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Exoframe, Cocoon, (2013)
Platzierung: 2nd at Revision 2013


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Wo das Cocoon-Label drauf klebt, steckt natürlich auch zu 100% Cocoon drin. Was also sollten wir anderes als eine todschicke, technisch topaktuelle 3D-Flybye-Demo erwarten? Genau damit machen uns die Franzosen auch die größte Freude. Guille, Programmierer des grafischen Bombast-Spektakels, beamt uns auch gleich mitten hinein in eine fantastische Welt, die seine Next-Gen-Engine mit allen aktuellen Technikkniffs und -tricks darstellt. Kein Wunder, dass der das drauf hat, denn der gute Mann ist seit Urzeiten in der Spielebranche aktiv und zeichnet sich für das Grafikgerüst von Spielen wie City Life oder Silverfall verantwortlich. Da auch die Grafik-Gurus Nytrik und NTSC mit an Bord sind, wissen Kenner, dass wieder allerlei futuristischer Maschinen-Schnickschnack und das ein oder andere dämonische Gesicht mit von der Partie ist. Gemeinsam mit den rasanten Beats, die dieses Mal von Hoffman stammen, rasen wir also von einer grafisch imposanten Szene zur nächsten, erfreuen uns an dem perfekten Spiel zwischen Musik und Optik und versinken in einem, zumindest in der Demoszene, nur selten gesehenen, grafischen Detailreichtum. Cocoon wie es leibt und lebt!
5 Faces, Fairlight, (2013)
Platzierung: 1st at Revision 2013


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Als Sofascener vor dem Live-Video-Stream zu sitzen und die Demo-Compo der Revision 2013 zu verfolgen ist eigentlich nicht das, was man als typischer Demoscener machen sollte. Live mit dabei zu sein und vor Ort zu feiern ist eigentlich besser. Doch nicht immer hat man die Möglichkeit dazu. Wenn man also, nachdem die letzte Sekunde von 5 Faces über den Stream geflimmert ist, den unbändigen Drang verspürt in die Hände zu klatschen, müssen die Macher dieser Demo einiges richtig gemacht haben. Nachdem Smash und Destop ihre letzte Demo Spacecut unter dem CNCD-Label veröffentlichten, kehren sie also wieder zu ihrem bewehrten Gruppennamen zurück. Natürlich ist die Erwartungshaltung immens, wenn diese beiden Lichtgestalten etwas Neues schaffen und es ist eigentlich müßig darüber zu philosophieren, ob sie diese erfüllen können. Schließlich haben sie es immer geschafft neue Standards zu setzen und schier Unglaubliches in audioviuselle Kunst zu verwandeln. 5 Faces bildet keine Ausnahme. Wir wollen auch gar nicht auf die in dieser Demo gezeigten Details eingehen, denn man weiß schließlich selber, dass der Name Fairlight für Qualität bürgt. Nur soviel sei verraten. Dieses Werk ist völlig anders als die bisherigen PC-Demos von FLT. Sei es in Sachen Grafik, oder bei der Musik. Doch es passt. Hier wird der Traum von der gläsernen Stadt Wirklichkeit und uns wird gezeigt, dass Scherben kein Unglück, sondern Glücksgefühle bringen. Ein wahres Mammutwerk, dieses 5 Faces. Und dass Smash und Co. mit Cloudkicker noch einen Top-Act der Indie-Musik-Szene für den Soundtrack verpflichten konnten, verdient eine extra große Portion Respekt.
Signal Lost, Crowngear / Ümlaüt Design, (2012)
Platzierung: 1st at Experience 2012


