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Hardware
Entwickler: Valve
Publisher: Valve
Release:
06.2019
kein Termin
28.06.2019
06.2019
Spielinfo Bilder Videos
Ein Her(t)z für schnelle Kopfbewegungen!

Für ein angenehmes Spielerlebnis sorgen zudem die maximal auswählbaren 144 Hertz Bildwiederholrate; auch 90 – 120 lassen sich in Steams Optionen einstellen. So reagiert das Bild auch bei schnellsten Kopfbewegungen stets hochpräzise. Beim direkten Vergleich mit den nur 72 Hertz der Quest konnten wir zwar kaum spürbare Unterschiede feststellen – unterbewusst könnte die schnelle Aktualisierung aber das Wohlbefinden fördern und Übelkeitsgefühle vermeiden. Nach längeren Spielsessions fühlte ich mich mit Valves Hardware zumindest etwas frischer und entspannter als bei der Konkurrenz.

Zu einem kleinen psychologischen Vorteil werden auch die frei über den Ohren schwebenden Kopfhörer: Einfach Headset aufsetzen, Ohrhörer ein wenig zurecht drehen – und schon vergisst man, dass sie existieren. Zum Glück klingen sie nur leicht mittenlastiger als klassische gute Kopfhörer mit Ohrmuscheln. Satte Bässe, klare Höhen und ein verhältnismäßig ausgewogenes Klangbild liegen hier Welten vor den billigen „Soundschlitzen“ im Kopfband der Quest. Von den angeblichen Vorteilen bei der räumlichen Wahrnehmung habe ich bislang aber nichts bemerkt: Stattdessen kommt mir die Ortung mit guten In-Ear-Ohrstöpseln nach wie vor einen Deut präziser vor - wenn ich mich z.B. im verwunschenen Wald von Moss nach raschelnden oder plätschernden Soundquellen umdrehe.

Schwebender Sound

Zeit für eine Demontage mit den (fast) eigenen Fingern!
Zeit für eine Demontage mit den (fast) eigenen Fingern!
Trotzdem sind die schwebenden Ohrhörer die insgesamt bisher coolste Soundlösung für VR: Ihr unkompliziertes Handling und das schnelle Aufsetzen sind nicht zu unterschätzende Vorteile. Nebenbei erwähnt sind sie auch meinen eigentlich empfindlichen Kollegen im gleichen Büro überhaupt nicht auf die Nerven gegangen. Seltsamerweise dringen die Klangwellen kaum zur Seite, so dass man ein paar Meter weiter kaum mit unnötigem Gequäke oder Geplärre leben muss – erstaunlich!

Ein angenehmes Detail ist auch das mit fünf Metern (plus einem Meter am "Breakaway Trident Connector") erfreulich lange Verbindungskabel zum relativ freien Herumstromern auf Roomscale-Spielflächen. Statt einer umständlichen Verbindungsbox gibt es hier nur noch einen Stolperschutz und die drei Stecker (Netzteil, DisplayPort und USB3.0). Noch schöner wäre natürlich eine drahtlose Lösung wie bei der Vive (Pro) mit Wireless Adapter, aber vorerst muss man ohne sie leben. Zur Not darf man aber immerhin eine Stereo-Sicht der echten Umgebung aufrufen. Die Qualität der zwei Frontkameras dürfte für AR-Spielereien zu unscharf sein. Für einen kurzen Blick zu den Kollegen oder anderen Eindringlingen eignet sie sich aber allemal, da man so nicht extra das Headset absetzen muss. Auf Wunsch wird die Außenwelt transparent, hinter dem Schutzgitter des Spielfelds oder in farbiger schemenartiger Predator-Optik dargestellt - interessierte Aliens wird‘s freuen. Außerirdisch wirkt auch das frontale Einschub-Fach für Erweiterungen per USB 3.0: Damit sollen Hardware-Bastler ermutigt werden, Erweiterungen zu entwickeln. So sollen z.B. komplettes Hand-Tracking oder andere Spielereien möglich werden.

Üppige Anpassungsmöglichkeiten


Schnick, schnack, schnuck!
Schnick, schnack, schnuck!
Für eine bequeme Anpassung an den persönlichen Schädel sorgen ein mechanischer Einstellhebel für den Augenabstand und das leicht abnehmbare Gesichtspolster mit seinem extrem bequemem Schaumstoffmaterial. Der Stoff rundum am Bügel erzeugt ein anschmiegsames, luftiges Tragegefühl. Zudem lassen sich auch Neigungswinkel, Kopfband und der PSVR-ähnliche Drehknopf am Hinterkopf schön anpassen. Auf die Dauer hat die Vive Pro einen leichten Komfort-Vorteil, da ihre ausgewogene Gewichtsverteilung weniger frontlastig auffällt. Trotzdem fühlt man sich mit der Index auf dem Kopf nicht so stark nach vorne gezogen wie bei der schweren Oculus Quest mit ihrem eingebauten Computer, die nach einigen Stunden den Nacken strapaziert.

Kommentare

-=senior=-sofad schrieb am
Wenn man ein HMD ausschließlich für (Flug/Fahr)Simulationen nutzt, also im Sitzen mit dedizierten Eingabegeräten, benötigt man tatsächlich die Controller nicht und kommt auch mit einem einzigen Lighthouse aus. :)
sphinx2k schrieb am
Also ich bin ja schon seit dem ersten OR um das Thema VR rumgeschichen und hatte mir vor ein paar Wochen dann die Rift-S gegönnt. Habs sie auch 3 Tage lang zusammen bestimmt 5 Stunden genutzt. Seit dem aber nicht mehr, schlich weil es mir zu Warm ist. War die denkbar blödeste Jahreszeit sich das anzuschauen.
Ansonsten sehr schön und für mich als Gimmick völlig ausreichend. Hab Superhot gespielt was schon cool ist. Minecraft hat mich total geflashed weil man ein ganz anderes Größenverhältnis bekommt. Und natürlich tot und Teufel getestet und probiert. Ich muss mir das Headset aber etwas weiter oben vor die Augen schnallen als es gedacht ist damit es scharf wird, ka wieso. Da muss ich noch mal etwas testen.
Bei Spielen im Sitzen muss ich aber höllisch aufpassen sonst wird mir schlecht, da schlägt die Motionsickness voll zu.
Für mich war der Komplettpreis von 430 Euro genau richtig. Ich werde es hin und wieder mal nutzen und meinen Spaß damit haben. Aber bis jetzt hat es mich nicht so überzeugt das ich das Gefühl hab ich brauche Täglich meine VR Einlage. Und dafür wäre ein teureres Gerät für mich zu viel gewesen und ich hätte mich geärgert.
reflection schrieb am
Für mich als Oculus User kommt ein Umstieg kaum in Frage?muss ich dann doch 1000? auf den Tisch legen. Schade, ein sehr attraktives Headset, wobei es nach wie vor nicht VR 2.0 ist.
4P|Jan schrieb am
$tranger hat geschrieben: ?
05.07.2019 11:41
Sympathisch finde ich schonmal, dass da keine Boxen oder Regler wie bei der PSVR dazwischen sind, denn sowohl die Box als auch die "Fernbedienung" haben sich bei mir als große Schwachstelle gezeigt, denn beides ist bereits kaputtgegangen.
Ja, mein privates PSVR-Kabel tendiert in letter Zeit auch zum Wackelkontakt. Schade, dass ich im Jetlag neulich im wahrsten Sinne des Wortes das gute PSVR-Angebot mit Worlds für 199 ? verpasst habe. ;) Das wäre mir auch aus HDR-/Umsteck-Gründen gelegen gekommen...
schrieb am