The Witcher 3: Wild Hunt - Test, Rollenspiel, PC, PlayStation 4, Xbox One - 4Players.de

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The Witcher 3: Wild Hunt (Rollenspiel) von Bandai Namco
Krönender Abschluss der Hexersaga?
3D-Rollenspiel
Entwickler: CD Projekt RED
Publisher: Bandai Namco
Release:
19.05.2015
19.05.2015
19.05.2015
Spielinfo Bilder Videos
Knapp drei Jahre haben Rollenspieler auf The Witcher 3: Wild Hunt gewartet. Die Saga um den Hexer Geralt hat das Genre nicht nur aufgrund des literarischen Helden aus der Feder Andrzej Sapkowskis, sondern vor allem mit seiner Erzählweise, der Questqualität und der Inszenierung einer erwachsenen Fantasywelt bereichert. Wie wird CD Project RED die Trilogie abschließen? Können sie die Herausforderungen der neuen offenen Welt meistern? Mehr dazu im Test.

Die Büchse der Pandora?

Ich mag den Hexer als Figur in den Romanen von Sapkowski und ich schätze das hingebungsvolle Spieldesign von CD Project RED. Aber als die polnischen Entwickler ihre offene Welt vor zwei Jahren ankündigten, war ich skeptisch. Das "Warum" will ich auf dieser ersten Seite etwas näher erläutern, damit mein Standpunkt im Test klarer wird.
Die Sogwirkung von The Witcher und The Witcher 2: Assassins of Kings beruhte ja nicht auf hunderten Quadratkilometern an Möglichkeiten, nicht auf XXL-Kontinenten, Arena-Bosskämpfen oder All-you-can-quest-Karten, sondern auf einer fast schon intimen Atmosphäre mit kleinen, aber fein designten Schauplätzen. Die totale Freiheit ist natürlich verführerisch, aber kann zur Büchse der Pandora werden - gerade in der Weiterentwicklung eines Rollenspiels, das man aufgrund gewisser Tugenden lieb gewonnen hat.

Was ist mit dem was bisher geschah? Vor dem Start könnt ihr fünf der zig Ereignisse aus The Witcher 2 simulieren oder mit einer Standardvariante starten. Lediglich auf dem PC könnt ihr Speicherstände importieren und so den kompletten Status quo simulieren.
Was ist mit dem was bisher geschah? Vor dem Start könnt ihr fünf der zig Ereignisse aus The Witcher 2 simulieren oder mit einer Standardvariante loslegen. Lediglich auf dem PC könnt ihr Speicherstände importieren und so den kompletten Status quo des Vorgängers herstellen.
Als Dragon Age: Inquisition im November 2014 vormachte, wie man es nicht macht, wie also eine offene Spielwelt mit überflüssigen bis dämlichen Sammelreizen zum Spielplatz degradiert wird, wie man Vervollständigung en masse statt Erkundung en detail designt, war ein intensives Rollenspielerlebnis für mich nicht mehr möglich. Dieses BioWare, dem ich so viele Stunden erstklassiger Abenteuer in kleinen Arealen verdanke, das hinsichtlich Storytelling so glänzte, konnte in der Weite nicht faszinieren. Die Macher von Baldur's Gate 2 und Star Wars: Knights of the Old Republic sind zu viele faule Kompromisse eingegangen.

Das neue Vorbild: Bethesda

CD Project RED ist in diesem Vergleich noch ein junges, aber durchaus etabliertes und erfolgreiches Studio auf der Rollenspielbühne. Und wem wollten die Polen als Rollenspiel-Entwickler immer nacheifern? BioWare. Das war 2007 natürlich genauso ehrenwert wie clever, aber schien im Dezember 2014 fast wie ein böses Omen. Zu dieser Zeit lief die PR-Maschinerie für den Hexer zwar schon auf Hochtouren, aber es kamen Gerüchte auf, dass The Witcher 3 ein "unfertiger Grafikblender" sei. Und manche Videos ließen den Verdacht aufkommen, dass
Die Steuerungsbelegung ändert sich ein wenig je nachdem ob man kämpft, erkundet, taucht etc. Das Licht, die Bewegungserkennung sowie die Touchfunktion des PS4-Gamepads werden nicht für spezielle Aktionen eingesetzt.
Die Steuerungsbelegung ändert sich ein wenig je nachdem ob man kämpft, erkundet, taucht etc. Das Licht, die Bewegungserkennung sowie die Touchfunktion des PS4-Gamepads werden nicht für spezielle Aktionen eingesetzt.
dieser Hexer vor allem spektakuläre Arenagefechte austragen wird. Im Dezember folgte dann die erneute dreimonatige Verschiebung des Abenteuers. Hatten sich die Polen übernommen? Oder wollte man vielleicht auch die damals aufkeimende Kritik an Dragon Age in die Verbesserungen einfließen lassen?

