Red Dead Redemption 2 - Test, Action, Xbox One, PlayStation 4, PlayStation 4 Pro, Xbox One X - 4Players.de

 

Um dieses Feature zu nutzen, musst du
"4Players pur" nutzen:

Du hast schon einen pur-Account? Dann logge dich ein!
Noch kein pur-Nutzer? 4Players pur – Zahl, was du willst!

Hinweis schließen.


Red Dead Redemption 2 (Action) von Take-Two Interactive
Die Outlaw Opera
Action-Adventure
Entwickler: Rockstar Games
Release:
kein Termin
26.10.2018
26.10.2018
26.10.2018
26.10.2018
Jetzt kaufen
ab 29,99€
Spielinfo Bilder Videos
Red Dead Redemption ist acht Jahre alt. Und Grand Theft Auto 5 kann man nur im Ansatz mit den Herausforderungen des Wilden Westens vergleichen. Diese historische Epoche bietet nicht nur weniger Identifikationspunkte, sondern verlangt ganz andere Schwerpunkte. Zudem ist viel hinsichtlich Regie, Design sowie Kulisse passiert: Spiele wie The Witcher 3, Fallout 4, Horizon: Zero Dawn und The Legend of Zelda: Breath of the Wild haben auf ganz unterschiedliche Art fesselnde Abenteuer in offenen Welten inszeniert. Kann Rockstar seinen eigenen Ansprüchen und den Erwartungen gerecht werden?

Der einfache Cowboy...

Arthur Morgan ist auf den ersten Blick ein langweiliger Typ. Man kann ihm einen Bart wachsen lassen, ihn anders einkleiden, aber nicht an ihm herumdoktern. Gerade im Vergleich zum vernarbten John Marston aus Red Dead Redemption, der mit seinem verwegenen Äußeren eher dem Bild des gewieften Gesetzlosen entspricht, wirkt er mit seinem kantigen Kinn wie ein konventioneller Cowboy. Er könnte auch irgendwo Rinder hüten und als Familienvater auf einer Farm arbeiten. Aber er ist in diesem Jahr 1899 umgeben von Cholerikern, Mördern, Betrügern, Prostituierten, Geldeintreibern und Alkoholikern. Wie ist er bloß zum Mitglied der gefährlichen Dutch-van-der-Linde-Bande geworden?

In seinem Gürtel steckt ein Colt neben einer abgesägten Schrotflinte und einem Bowie-Messer. Er wirkt standhaft, mutig,
Ihr wollt euch auf Amerika im Jahr 1899 einstimmen? Dann empfehlen wir unsere historischen Specials:

Zum Video: Einführung in die Geschichte des Wilden Westens (1)
entschlossen. Aber es hört sich fast schon einfältig an, wenn er spricht. Und das sind meist Einzeiler, mit denen er seine Gefährten nicht gerade motiviert. Wer ist dieser mürrische Mann, der mit Gedanken und Zeichnungen sein Tagebuch füllt? Steckt doch mehr Weisheit in ihm als man meint? Es ist jedenfalls ein gelungener Kniff von Rockstar, dass man das Klischee des Revolverhelden nicht sofort bedient. Man fragt sich natürlich, was in diesem Arthur steckt und inwiefern man diesen Cowboy über seine guten oder schlechten Taten prägen kann.

AM
Arthur Morgan lässt sich neu einkleiden oder...
Neugierig macht neben der Biographie und Entwicklung des Helden vor allem seine Beziehung zum Anführer Dutch. Eigentlich scheint zwischen ihnen alles klar, fast wie bei Vater und Sohn, denn Arthur wurde als jugendlicher Raufbold von ihm in die Bande aufgenommen, ausgebildet und in ihrem Sinne erzogen. Aber die Regie streut Fragezeichen aus wie Brotkrumen, denen man gedanklich folgen kann: Da sind die verblichenen Fotos von Arthurs wahren Eltern - wer waren sie? Dann gab es diesen ominösen Vorfall auf dem Boot, der nicht geklärt ist. Außerdem hat Dutch wohl irgendwo in der Stadt Blackwater, wo die ganze Bande gesucht wird, viel Geld gesichert, das allen gehört. Wann wird es abgeholt? Von Beginn an sorgt der extrovertierte Charakter mit seinen kleinen Geheimnissen und politischen Winkelzügen für einen angenehmen Kontrapunkt zum scheinbar gewöhnlichen Arthur. Dieser Dutch van der Linde vereint Väterliches und Wölfisches, kann Gentleman und Killer sein.

