Dishonored 2: Das Vermächtnis der Maske - Test, Action, PC, PlayStation 4, Xbox One - 4Players.de

 

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Stealth-Action
Entwickler: Arkane Studios
Release:
11.11.2016
11.11.2016
11.11.2016
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ab 33,99€
Spielinfo Bilder Videos
KI & Figurenverhalten

Zwar gibt es kleine Aussetzer, einige Patrouillenwege sind leicht durchschaut, aber das Katz-und-Mausspiel macht richtig Laune, zumal die Offiziere auch aufmerksamer sind als gewöhnliche Soldaten. Man kann durch Schlüssellöcher spicken, mit dem Fernglas aus der Distanz ihre Gespräche belauschen und nützliche Informationen erhalten oder ganz nah ran, um ihnen Geld, Waffen oder Schlüssel zu stibitzen. Es lohnt sich auch, Flaschen & Co zur Ablenkung zu werfen oder einen Alarm an einer Uhr zu aktivieren, bevor man sich in einer Nische versteckt. Vor allem Leichen oder Bewusstlose sollte man verstecken, damit sie nicht entdeckt bzw. aufgeweckt werden. Das läuft per Huckepack übrigens sehr intuitiv, man muss also keine Ragdoll-Körper hinter sich herzerren.

Die Bewohner haben manchmal Aufträge, reagieren an der Oberfläche gut, aber nicht immer konsequent.
Die Bewohner haben manchmal Aufträge, reagieren an der Oberfläche gut, aber nicht immer konsequent.
Weniger konsequent ist das allgemeine Figurenverhalten: Obwohl einen die Leute darauf aufmerksam machen, dass man eine Maske trägt oder seine Waffen nicht so offen tragen sollte, was löblich ist, reagieren die Wachen letztlich immer gleich. Und die Zivilisten lassen einiges an glaubwürdigen Reaktionen vermissen: In einer Taverne oder anderswo kann man vor den Augen der Anwesenden als voll bewaffneter Maskierter z.B. alles an Münzen und Wertsachen stehlen - schade. Dafür entschädigt, dass normale Bürger manchmal verängstigt innehalten und damit drohen, die Wachen zu rufen, falls man nicht verschwindet.

BioShock und Skyrim lassen grüßen


Der Einstieg in dieses Dishonored 2 ist zwar turbulent, aber für die Identifikation nicht
Auch die Architektur von Karnaca kann sich sehen lassen.
Auch die Architektur von Karnaca kann sich sehen lassen.
besonders hilfreich. Man hat kaum Zeit, sich mit den beiden Charakteren zu beschäftigen und vor allem die unbekannte Emily näher kennen zu lernen. Immerhin werden alle Fragen um die auf den ersten Blick viel zu leichte Machtübernahme über neun Kapitel ausführlich beantwortet. Man recherchiert quasi aus dem Exil der entlegenen Hafenstadt Karnaca heraus, dem Geburtsort Corvos, was es mit dieser Tante und ihrer Gefolgschaft auf sich hat. Wie kann man sie wieder entmachten?

Die  Arkane Studios bemühen sich mit einer Flut an Notizen, Audiologs, Biografien sowie innenpolitischen Reibereien darum, eine in sich plausible und interessante Spielwelt aufzubauen. Man fühlt sich in manchen Situationen an BioShock und angesichts der vielen Texte fast an ein Rollenspiel wie Skyrim erinnert – hier ist viel Arbeit in die Hintergründe geflossen. Und die verbreiten mit  edel gezeichneten Karten, tollen Ölgemälden und skurrilen Apparate sehr viel gediegenes Flair, so dass man das liebevoll arrangierte Interieur immer wieder gerne auf sich wirken lässt. Vor allem Freunde von naturhistorischen Museen werden auf ihre Kosten kommen. Man fühlt sich dank des ausgezeichneten Artdesign sofort wohl in dieser Steampunkwelt.

