Guild Wars 2
USK: 12
Rollenspiel (Online-Rollenspiel)

Test: Guild Wars 2

So testet 4Players

Autor:
Mathias Oertel

Es ist da. Endlich. Guild Wars 2. Nach endlos scheinendem Warten hat ArenaNet die Fortsetzung des Überraschungs-Hits aus dem Jahr 2005 veröffentlicht. So gespannt habe ich schon lange keinem Titel mehr entgegen gefiebert. Im mehrteiligen Erfahrungsbericht versuche ich aufzuklären, ob meine Erwartungen erfüllt werden.
Das ist meine Geschichte

Video: ArenaNet hat große Ziele. Kann man alles halten, was das "Manifest" verspricht oder hoffen lässt?
Ich bin gerade zum x-ten Mal über Verästelungen und stabile Pilze einen Baum hochgeklettert bzw. -gesprungen. Ich bin zum x-ten Male abgestürzt und mit einem Bauchklatscher in dem darunter liegenden Tümpel gelandet. Verdammt noch mal! Der Ausblick ist der letzte Punkt, der mir noch fehlt, um die Karte zu vervollständigen. Ich habe alle Wegmarken undSehenswürdigkeiten abgegrast, alle anderen Sprungsequenzen zu den Ausblicken (die immerhin mit einer meist schicken Kamerafahrt belohnt werden) bewältigt. Nur diese hier fehlt mir noch. Einen Versuch noch. Vorsichtig. So. Gleich. Nicht abrutschen. Und... geschafft! Ich bin gespannt, was ich als Belohnung bekomme. Hmm. Erst mal gar nichts. Komisch. Ah. Jetzt. Mit etwas Verspätung kommt die Meldung, dass ich eine Belohnungskiste öffnen darf. Gesagt, getan... Wow: Über 700 Erfahrungspunkte, ein bisschen Kleingeld und drei Transmutationssteine. Nicht schlecht...

Ich bin Sylvari. Ein Elementarmagier. Sehr klassisch, ich weiß. Doch die Wahl fiel nicht leicht. Mit fünf zur Verfügung stehenden Völkern und acht Klassen  -leider gibt es nicht wie bei Dark Age of Camelot Berufe, die bestimmten Volksstämmen vorbehalten sind-, musste ich lange überlegen.  Nehme ich die aus dem Vorgänger bekannten Menschen, die Löwen-Ziegen(?)-Mischung Charr (notorisch aggressiv) oder die Norn (entsprechen am ehesten klassischen Wikingern)? Vielleicht sollte ich mich doch für die Asura entscheiden, technophile experimentierfreudige Zyniker-Gnome mit einer hinsichtlich des Layout
Willkommen in Tyria.
Willkommen in Tyria.
vollkommen verwirrenden Hauptstadt? Nee, die Baumwesen der Sylvari schienen mir am reizvollsten. Und wieso ein Magier? Ist doch langweilig! Mitnichten! Abgesehen davon, dass ich in den Beta-Sessions bereits Krieger, Wächter, Mesmer oder Nekromant ausprobiert habe, reizt mich jetzt der klassische Zauberer.

Da jedoch sowohl die Volks- als auch die Klassenauswahl sowie die Antworten auf die zahlreichen Fragen während der Charaktererstellung maßgeblich beeinflussen, was man während der Hauptquest erlebt, werde ich sicherlich noch die eine oder andere Figur starten - auch im Hinblick auf dieses Journal.

Keine Abo-Gebühren, aber viel Inhalt

Für mich als Sylvari dreht sich der Hauptstrang der Geschichte bislang (ich bin jetzt um und bei Level 15) um den Kampf gegen die bösen Stammesbrüder des Alptraumhofes, die eine große Gefahr für das Fantasyreich Tyria darstellen. Im Rahmen dessen musste nicht nur kämpfen und Gespräche führen, sondern sogar Entscheidungen treffen. So z.B. ob ich ein Dorf vor Angriffen schütze oder versuche, eine vom Alptraumhof bekehrte Geliebte eines guten Freundes zu retten.
Doch die instanzierten Ereignisse (ich werde sogar gewarnt, wenn meine Charakterstufe nicht ausreichen könnte) sind nur ein kleiner Teil dessen, was man in der enorm großen Welt erleben kann.