Hoffnung machte jedenfalls eines: Obwohl CD Project in der Gründungszeit die Kanadier als Vorbild bezeichnete und sogar mit der Aurora Engine startete, orientierten sie sich für The Witcher 3: Wild Hunt an einem ganz anderen Abenteuer: The Elder Scrolls 5: Skyrim. Und das konnte mit seiner offenen Spielwelt eine epische Sogwirkung entfachen, weil man die Landschaft mit ihren Ruinen in das Storytelling einbezog, weil Bethesda die Erkundung so reizvoll gestaltete, dass auch im Vorbeigehen kleine Geschichten erzählt wurden - nicht das künstliche Vervollständigen, sondern das Wandern in einer Terra incognita mit Überraschungen zeichnete das Rollenspiel aus. Eine offene Welt muss also nicht per se ein Fluch sein. Es geht mir nicht um Oldschool versus Open World, sondern um die Art der Inszenierung. Und jetzt zum Hexer.

Kommentare

herrdersuppen schrieb am
@Interrex
Ich würde "sehr gut" geben, bzw. auf der 4Players Skala 90%.
Interrex schrieb am
herrdersuppen hat geschrieben: ?
24.02.2017 21:45
So das erste Mal durch mit dem Hauptteil (DLCs folgen dann noch. Vielleicht leg ich eine kurze Atempause ein)
Habe damals begeistert Witcher 1 und 2 gespielt und kann sie jedem auch heute noch empfehlen der etwas zur Vorgeschichte erfahren will und nicht ganz empfindlich zur veralteten Grafik eingestellt ist (Zumindest Teil 2 sieht noch ansprechend aus, kA ob es eventuell sogar HD Mods gibt)
Bücher wurden natürlich auch alle verschlungen.
So nun zu Teil 3.
Ich war am Anfang skeptisch ob es CDPR gelingt, die dichte Atmosphäre/Story aus den Vorgängern auch auf eine offene Spielwelt zu übertragen. Das haben sie ganz klar geschafft. Kaum 0815 Bring und Holquest, sondern viele interessante Handlungen, selbst bei vermeintlich unwichtigen Nebencharakteren. Das führte dazu, dass ich schon aus Neugier jede Quest gemacht habe, die ich in die Finger bekam. Nach kurzer Eingewöhnungsphase finde ich den Soundtrack wieder mal grandios (Da macht man doch gern mal einen Abstecher nach Skellige :-)).
Im aktuellen Zustand lief es bei mir super flüssig und ohne Abstürze (Das war gerade bei Teil1 noch anders).
Wunscherschön (gerade Wetter und Lichtverhältnisse, Tag/Nacht Wechsel).
Insgesamt spielt es sich im Vergleich zu den Vorgängern noch runder, was Geralts Animationen und Steuerung angeht.
Das was der dichten Atmosphäre entgegen wirkt sind die typischen Open-World Probleme wie,
viel zu viel und zu oft nutzloser Loot, der an manchen Stellen auch störend bzw. zu künstlich wirkt.
Zusammen mit dem...
herrdersuppen schrieb am
So das erste Mal durch mit dem Hauptteil (DLCs folgen dann noch. Vielleicht leg ich eine kurze Atempause ein)
Habe damals begeistert Witcher 1 und 2 gespielt und kann sie jedem auch heute noch empfehlen der etwas zur Vorgeschichte erfahren will und nicht ganz empfindlich zur veralteten Grafik eingestellt ist (Zumindest Teil 2 sieht noch ansprechend aus, kA ob es eventuell sogar HD Mods gibt)
Bücher wurden natürlich auch alle verschlungen.
So nun zu Teil 3.
Ich war am Anfang skeptisch ob es CDPR gelingt, die dichte Atmosphäre/Story aus den Vorgängern auch auf eine offene Spielwelt zu übertragen. Das haben sie ganz klar geschafft. Kaum 0815 Bring und Holquest, sondern viele interessante Handlungen, selbst bei vermeintlich unwichtigen Nebencharakteren. Das führte dazu, dass ich schon aus Neugier jede Quest gemacht habe, die ich in die Finger bekam. Nach kurzer Eingewöhnungsphase finde ich den Soundtrack wieder mal grandios (Da macht man doch gern mal einen Abstecher nach Skellige :-)).
Im aktuellen Zustand lief es bei mir super flüssig und ohne Abstürze (Das war gerade bei Teil1 noch anders).
Wunscherschön (gerade Wetter und Lichtverhältnisse, Tag/Nacht Wechsel).
Insgesamt spielt es sich im Vergleich zu den Vorgängern noch runder, was Geralts Animationen und Steuerung angeht.
Das was der dichten Atmosphäre entgegen wirkt sind die typischen Open-World Probleme wie,
viel zu viel und zu oft nutzloser Loot, der an manchen Stellen auch störend bzw. zu künstlich wirkt.
Zusammen mit dem freizügigen Stehlen stört etwas die Immersion.
Es gibt wie üblich Massen an Highlights auf der Karte und das HUD ist etwas überfrachtet.
(Lässt sich aber u.a. durch Mods prima ausblenden und man läuft nicht Gefahr ferngesteuert jeder Wegmarkierung hinterher zu jagen und ist somit kein echter Kritikpunkt).
Der...
mr archer schrieb am
Ich bin gerade bei Durchgang 2, und diesmal gibt´s das Happy End für Djikstra.
hydro-sunk_416 schrieb am
geopfert ist hier ja wohl das falsche wort. Übrigens auch einer der enttäuschenden momente im writing. Ein Dickstar hätte den move nie so ausgeführt, viel zu plump und dumm.
schrieb am

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