Kommentare

sourcOr schrieb am
padi3 hat geschrieben: ?
21.06.2017 17:56
Wäre noch besser, man hätte gleich auch das Waffenarsenal vereinfacht, da die Kämpfe auf Normal nicht sehr schwer sind. Oder freies Speichern durch Checkpoints begrenzen.
Ich weiß net, ob es erst durchs NG+ freigeschaltet wird, aber du kannst dir den Schwierigkeitsgrad verdammt genau anpassen, u.a. auch was Speichern angeht wenn ich mich recht entsinne.
padi3 schrieb am
Hab es auch durchgezockt - wirklich ein Meisterwerk.
Und wie gehofft spielt es sich ohne Fähigkeiten richtig gut. Spannendes Schleichen das mal wie in Deus Ex, mal an Ruinen eines Fallout 4 erinnert. Der erste Teil war aufgrund das Rumgespringe sehr vermittelmäßigt und wurde nur vom Überschwemmten Bezirk noch gerettet. Die DLCs hab ich da gar nicht mehr gespielt.
Wäre noch besser, man hätte gleich auch das Waffenarsenal vereinfacht, da die Kämpfe auf Normal nicht sehr schwer sind. Oder freies Speichern durch Checkpoints begrenzen.
mellohippo schrieb am
Das mit dem Ende ging mir ähnlich. Ich fand insbesondere den Bossfight zum Schluss etwas zu klischeehaft "rangeklatscht", wo das Spiel ja ansonsten vor genialen Ideen und Einfällen nur so übersprudelt wirkte der Endkampf in seiner Konventionalität auf mich ein bisschen wie ein Fremdkörper - so ähnlich wie die ganzen Bosskämpfe bei Deus Ex Human Revolution, fand das beim ersten Teil deutlich besser gelöst. Musste leider auch im Netz nachgucken wie man das gewaltlos löst, bin einfach ums verrecken nicht drauf gekommen - naja es war 3 Uhr morgens und ich hatte "etwas" Rotwein intus :)
Ansonsten volle Zustimmung, zusammen mit dem Vorgänger das Beste was ich so die letzten Jahre gezockt habe. Wobei ich beim Vorgänger im Nachhinein insgesamt die Story noch ein bisschen besser fand - hab alle Facetten auch erst nach zweimaligem Durchspielen entdeckt (1x gewaltlos und 1x mit hohem Chaosfaktor). Teil 2 harrt des zweiten Durchlaufes noch, will es unbedingt nochmal mit Emily als "Leichen pflastern ihren Weg"-Racheengel spielen :)
Freu mich jedenfalls total auf Prey, ich hoffe Arkane liefern wieder, haben mit Dishonored ja auf jeden Fall ordentlich vorgelegt.
Lord Hesketh-Fortescue schrieb am
Habe Dishonored 2 nun mit beiden Protagonisten durch und muss mich den (überwiegenden) Loben hier anschließen. Schon den ersten Teil fand ich in nahezu allen Belangen großartig. [Btw: shame on 4P, dass ihr dem Erstling 2012 unbedingt diesen einen popeligen Prozentpunkt zum Award versagen musstet; spürt meinen Zorn, ihr Haarspalter :Blauesauge: .]
Und auch beim zweiten Teil ist es bewundernswert, wie homogen und flüssig die einzelnen Aspekte (Artdesign inkl. Architektur, ausgefuchstes Leveldesign, Spielmechanik mit fantastischer Bewegungs- und Entscheidungsfreiheit, dieses ungemein atmosphärische ?Whalepunk?-Flair, das über allem rätselhaft wabert,...) ineinandergreifen und den Spieler permanent umgarnen und einsaugen. Ob ich Teil 2 stärker als den ersten Teil einschätze, weiß ich noch nicht, die Eindrücke müssen sich erst mal setzen und reifen. Die übergeordnete Story finde ich schwächer, dafür hat es spielerisch nochmal zugelegt. Bei mir entstand durch dieses ?Wie-aus-einem-Guss-Gefühl? jedenfalls wieder ein unwiderstehlicher Spielrausch, wie das zuletzt vielleicht nur der dritte Hexer hinbekommen hat. Ganz tolle Serie!
Einziger größerer Kritikpunkt: Das Ende.
SpoilerShow
War mir zu abrupt. Dafür, dass ja emotional alles auf die große Wiedervereinigung zwischen Vater und Tochter hinausläuft, war mir dieser Moment und die Folgen dann zu buchhalterisch-bilanzierend heruntergebetet (je nach den im Spiel getroffenen Entscheidungen).
Fand ich in Relation zu Rest dann doch erstaunlich schwach. Das hatte was vom Abwürgen eines gut laufenden Edelkarossen-Motors am Ende einer ansonsten sehr schönen Tour. Dennoch: Bin bekennender Dishonored-Fan!
padi3 schrieb am
werd es auch noch ausprobieren.
dass man es ohne fähigkeiten spielen kann, klingt super. das wollte ich auch beim ersten teil, es mehr wie ein altes Thief durchgehen.
schrieb am

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