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Im Jahr 2012 war Ridley Scotts 'Prometheus' einer der ganz großen Science-Fiction-Streifen und sorgte für ein unvergessliches Kinoerlebnis. Im selben Jahr bringen uns Crowngear und Ümlaüt Design einen ganz in Echtzeit berechneten Computerfilm mit, der ebenfalls für begeisternden Jubel und intensiver SciFi-Atmosphäre sorgt. Wir sprechen, genau wie Betasector und Gargaj, die beiden Mannen hinter diesem kolossalen Epos, bewusst von einem Film. Denn ihr 'Signal Lost' ist dramaturgisch exakt wie ein Film aufgebaut, setzt auf verschiedene Kamereinstellungen und hat eine zunächst unheilschwangere, bedrohliche Geräuschkulisse, die sich bei den Credits zum fulminanten, Terminator inspirierten, Bombast-Soundtrack wandelt. Vor allem aber erzählt es eine Geschichte. Wie in Prometheus, so erkundet auch hier eine Sonde ein befremdliches Höhlensystem. Auch der ein oder andere Raum wird früher oder später unter die Lupe genommen. Zuviel wollen wir aber nicht verraten, um nicht die Spannung zu vermiesen. Fakt ist aber, dass Signal Lost hervorragend aussieht, mit den tollsten Schatten spielen seit dem DOS-Klassiker 'The Fulcrum' aufwartet und die schönsten Figurenmodelle seit Plastics '195/95' beinhaltet. Crowngear und Ümlaüt Design klotzen hier aufs Extremste, denn neben der feinen 3D-Engine wissen die Texutren, Modelle und vor allem die Inszenierung zu gefallen. Definitiv der Spannendste Film, den die Demoszene in den letzten Jahren hervorgebracht hat. (Video erstellt von Gargaj).
Spacecut, CNCD, (2012)
Platzierung: 1st at Assembly 2012


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Nein, auf Spacecut prangt dieses Mal nicht das alles überstrahlende Fairlight-Label. Coder Smash hat wohl bewusst darauf verzichtet. Vermutlich deshalb, weil in den letzten, großartigen Coop-Demos von FLT und CNCD grundsätzlich immer nur von ihm und Fairlight die Rede gewesen ist und der eigentliche Design-, Ideen- und Grafikspezialist Destop nicht den Ruhm und die Ehre erhalten hat, der ihm eigentlich gebührt. Also steht CNCD nun alleine da - und hauen uns dennoch so mitten in die Fresse rein. Mit einem göttlich designten, fantastischem visuellen Stil, Effektgranaten und einem Dubstep-Geschredder, der mit Skrillex, Noisia und Co. den Boden aufwischt. Donnerwetter nochmal geht hier ein audiovisueller Krawall ab, der in der Echtzeitdarstellung bislang seinesgleichen sucht. Ist es zuerst eine schlichtweg brillant modellierte schwarz-weisse Figur die uns mit melodischem Geigenspiel ein ruhiges Erlebnis vorgaukelt, zerspratzt schon kurz darauf der Spacecut-Schriftzug zu fulminanten, brachialen Sounds in seine Einzelteile. In Dornen, Bruchstücke und herumwirbelnde Partikel. Ein Feuerwerk der Technik beginnt, das zu keiner Sekunde auch nur einen Gang zurückschaltet. Nein, es kommt immer dicker, heftiger und aggressiver. Aus den Boxen, aus dem Bildschirm, mitten hinein in Augen und Ohren, die gegen Ende schwerer Atmen müssen, als meine Wenigkeit nach einem Marathon. Ein abschließendes Wort noch: Wahnsinn!
Train Control, Brain Control, (2012)
Platzierung: 4th at Revision 2012


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Da hat sich wohl jemand ganz genau die Demo 'Rupture' angesehen. Oder warum ähnelt Brain Controls Zugabenteuer in Sachen Visuals der Kultdemo von ASD? Gut, hierbei handelt es sich um eine 64k Intro, weshalb die Optik auch richtig cool rüberkommt, mit ihren schicken Orange-Tönen und dem vielen Glow. In Sachen Kameraführung besteht jedoch Verbesserung, denn die aufwändigen Szenen werden ein wenig träge eingefangen. Auch die Musik reißt nicht unbedingt mit. Für's Auge ist diese Fahrt mit der Eisenbahn jedoch auf jeden Fall eine Reise wert.
PC-06 Rev2, Panda Cube, (2012)
Platzierung: 1st at Revision 2012


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Saxndi - do legst di nida!' sagt der Bayer, wenn ihn etwas in pures Erstaunen versetzt. Im Falle von 'Rev2' ist dies aber keine neue Weißbiersorte, sondern die neue Demo von Panda Cube, die sich optisch hinter topaktuellen AAA-Games nicht verstecken braucht. Knackig scharfe Texturen, eine unglaubliche Detailfülle steckt in all den Gängen und Räumen, die hier zu sehen sind und so ein klein bisschen an die Welt von Fallout erinnern. Oder an das gute, alte Kasparov, das man damals auf dem selben Level sah. Doch wo Kasparov, als reine 3D-Flybye-Demo, immer wieder mit unglaublichen Kameraschwenks und eingestreuten Effekten gehörige Demostimmung verbreitete, sucht man in 'Rev2' genau dieses Gefühl. Es fühlt sich mehr wie ein kurzer Marsch in einem 3D-Shooter an, lässt eben jene Kameratricks vermissen und lässt einen einzig und allein an der detailreichen Umgebung erfreuen. Nur die Greetings verströmen einen Hauch von Szenekreativität. Das ist Schade, denn visuell gibt es derzeit im Demosektor nichts Besseres zu bestaunen. Eigentlich verständlich, bei einer Größe von sagenhaften von rund 110MB.
Gaia Machina, Approximate, (2012)
Platzierung: 1st at Revision 2012


