Paper Mario: The Origami King - Test, Rollenspiel, Nintendo Switch

 

Test: Paper Mario: The Origami King (Rollenspiel)

von Matthias Schmid



Publisher: Nintendo
Release:
17.07.2020
Spielinfo Bilder Videos
Angriffsrepertoir



Als Waffen dienen Mario verschiedene Hämmer und Stiefel: Basishammer und Standardstiefel sind recht schwach, dafür unendlich haltbar. Bessere Schlaginstrumente oder Treter, die mehr Schaden zufügen oder auch gegen Stachelgegner schützen, verschleißen nach einiger Zeit - Nachschub wartet in Kisten, Fragezeichen-Blöcken oder dem Toad-Shop. Das Einwerfen von Pilzen (aka Heiltränken) und das Aktivieren von Feuerblumen oder POW-Blöcken für Flächen bzw. Fernschaden kostet übrigens auch eine Runde. Die normalen Feinde besitzen keine Lebensleisten - man hat aber schnell den Dreh heraus, welcher Typ Gegner eine, zwei oder gar drei Attacken braucht, bis er zerbröselt. Da kann es natürlich praktisch sein, alle drei Angriffsrunden von Mario auf einen Pulk zu konzentrieren, damit der wenigsten hinüber ist, bevor der Feind an der Reihe ist. Mario kann auf Knopfdruck blocken und so den Hieben ihre Wucht nehmen, vielfach verschleiern die Gegner ihr Timing aber geschickt.

Und jetzt das Ganze in groß

Einfallsreich, aber langwierig: Bosskämpfe, wie das Duell mit dieser wild gewordenen Stiftebox, fordern aktribische Planung eurer Züge.
Einfallsreich, aber langwierig: Bosskämpfe, wie das Duell mit dieser wild gewordenen Stiftebox, fordern aktribische Planung eurer Züge.
Bei den ziemlich langen Bosskämpfen gilt dieses simple Regelwerk nicht mehr: Zwar sind die kreisrunden Arenen immer noch in Reihen und Segmente eingeteilt - doch nun sitzt der Endgegner dick und fett in der Mitte, während Mario einen, an ein Brettspiel erinnernden Parcour absolvieren muss, um zu ihm zu gelangen. Auf der Spielfläche zwischen Mario und Boss sind allerlei Items, Fallen, Pfeile sowie Aktivierungs- und Angriffsfelder verteilt. Durch Drehen und Schieben arrangiert ihr diese Unordnung im Optimalfall so, dass Mario von Pfeilen langsam ins Kreisinnere gelenkt wird, dabei ein Energie spendendes Herz und ein Zweimal-Angreifen-Item aufliest und schließlich auf einem Angriffsfeld nahe beim Zentrum zum Stehen kommt. Handelt es sich dabei um ein normales Attacke-Feld, nutzt man die üblichen Waffen (Hammer, Stiefel), was so manchem Erzschurken aber kaum schadet. Abzulesen ist das an der feindlichen Energieleiste, die es bei Bossduellen sehr wohl gibt.

Sehr hübsch arrangiert: In der Wüstenstadt der Snifits (Shy-Guys mit einer Art Gasmaske) gibt es Basare und ein Luxushotel.
Sehr hübsch arrangiert: In der Wüstenstadt der Snifits (Shy-Guys mit einer Art Gasmaske) gibt es Basare und ein Luxushotel.
Besser geeignet sind die Faltkreise, wo Olivia dann unterstützend tätig wird und zum Teil sehr mächtige Elementar-Attacken auspackt. Diese Faltkreise müssen aber meist mit speziellen Feldern vorher aktiviert werden - für Mario einen geschickten Weg zu bahnen, der über ein Aktivierungsfeld zum Faltkreis führt, darin liegt letztlich die Hauptherausforderung während der Bosskämpfe. An dieser Stelle möchte ich noch lobend auf das Design der Endgegner eingehen: Obwohl das viele Felderverschieben und die lange Kampfdauer nicht zu meinen Lieblingsfeatures von Paper Mario: The Origami King gehören, war ich vor jedem Scharmützel auf den Look und die Attacken der Levelwächter gespannt - die sehen nämlich mal wie gefaltete Papp-Pokémon, mal wie lustige Schreibwaren-Ungetüme aus, die man aus dem Inhalt ausrangierter Federmäppchen zusammengeflickt hat.

Kommentare

Krulemuk schrieb am
Ich bin mittlerweile in der vierten oder fünften Welt und so kreativ das Spiel auch ist und so sehr ich es auch zwischenzeitlich gefeiert habe, so sehr nerven mich jetzt auch seine Defizite. Neben der bereits genannten aufgesetzen Bewegungssteuerung (die man abschalten kann, deren Substitution aber weiterhin aufgesetzt und belanglos wirkt) nerven/frustrieren mich vor allem die Standardkämpfe extrem. Im Gegensatz zum Anfang dauert alles gefühlt ewig und man verliert nur Zeit und Ressourcen. Gibt mMn echt viel Licht und Schatten in dem Spiel.
PlayerDeluxe schrieb am
Sorry for Doppelpost!
Das Spiel ist ja so toll. Kam heute aus dem Grinsen echt nicht mehr raus. Stichwort: Das Theater.
Spoiler
Show
Was da aufgefahren wird - Hammer! Wildwest Duelle, Ballet-Einlagen unterlegt von Tchaikowski's Schwanensee... Der Knüller. Alles so cool verpackt und Mario als Hauptdarsteller in dem Ganzen. :D Am Ende die Gummiwalküre als Boss - so nenne ich sie mal :lol:
Muss mich echt jedes Mal vom Spiel lösen. :Vaterschlumpf:
PlayerDeluxe schrieb am
Steppenwaelder hat geschrieben: ?
03.08.2020 07:44
Ich finde das Spiel seit dem Herbstwald auf durchgehend sehr unterhaltsamen Niveau.
Ja, dort ist es wirklich wunderschön. :heart_eyes:
Habe gerade das
Spoiler
Show
Kachelrätsel
im Tempel des Wasserpergamentons erledigt und musste mich nach der darauffolgenden Speichermöglichkeit erstmal vom Spiel lösen. :D
Die Bosskämpfe sind echte Highlights später dann.
Die
Spoiler
Show
Buntstifte
fand ich klasse. An kreativen Ideen ist das Spiel kaum zu toppen. Humor sitzt auch.
mafuba schrieb am
Ich muss meine Aussage von heute Morgen etwas revidieren. Habe etwas weitergespielt (sitze Grad in Hotel Quarantäne in Asien fest und hab eh nichts besseres zu tun :D ) und jetzt hats auf jeden Fall klick gemacht.
Das Geheimnis ist wirklich den einfachen Gegnern so gut es geht aus dem Weg zu gehen. Der 1. Bossfight war auch herrlich - finde Boss fight System sehr gelungen. Und siehe da: Nintendo kann auch Humor :lol:
Bin froh, dass ich dem Titel eine Chance gegeben habe und gespannt was noch kommt. Nintendo Typisch strotz das Spiel nur so vor Kreativität
Levi  schrieb am
Anspruch in Sachen "Anordnungskniffel", aber da Geld und damit items kein wirkliches Problem sind, wird es nicht ernsthaft schwer.
Was aber in meinen Augen auch okay ist. Wenn man einen Pilz haucht, hat man es halt nicht gut gemacht :D
schrieb am

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