...der mit dem Wolf tanzt

Vor allem wenn es um die rivalisierende Bande der O'Driscolls geht, die während dieses über 60-stündigen Epos immer mal wieder auftaucht, kennt er kein Erbarmen und verliert schonmal seine Contenance. Und wie ein echter Yankee hat er immer
asdds
...rasieren, wenn man will.
das Dollarzeichen im Auge. Sprich: Gibt es irgendwo Beute, wird sie auch gemacht - selbst wenn man am Ende über Leichen gehen muss. Gleichzeitig wirkt er wie ein fürsorglicher Herbergsvater, wenn er die von Hunger und Agenten der Regierung bedrohten Männer und Frauen im Intro durch einen Wintersturm im Mai des Jahres 1899 führt. Er hat Charisma und folgt seiner Vision. Aber man spürt auch, dass er zweifelt. In der Zuflucht hält er eine Rede, um die fragile Gemeinschaft, die gerade Tote und Vermisste zu beklagen hat, moralisch aufzurichten. Dieser Dutch könnte auch Politiker sein.

Man kann die Zerrrissenheit der Spätphase des Wilden Westens schon im Einstieg des ersten Kapitels spüren, für den sich Rockstar über zwei Stunden Zeit lässt. Da steht eine fast ausgestorbene Spezies von Anarchisten mit dem Rücken zur Wand, während die Zivilisation unaufhörlich näher rückt. Während sie dem archaischen "Code of the West" folgen, diesem vagen Ehrenkodex, bei dem ein Mann sein Recht auch mit Gewalt durchsetzen kann, werden sie vom modernen Gesetz des Staates in Form der Pinkertons verfolgt - dem Vorläufer des FBI. Und überall sind die Vorboten der totalen Industrialisierung zu spüren. Wohin führt der Weg? Ist die Zeit der Outlaws vorbei? Wie soll die Bande weitermachen und an Geld kommen? Darüber sind sich nicht alle einig und Dutch scheint es mit seinen Versprechungen des geregelten Rückzugs in eine bessere Zukunft nicht immer ernst zu nehmen. Als er einen Zug überfallen will, regt sich der Unmut bei einigen und man spürt, dass die Autorität von Dutch auch von der Loyalität Arthurs getragen wird.