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Die Erdbeere - süße Frucht. Herrlich rot schimmerst du, schmeckst saftig und süß. Es ist ein Genuss dich in voller Reife zu Pflücken, dich zu kosten und sich an deinem Geschmack zu laben. Genau diese Gefühlswelt erlebt man, wenn man Gaia Machina, eine 64k Intro von Approximate, pflückt. Man befindet sich mitten im Paradies. Dort wo saftige Erdbeeren wachsen, Gras anmutig den Boden bewuchert und verfallene Ruinen inmitten eines Dschungels ihre Steinreste empor recken, beleuchtet von imposanten Licht- und Schattenspielen. Gaia Machina ist einfach bezaubernd. Es zeigt die wohl farbenprächtigsten und vermutlich auch schönsten Szenen der 64k-Intro-Geschichte auf dem PC und muss sich auch vor einem Far Cry nicht verstecken. Sagenhafte Technik steckt darin, wobei nur der recht billig wirkende Synth-Sound abfällt. Dass es hier nicht nur beim imposanten Naturschauspiel bleibt, sondern im späteren Verlauf auf geschickte Art auch noch eine gute Prise Demo-Touch einfließt, muss den Machern hoch angerechnet werden. Sonst wäre die Gaia Machina Gefahr gelaufen, in Schönheit zu sterben.
Suxx, Elude, (2011)
Platzierung: 2nd at The Ultimate Meeting 2011


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Elude machen nun schon zum zweiten Mal einen Ausflug in Windows-Gefilde. Dieses Mal machen sie aber vieles besser, als in ihrem PC-Erstling 'Beneath'. Gleich tonnenweise werfen sie uns 3D-Material um die Ohren. Maschinenkram, Zahnräder, sich öffnende Luken und vieles mehr, das einfach fantastisch aussieht und von perfekter Industrial-Musik begleitet wird. Es ist eine beeindruckende Reise durch die Welt der Maschinen, die es in Suxx zu sehen gibt. Ja, diese Demo macht glücklicherweise ihrem Titel keine Ehre, und doch hat sie ein entscheidendes Problem: Sie ist so durch und durch polnisch designt, dass es fast schon weh tut. Suxx kopiert zu 100% den Stil, den Gruppen wie Madwizards einst eingeführt haben. Den man auf dem PC bereits anno 2004 in den Demos 'Industrial Waste' und 'Industrial Twilight' von Suspend gesehen hat. Es macht einfach nichts anders. Man sieht maschinellen 3D-Bombast und lauscht den hämmernden Klängen, aber sonst passiert einfach nichts. Wo ist dieses künstlerisch wertvolle Art-Design, das man in großen Produktionen immer wieder zu sehen bekommt? Wo ist die Seele in dieser Demo? Die Szene hat sich seit 2004 weiter entwickelt, und was Elude mit Bravour auf dem Amiga zeigen, fehlt diesem PC-Werk. Versteht es aber bitte nicht falsch! Suxx ist der Hammer für 3D-Fetischisten und enthält einen der besten Soundtracks des Jahres, aber man hätte ruhig mutiger beim Design sein dürfen. Gespannt sind wir auf jeden Fall, was die Meldung 'Elude suxx soon' mitsamt dem brillant modellierten Roboter am Schluss bedeuten soll. Kommt da vielleicht schon bald mehr?
Epsilon, Mercury, (2011)
Platzierung: 1st at The Ultimate Meeting 2011


