in einer offenen Welt tun möchte. Zum Beispiel mit dem Güllenwagen durch die Stadt zu heizen Rockstar verbinde ich halt weiterhin mit den Begriffen altbacken und humorlos, oder auch überschätzt. Edit In den letzten Tagen war GTA5 für mich wie Schorf, den ich kratzen muss, weil ich eigentlich nach einem würdigen Game des Genres schreien würde(Saints Row 3+4 finde ich als SR2-Fan einfach nur zum kotzen). Also jeden Tag eingestiegen, auf der Suche nach Motivation, was aber jedes Mal nach kurzerZeit mit Ernüchterung endet. Z.B. wenn ich mit einer geklauten Super-Karre eine Mission starte und trotzdem meine Default-Karre vorgesetzt kriege. Okay, die Karre wird nebenan auf dem Parkplatz abgestellt, aber natürlich macht mein Homie keinen Wank, wenn ich versuchsweise da einsteige. Das ist einfach so Komfort, den ich für 200 Millionen Dollar Budget ganz selbstverständlich erwarte, dass ich zur durchschnittlichen Mission(ohne dramaturgisch notwendige Fahrzeugbeschränkung) jede beleibige Karre mitnehmen kann, die auch vom Team bestiegen wird. Sowas konnte bereits Saints Row 1 und ich bin denke, dass das Spiel damals keine 10 Millionen Dollar Budget hatte. Und wenn die Homies in SR2 keinen Platz in der Karre finden, klauen sie sich halt selbst eine und folgen. Und auch das ist ein Komfort, der jedes Saints Row voraus hat, sich aber auch in GTA4 besser anfühlte: Es werden meist nur Ziele vorgegeben, die ich nach Belieben zu Fuss, im Wasser und in der Luft erreichen kann, statt drei mal während einer Mission zu versagen, nur weil ich einen Meter vom Weg abgekommen bin. Es fühlt sich alles so sinnlos restriktiv und beschränkt an, kaum besser als eine unsichtbare Level-Grenze in einem Schlauchshooter. Selbst dass ich optional keine Homies rekrutieren kann, fehlt mir als Rollenspieler oder SR-Fan. Es fehlen ziemlich viele Dinge, Komfort und Spielspass für dieses übertrieben hohe Budget. Z.B. WTF! eine Funktion zum Löschen von Saves in einem Menu.

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