Als Elementarmagier ist man häufig mitverantwortlich für ein überbordendes Effekt-Feuerwerk in den actiongeladenen Gefechten.
Als Elementarmagier ist man häufig mitverantwortlich für ein überbordendes Effekt-Feuerwerk in den actiongeladenen Gefechten.
Es gibt zahlreiche Tyrianer, die Hilfe brauchen, wobei diese Hilfe nicht nur aus elementarer Offensiv-Beschwörung meinerseits besteht. Sachen müssen eingesammelt, Schalter betätigt, Labore zerstört, mitunter sogar Gespräche geführt oder Rätsel gelöst werden. Nahezu jede der "Hauptnebenquests" lässt sich auch mit nur wenig oder ganz ohne Kampf lösen - sehr schön!
Zusätzlich stolpert man an allen Ecken und Enden über so genannte "dynamische Events". Dahinter verbergen sich mitunter mehrstufige Ereignisse, über die man informiert wird, wenn man in ihren Einflussbereich kommt. Nun steht es einem frei, ob man teilnimmt oder nicht. Häufig sind diese mit Kämpfen verbunden, noch häufiger ist eine Gruppe sinnvoll, wenn man diese Ereignisse nicht nur schnell, sondern erfolgreich bestehen möchte. Wobei "Gruppe" in diesem Fall sehr locker definiert werden sollte. Es ist keine große Absprache nötig, man nimmt teil, kassiert die Erfahrung sowie etwas bare Münze (basierend auf dem Grad der Effektivität der Zielerfüllung) und geht wieder seine Wege.


Kommentare

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  • stimmt. downscaling verstärkt und die eventbelohnungen erhöht. um lv80 zu erreichen muss man die startgebiete überhaupt nicht verlassen. selbst wenn man zu beginn "nur schnell" alles auf 100% bringen will, ist man nach den 1-15 startgebieten schon auf lv30-35. /fail.
  • Extrem überbewertetes Spiel. Aber so wie es gehypt und als "next Gen MMO " dargestellt wurde, müsste es mich eigentlich nicht wundern. Das einzig positive ist die persönliche Story, die aber schnell nicht mehr persönlich ist da man sich 3 Gruppen anschließt und ab da ihre Aufgaben macht.  [...] Extrem überbewertetes Spiel. Aber so wie es gehypt und als "next Gen MMO " dargestellt wurde, müsste es mich eigentlich nicht wundern. Das einzig positive ist die persönliche Story, die aber schnell nicht mehr persönlich ist da man sich 3 Gruppen anschließt und ab da ihre Aufgaben macht. Die ist nett gemacht und vollvertont. Wer so etwas allerdings in besser erleben will, sollte SW:ToR spielen. Der Rest ist Standard Kost. Außer (!) das PvP das ist wirklich gut, aber Guild Wars ist nun mal ein PvP Spiel. Obwohl ich hier auch enttäuscht war, da die großartigen Belagerungsschlachten auch nix besonderes waren. Das gleiche habe ich schon Jahre vorher in WoW gesehen und zwar in Tausendwinter. Belagerungsmaschinen, eine Burg, und zerstörbare Umgebung. Allerdings konnte man dort auch die Mauern einreißen. End Content gibt es nicht wirklich, ein paar Dungeons ohne großartige Encounter ( ist wohl den "kein Tank, Heiler , DD Sytem" zu verschulden) und mehrstufige Events rund um Orr, die beim ersten mal nett sind, aber man kennt bis dahin Events eben schon. Meistens tötet man solange etwas bis der Balken voll ist. Oder man sammelt was, bringt etwas usw...das was halt in anderen MMOs als Quests gibt, nur hier heißt es Event. Ansonsten versucht halt Arenanet Jumping Puzzle als End Content zu verkaufen... Aber wer will schon freiwillig durch die Rechteckige Welt rennen und die suchen?^^ Für mich ist das K.O Kriterium das alle 80iger gleich sind und man herunterstuft wird. Dadurch fühlt man sich nie richtig stärker oder mächtiger. Und ab Level 50 ist bei mir die Motivation weiter zu spielen schlagartig auf 0 gegangen. Ich habe mich gefragt: Warum? Es ist egal was ich mache, wie sehr ich mich anstrenge, ich verbessere meinen Charakter ab jetzt nicht mehr. Und meiner Meinung nach, gehört das ständige verbessern eines Charakters in ein Rollenspiel. Auch wenn das bei einen MMO die Itemspirale bedeutet. Aber das ist nur meine persönliche Meinung dazu, auch mit Itemspirale hätte ich GW2 im PvE nicht weitergespielt. Eine 85% hätte für das Game auch gereicht.
  • SSBPummeluff schrieb:
    Jo, es gibt Bugs, mich stört gerade einer gewaltig, der schon 2x gefixt wurde und dennoch nicht geht, also die Persönliche Story: Der pakt wird geschmiedet. 1 Monat schon verbuggt, und scheinbar ist auch die 70er PS davon verbuggt, da freue ich mich jetzt
     [...]
    SSBPummeluff schrieb:
    Jo, es gibt Bugs, mich stört gerade einer gewaltig, der schon 2x gefixt wurde und dennoch nicht geht, also die Persönliche Story] jupp genau den hatte ich auch. hab die quest dann einfach nochmal gestartet, mich immer an den questverweisen auf der minimap orientiert, und dann hat es letztlich auch funktioniert. zugegeben, es war schon recht nervig

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