Wasteland 3 - Test, Rollenspiel, PC, PlayStation 4, Xbox One

 

Test: Wasteland 3 (Rollenspiel)

von Jörg Luibl



Publisher: Deep Silver
Release:
28.08.2020
28.08.2020
28.08.2020
28.08.2020
28.08.2020
Erhältlich: Digital (PSN, Xbox Store, GOG, Steam), Einzelhandel
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Auf nach Colorado

Auf dem Weg ins verschneite Colorado werden die Desert Ranger von Hillbillies überfallen. Zufall oder Verrat? Wie auch immer: Nur ein kleiner Trupp überlebt den Hinterhalt, um sich der Mission zu widmen. Sie sollen dem tyrannisch regierenden "Patriarchen" bei seinen Problemen mit drei rebellischen Kindern helfen, damit dieser wiederum die Ranger mit seinem Öl unterstützt. Das klingt nach einem einfachen strategischen Handel...

...aber entpuppt sich als Stich in ein politisches Hornissen-Nest voller Intrigen und verfeindeter Parteien: Während der Patriarch à la Trump seine Law&Order-Propaganda verbreitet und mit brutalen Marshals öffentliche Hinrichtungen zelebriert, wachsen die Spannungen zwischen den mächtigen Familien, der örtlichen Mafia sowie den Flüchtlingen. Hinzu kommen eine bizarre Monsterarmee, religiöse Clans, Synths und Maschinenwesen sowie die drei komplett unterschiedlichen Kinder, eine Tochter und zwei Söhne, mit ihren eigenen Zielen. Außerdem gelingt es inXile mit Anspielungen auf Ereignisse aus Arizona sowie alte Bekannte wie Angela Deth & Co, einige Fäden aus der Vergangenheit aufzunehmen - was Veteranen freuen wird und für nostalgische Momente sorgt.

Zwischen allen Stühlen

Man hat die Wahl zwischen einigen Paaren, die sich gut ergänzen. Aber unterwegs ist man später in einer Sechsergruppe.
Man hat die Wahl zwischen einigen Paaren, die sich gut ergänzen. Aber unterwegs ist man später in einer Sechsergruppe (PS4).
Schnell schwirren aber ganz neue Fragen um einen herum: Hilft man den korrupten Marshals oder dealt man mit Brygo, dem örtlichen Paten (und Alter Ego von Brian Fargo)? Verhaftet man die Schleuserin oder lässt man Flüchtlinge in die Stadt? Killt man einen Synth für Kopfgeld oder lässt man ihn laufen? Will man, dass Ronald Reagan wiederbelebt wird oder reicht sein Cowboy-Geist in einer riesigen Statue, die Frevler zerbrutzelt? Man könnte ihn auch der Maschinen-Intelligenz spenden...

...all das hat kleine und große Konsequenzen, die man sofort spürt (und die am Gewissen nagen können), denn je nach Allianz darf man z.B. andere Verbündete als NSC oder in seinem Hauptquartier begrüßen - der eine hat Mafiosi in der Waffenkammer, der andere Marshals. Dabei lohnt es sich auf Kleinigkeiten zu achten, denn die Dialoge oder auch Begrüßungen ändern sich je nach Ruf. Und plötzlich regen sich die eigenen Leute vielleicht darüber auf, dass die Flüchtlinge zu viel Platz wegnehmen. Schickt man sie also wieder weg? Sollen die Ranger die Schnauze halten und euren Befehlen gehorchen? Oder lässt man die Flüchtlinge ins Gefängnis umziehen?

Man kann eigene Charaktere erstellen oder vorgefertigte wählen. Hinzu kommen einige NSC, die man rekrutieren kann.
Man kann eigene Charaktere erstellen oder vorgefertigte wählen. Hinzu kommen einige NSC, die man rekrutieren kann (PS4).
Es gibt dabei nicht nur moralisches Schwarz und Weiß, sondern neben A und B auch oft C als Lösung, falls man denn entsprechende Dialogfähigkeiten entwickelt hat. Die Gespräche gehören zu den besten, die es in diesem Genre gibt, denn sie sind einfach gut geschrieben, zeichnen ein vielfältiges Bild der Charaktere, strotzen vor Sarkasmus und köstlichen Anspielungen, wobei die oberste erste Antwort auch nicht immer die beste Wahl ist und manche rhetorischen Fähigkeiten nicht "blind" zum Erfolg führen.

