Test (Wertung) zu Prey (Shooter, PC, PlayStation 4, Xbox One) - 4Players.de

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Test: Prey (Science Fiction-Shooter)

von Jörg Luibl



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FAZIT



Gewöhnlich. Das habe ich nach den ersten fünf Stunden gedacht, als dieses Prey vor allem ästhetisch wie eine Blaupause von BioShock anmutete. Aber dann legen sowohl die Regie als auch die Spielmechanik in zwei Phasen stark zu, einmal nach etwa sechs bis acht und einmal nach zwanzig (!) Stunden, so dass  man sich angesichts all der interaktiven Möglichkeiten, der cleveren Taktiken und vor allem subtilen Spieldesignelemente, die die Geduld und das Beobachten belohnen, kaum mehr entziehen kann. Die Arkane Studios zitieren nicht nur System Shock, sondern zelebrieren diese Tradition regelrecht und zeigen auf der Kampf-, Aufgaben- als auch Storyebene, wie angenehm anspruchsvoll moderne Spiele sein können. Sie belohnen wohl überlegtes Vorgehen statt den gehetzten Triggerfinger und erreichen hinsichtlich der erzählerischen Auswirkungen des eigenen Handelns bestes Rollenspielniveau. Neben den großen philosophischen Fragen der Menschlichkeit entsteht auch eine zwischenmenschliche Ebene, weil das Alltägliche greifbar wird und man sein eigenes Handeln hinterfragt. Sie verbinden nicht nur Raumstation und Weltall mit einem ausgezeichneten Leveldesign, sie demonstrieren ähnlich wie The Legend of Zelda: Breath of the Wild, dass sich auch viele kleine Aktionen mit Konsequenzen positiv auf das Erlebnis auswirken. Hinzu kommen aber auch ganz großartige Situationen, die das Verlorensein im All ebenso abbilden wie den Schrecken im Angesicht eines Alptraums. Zwar gibt es technische Defizite, einige lange Laufwege sowie KI-Aussetzer. Man wird aber auf lange Strecke so angenehm überrascht wie in kaum einem anderen Spiel der letzten Jahre. Ich habe mich in den letzten fünf Stunden wie bei einem Marathonlauf gefühlt, der kurz vor der Zielgeraden nochmal auf 5000 Meter mit bösen Hindernissen und wildem Reinrufen erweitert wird. Das Herz rast, das Gewissen beißt, die Kräfte schwinden, aber man muss ganz einfach weitermachen, weil einen die Auflösung der Story magisch anzieht. Ich habe selten so ein starkes letztes Drittel erlebt, das in einem in einer Tour de Force schon auf dem zweiten von vier Schwierigkeitsgraden alles abverlangt, so dass man sich unter Munitionsmangel wie ein Gejagter vorwärts kämpfen muss, obwohl man schon so viele Fähigeiten besitzt. Was habe ich gestern Abend als Erstes gesagt, als nach knapp 35 Stunden der Abspann lief? Großartig!

Science Fiction-Shooter
Entwickler: Arkane Studios
Release:
05.05.2017
05.05.2017
05.05.2017
Spielinfo Bilder Videos

Vergleichbare Spiele

WERTUNG




PC

„Die Arkane Studios zitieren nicht nur System Shock, sondern zelebrieren diese Tradition regelrecht und zeigen auf der Kampf-, Aufgaben- als auch Storyebene, wie angenehm anspruchsvoll moderne Spiele sein können.”

Wertung: 90%

PlayStation 4

„Die Arkane Studios zitieren nicht nur System Shock, sondern zelebrieren diese Tradition regelrecht und zeigen auf der Kampf-, Aufgaben- als auch Storyebene, wie angenehm anspruchsvoll moderne Spiele sein können.”

Wertung: 90%

Xbox One

„Die Arkane Studios zitieren nicht nur System Shock, sondern zelebrieren diese Tradition regelrecht und zeigen auf der Kampf-, Aufgaben- als auch Storyebene, wie angenehm anspruchsvoll moderne Spiele sein können.”

Wertung: 90%



 

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Lesertests

Kommentare

Crossbones schrieb am
Mich interessiert nur selten die Story in einem Game, aber bei Prey hat sie mich sogar dazu bewegt weiter zu zocken obwohl ich eigentlich schon die Schnauze voll davon hatte, somit ist PREY für mich eines der besten Games überhaupt, nicht nur von der Story her, das ganze Game an sich und natürlich die Möglichkeit sich endlich mal in einen Kaffeebecher verwandeln zu können.....das ist immer schon mein Traum gewesen! :mrgreen:
die-wc-ente schrieb am
Es gibt Momente im Leben in denen man sich ernsthaft fragt "wollt ihr mich verarschen?"
Ich habe Prey bei Müller für 9,99 ? gekauft.
Installation über dvd. Das die meisten Daten über Steam gezogen werden ist ja klar.
Aber das von der dvd nur 23mb installiert werden ist schon ein Witz...
Da könnte man sich die dvd auch sparen und nur den Key in die Verpackung legen.
18,6gb sind es insgesamt.
23mb sind ca. 0,12 %
SpookyNooky schrieb am
Gerade eben zu Ende gespielt. Wundervolles Spiel.
SpoilerShow
Faszinierend, wie man am Ende der letzten Mission absolut unspektakulär selbst herausfinden kann, dass sich das alles immer noch um eine Simulation handelt. Einfach auf der Brücke "behind the looking glass" schauen bzw. mit dem Schraubenschlüssel draufhauen. Keine gewollt coole Zwischensequenz, die mit einem Tamteram erklärt. Nur der Spieler und was er sieht, und schlussfolgert. Gefällt mir.
Mentiri schrieb am
Zum Ende des Spiels bin ich nur noch durch die Gänge gerannt. Dabei habe ich die Gegner einfach ignoriert. Zeit und Munitionsverschwendung da rumzuballern
padi3 schrieb am
Ich war auch von dem spiel begeistert; klasse Raumstation mit tollen orten und richtig guten Weltraumspaziergängen. doch . . .
ab dem ich die Baupläne für Munition hatte, war das mit der Knappheit vorbei und das spiel verwandelte sich in einen shooter. Alte Orte werden auch dauernd mit neuen Gegnern gefüllt und man ballert sich wieder aufs neue durch. Es gibt da noch recht starke Gegner, die man besser umgehen sollte, aber . . .
dann kommen schnell die anderen Bauplänen zu Hilfe: Upgrades für Wafffen und die Neuromods. Da hatte ich dann sehr schnell alles voll. Einige Seiten zuvor hat hier jemand eine Zahl genannt: er hat untertrieben, es ist noch schlimmer!
Das spiel versucht dann krampfhaft dagegen zu steuern, in dem es einen unpassenden Gegner spawndt: Alptraum.
Doch es machte alles eher schlimmer.
Obwohl ich schon wieder, wie leider zu oft bei Arcane, absichtlich schlechter gespielt hab. Vielleicht verlor es gerade daher den reiz.
Nach geschätzt zwei drittel hab ich es vorerst beendet. Denke aber, dass ich es noch durchspielen werde.
schrieb am