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Spielkultur | Special | 4Sceners

10.04.06, 09:56 Uhr, Bobic

Es gibt ja solche Demos, die das Publikum in Extase versetzen, die Jubelorgien auslösen und schon bei Erscheinen den Status eines legendären Meisterwerks innehaben. Demos wie Aether aus dem letzten Jahr. Oder die legendäre 64k Intro fr-08: the product, die im Dezember 2000 auf der dänischen The Party eben jene Reaktionen hervorrief. Und wenn man ins Jahr 1998 blickt, dann stolpert man über The Fulcrum. Eine Demo, die zum damaligen Zeitpunkt technische Maßstäbe setzte, vom künstlerischen Aspekt her in einer eigenen Liga spielte und auch in punkto Design überzeugte.

Beeindruckendes Spiel von Licht und Schatten. The Fulcrum spielt gekonnt mit Echtzeitschatten, was 1998 noch keine Selbstverständlichkeit war!
Acht Jahre hat es seitdem gedauert bis sich jemand fand, der diese, ursprünglich für MS-DOS geschriebene, Demo nach Windows portierte. Die Fangemeinde hatte schon lange nach einer Version für das moderne Betriebssystem gelechzt, doch erst jetzt ist es Shash/Collapse gelungen, diesen Wunsch Realität werden zu lassen. Nur neun Stunden hat er für die Umsetzung gebraucht nachdem Digisnap, einer der damaligen Programmierer, ihm den Source-Code zukommen ließ. Und dafür möchten wir uns bei beiden bedanken.

Denn The Fulcrum vereint als eine der wenigen Demos moderne 3D-Szenen mit ach so typischen Demo-Effekten wie rotierenden Objekten, diffusen Lichtschimmern oder morphenden Dots. Erzählt wird die Geschichte eines Roboters, ein an den Filmklassiker "Metropolis" erinnerndes Wesen, der ein altes Kinogebäude betritt und dort eine Erkundungstour durch verwitterte Gänge antritt. Ein Portal in eine andere Zeit ermöglicht ihm den Blick in eine mythische Bergwelt, in der zwei Magier gigantische Kolosse beschwören, die einander bekämpfen.

Präsentiert wird das Schauspiel mit wunderschönen Texturen und detaillierten Charaktermodellen, die aufwändig animiert sind und durch geschickte Kameraschwenks in faszinierende Bilder getaucht werden. Dabei zeigt die Engine an vielen Stellen ihre Muskeln. Etwa beim Flug durch eine Höhle, in der Wandmalereien mit feinstem Bump-Mapping ausgestattet sind, oder bei den zahlreichen Schattenwürfen des Hauptdarstellers, der permanent von einer schwebenden Lichtquelle begleitet wird. Das sieht selbstheute noch gut aus, obwohl die komplette Welt in Software gerendert ist. Vor acht Jahren unterstützten nur wenige Demos 3D-Beschleunigerkarten und verließen sich lieber auf die Rechenleistung damaliger Pentium-Systeme. Wer sich selbst von der Kraft dieses Echtzeit-Wunderwerks überzeugen will, findet die Win32-Version und ein Video in unserem

Stichwort: Win32-Ports
The Fulcrum ist nicht die erste Demo, die eine Portierung von MS-DOS nach Windows spendiert bekam. Bereits zuvor wurden andere Meisterwerke in die Microsoft’sche Fensterwelt übertragen. 303, Square oder Tribes zählen dazu. Und wirklich niemand sollte diese in seiner Sammlung missen!

Download-Archiv.

Kleine Anekdote am Rande: Viele Leute dachten, dass The Fulcrum nach dem Endkampf zwischen den beiden Giganten zu Ende wäre und die Demo loopt, da die erste Szene erneut den Roboter zeigt wie er auf dem Vorplatz des Kinos marschiert. Doch dies ist ein Trugschluss! Die Präsentation läuft weiter und bietet weitere tolle Effekte und Szenen, inklusive dem typischen End-Scroller. Also auf keinen Fall die ESC-Taste drücken!

Download:
- The Fulcrum (Win32-Port)
- The Fulcrum (Video)

       
 
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Kommentare zum Thema
TheNuffler
na sowas. ich dachte auch die demo loopt und hab sie dann beendet. aber sieht schon ganz gut für damalige verhältnisse aus. ein windowsport wäre aber wohl nicht nötig gewesen. gibt ja emulatoren für sowas. nunja ok, genug rechenpower vorrausgesetzt.
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