Und noch schöner ist, dass man komplett frei spielen kann: Man kann skrupellos menschenfeindlich, gesetzestreu konservativ, hilfsbereit human oder radikal anarchistisch vorgehen. Aber Vorsicht: Nicht nur die NSC-Begleiter reagieren auf eure Aktionen, es gibt auch einen allgemeinen Ruf der Ranger, der sich ebenfalls auswirkt - ist er stark gestiegen, flüchten Feinde auch schonmal oder zeigen gehörigen Respekt, so dass man etwas Zeit gewinnt. Außerdem kann man es sich mit den Fraktionen derart verscherzen, dass sie einen regelrecht hassen und gar keine Missionen mehr anbieten.

Kommentare

TheLaughingMan schrieb am
Habe gestern auch mal Zeit gehabt rein zu schnuppern und das Tutorial gespielt.
Fand es gar nicht mal so gut. Das Design wirkt irgendwie zu bunt und, in Ermangelung eines besseren Wortes, mainstreamig. Die Übersetzung ist teilweise wirklich schlecht und einfach inhaltlich falsch. Das ist mir als erstes bei den Quirks aufgefallen. Ein Serial Killer ist kein Massenmörder, das sind zwei unterschiedliche Dinge. Und das die Story von Wasteland 1 nicht erst vor zwei Jahren stattgefunden hat dürfte auch klar sein. Selbst der gesprochene Text sagt das. Meine Güte...
PS4Nation schrieb am
Was den Humor angeht hätten sie eine Auszeichnung verdient. aber wegen der knappen Handlung und sonstiges weniges zu endecken, verdient es vielleicht noch ne schlechtere Wertung. Vorallem der absurd leichte Schwierigkeitsgrad selbst auf dem höchsten, wo man sich einfach mit attrappen quasi durchballert und sich durch perks alles einkaufen kann, zerstört jegliche herausforderung. Und ja selbst nach 2 Patches stürzt es immernoch regelmäßig ab.
Irenicus schrieb am
nach fast 100 std spielzeit (97,6 um genau zu sein xD) der erste wirklich ärgerlichere bug kurz vorm ende, keine sorge ich bleibe 100% spoilerfrei^^
nach einem kampf sollte wohl ein mitglied (kein selbst erstelltes) meines squad etwas sagen, problem war nur, die person war im kampf gefallen und hab diese auch im kampf nicht wiederbelebt weil es für den schnellen sieg nicht nötig war(ca. 10-15 runden), man hat die person dann nur am boden atmen gesehen. :D
zwar kein absturz, das spiel lief ja weiter, es ging nur nicht weiter, aber man konnte auch nicht mehr ins menü also musste ich raus tabben und den prozess beenden.
da war das spiel wohl etwas zu realistisch xD
Irenicus schrieb am
ok, bei einem kontrapunkt muss ich meine meinung revidieren, lag einfach daran das ich keinen in meinem team mit einem scharfschützengewehr ausgestattet hatte und erst später mods mit entsprechender reichweite (+12) bekam.
das herauszoomen ist für weite entfernungen wirklich zu gering, das problem hatte ich schlicht nicht weil die entfernung immer etwas näher sein musste um in schussreichweite zu sein.^^
den soundbug hatte ich bis jetzt nur ein einziges mal in denver.
ach ja, weil hier immer wieder wasteland 2 so hoch gelobt wird,
dann installiert/spielt es doch nochmal und schaut wie ihr mit dessen steuerung zurecht kommt, ich erinnere mich an den endkampf das war einfach nur ein gemurkse mit der steuerung ganz besonders in diesem "gebiet". xD
Todesglubsch schrieb am
UAZ-469 hat geschrieben: ?
06.09.2020 16:30
Es geht also meist um Glaskanone gegen Glaskanone.
Das stimmt leider. Die Partei, die die erste Runde hat, hat im Grunde fast schon gewonnen.
Vor allem wenn man ein paar gut geskillte Sniper im Team hat.
Daher wünschen sich einige auch wieder das alte Initiativesystem zurück (allerdings ohne die aufgeblasenen Initiative-Werte der Gegner).
schrieb am

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