Kommentare

Usul schrieb am
TheoFleury hat geschrieben: ?
Gestern 08:36
Spielmechanik und KI ein kompletter Flop, da gibt es nichts zu diskutieren oder schönzureden anno 2019 mit diesem bombastischen Budget was zur Verfügung stand...
In einem Thread mit 153 Seiten zu schreiben, daß es da nichts zu diskutieren gibt, ist schon sehr gewagt, wie ich finde.
Keine deutsche Audio Lokalisation.... Trotz fast endlosem Budget wurde der deutschsprachige Raum komplett vernachlässigt.
Nicht nur der deutschsprachige Raum, sondern alle nicht-englischsprachigen Räume. Und "komplett vernachlässigt" ist auch falsch, da "nur" die Vertonung fehlt, aber der Text durchaus übersetzt vorliegt, wenn ich mich nicht irre.
TheoFleury schrieb am
Spielmechanik und KI ein kompletter Flop, da gibt es nichts zu diskutieren oder schönzureden anno 2019 mit diesem bombastischen Budget was zur Verfügung stand...
Dafür passt Grafik, Atmosphäre, Dialoge, Technik....
Keine deutsche Audio Lokalisation.... Trotz fast endlosem Budget wurde der deutschsprachige Raum komplett vernachlässigt. Was ich nicht verstehe wenn man bedenkt das deutsche Synchronisationen den weltbesten Ruf genießen (Zumindest in der Filmbranche) und wirtschaftlich auch ein guter Faktor wäre um noch mehr Kohle zu generieren für Rockstar Games... Naja was solls...
Meilenstein war es keiner wie Witcher 3 in jüngerer Vergangenheit meiner Meinung nach, aber es hat gereicht um die langweilige konkurrenz locker abzuhängen, was aber auch nicht wirklich schwer ist um erhlrich zu sein....Viel besser als der übliche downgegradete , leidenschaftslose und auf Nummer Sicher AAA Kram von EA / Ubisoft der mir langsam aber sicher immer mehr zum Hals raushängt war es sicherlich ... Aber.. Naja es fehlte doch was um höhere Sphären zu erreichen...Andere sehen das natürlich ganz anderst aus ihrem eigenen Standpunkt ... dafür sind Foren ja auch da...
Glaube (Bin mir sogar sehr sicher) das kommende Cyberpunk 77 hat das größere Potential um die Videospielwelt nachhaltig zu erschüttern....
mellohippo schrieb am
Leon-x hat geschrieben: ?
27.07.2019 20:41
mellohippo hat geschrieben: ?
27.07.2019 17:29

Aber eine Sache wurmt mich ja extrem. Kann es sein, dass man allen Ernstes einen "gesucht"-status bekommt und von Gesetzeshütern verfolgt wird, nachdem man sich einfach nur gegen attackierende Banditen zur Wehr gesetzt hat oder sogar weil man Gegner in ner Hauptstorymission platt gemacht hat?
Hättest dich besser mit dem Video hier informiert:

^^ Tja, die gute RDR2 Logik.
Haha, das triffts in der Tat.
Also inzwischen komme ich halbwegs klar. Ist ja eigentlich auch ok und realistisch, wenn man als Outlaw nach getaner "Arbeit" gesucht wird, aber irgendwie unlogisch und inkonsequent ist dieses Kopfgeldsystem auf jeden Fall trotzdem. Z.B. hatte ich mehrere Nebenmissionen, bei denen irgendwelche Wagen oder Kutschen gestohlen werden mussten, und bei denen auch jede Menge Verfolger abgeknallt werden mussten, und das hatte dann plötzlich wieder alles keinerlei Konsequenzen.
Dann reitet man bei Nacht und Nebel aus Versehen einen anderen Reiter um, der wird dabei gekillt, und zack, schon geht das Spiel wegen so ner Lappalie wieder los - Zeuge, gesucht, Kopfgeld... aaargh.
inmedias schrieb am
Wann kommt denn jetzt ein RDR2 PC release?
Leon-x schrieb am
mellohippo hat geschrieben: ?
27.07.2019 17:29

Aber eine Sache wurmt mich ja extrem. Kann es sein, dass man allen Ernstes einen "gesucht"-status bekommt und von Gesetzeshütern verfolgt wird, nachdem man sich einfach nur gegen attackierende Banditen zur Wehr gesetzt hat oder sogar weil man Gegner in ner Hauptstorymission platt gemacht hat?
Hättest dich besser mit dem Video hier informiert:

^^ Tja, die gute RDR2 Logik.
schrieb am

Angebote

Billiger.de Angebotshinweise:

Preise können jetzt höher sein.

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der angegebene Preis seit der letzten Aktualisierung gestiegen sein kann, da eine Echtzeit-Aktualisierung der vorstehend angegebenen Preise technisch nicht immer möglich ist.

Der maßgebliche Verkaufspreis ist derjenige, welcher zum Zeitpunkt des Kaufs auf der Webseite des Verkäufer-Shops ausgewiesen wurde.