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Meine Güte, ist das hübsch! Mercury melden sich, nach langer Schaffenspause, endlich wieder mit einem Echtzeitkunstwerk zurück. Dieses Mal in 64 Kilobyte statt wie gewohnt in nur 4k. Es hat sich jedoch gelohnt, etwas zusätzlichen Platz zu buchen, denn Epsilon wirft uns funkelnde, schimmernde, herrlich spiegelnde Kugeln entgegen, die zu Ohrwurm-verdächtiger Synthie-Musik herumgewirbelt werden, so dass wir geifernd und sabbernd jedes Detail in uns aufsaugen. Zugleich ist Epsilon die offizielle Invitation zur Revision 2012, deren Features und Informationen hier stilsicher und perfekt auf die Musik getimed dargebracht werden. Eine klasse Arbeit habt ihr da abgeliefert, liebes Team von Mercury!
Transplant, Brain Control / STILL, (2011)
Platzierung: 1st at The Ultimate Meeting 2011


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Gigantische Forschungslaboratorien zementieren Brain Control und STILL aus der Engine ihrer 64k Intro Transplant. Stark futuristisch angehaucht blicken wir auf detailliert gestaltete Räumlichkeiten, erfreuen uns an tollen Lichteffekten und Schattenspielen. Dabei schlüpfen wir in die Rolle des Beobachters, wie aus kühlem Stahl und maschinellem Treiben ein blühendes Paradies wird. Plötzlich sprießen Blumen und Blätter aus allen Ecken und Enden der futuristischen Bepflanzung, zaubern ein beeindruckendes Schauspiel der Natur auf unseren Bildschirm - und uns ein Lächeln aufs Gesicht. Technisch ist Transplant ein Meisterwerk, musikalisch aber leider nur Durchschnitt. Was uns besonders gut gefallen hat ist die raffinierte Einbindung der Grüße an andere Demogruppen, die nicht immer auf den ersten Blick ins Auge sticht.
Spin, Andromeda Software Development, (2011)
Platzierung: 1st at Assembly 2011


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Die Verwandlungskünste von Navis, Programmierguru von ASD, scheinen unerschöpflich. Immer wieder verblüfft er uns aufs Neue mit seinen Ideen, mit seiner technischen Raffinesse und visuellen Darbietung. Spin ist mal wieder völlig anders als Alles, was er bislang erschaffen hat. Und dennoch ist es ein echtes, episches ASD-Meisterwerk geworden. Der Grieche spielt dieses Mal mit leuchtenden Konturen in der Tradition von Tron oder den Anzügen der Bandmitglieder aus der Berliner Show der Blue Men Group. Er vereint Videoprojektion ähnlich seiner Evolution of Vision Demo mit Partikeleffekten aus The Butterfly Effect und Szenen, sowie visueller Inspiration aus Rupture. Dennoch ist hier alles anders, frisch und lässt uns den Atem stocken. Geschmeidig sprintet in Spin ein Läufer dahin, umgeben von flackernden Linien und Blitzlichtgewitter. Danach beobachten wir verschiedene Vehikel und Tiere, wie ein Nashorn oder einen Leoparden bei ihren Läufen. Erst hier bricht die visuelle Schwärze auf, gibt den Blick frei auf Räume und ein Stadtpanorma, welche jedoch auch nur zart Blau und nur umrandet dargestellt werden. Man läuft atemlos mit, gönnt sich keine Verschnaufpause und hechelt dem immer wiederkehrenden Läufer hinterher, immer auf der Suche nach dem nächsten optischen Kick. Und der lässt nicht lange auf sich warten, bei diesem ungewöhnlichen Look, dem man sich nicht entziehen kann. Begleitet wird der Marathonlauf von Musik, die sich stark von Kraftwerk inspiriert zeigt und sogar einen leicht robotesk verfremdeten Gesang bietet und hervorragend zur grafischen Gestaltung passt. Im übrigen verwundert es nicht, dass der Songtext jederzeit zum Gezeigten passt. Ein weiteres Indiz dafür, dass ASD absolute Perfektionisten sind.
Uncovering Static, Fairlight / Alcatraz, (2011)
Platzierung: 2nd at Assembly 2011


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Fairlight und Alcatraz wollen mit den 'Big Boys' spielen, nachdem der 64k Intro Wettbewerb der Assembly 2011 aufgrund mangelnder Beiträge abgesagt wurde. So trat ihre 64k Intro 'Uncovering Static' als beim Demo-Wettbewerb an - und musste sich mit den, um ein vielfaches größeren Echtzeit-Demonstrationen messen. Nun, der Mut wurde belohnt, auch wenn man letztendlich gegen den alljährlich größten Konkurrenten - Andromeda Software Development - den kürzeren zog und nur Platz 2 erreichte. Fakt ist, dass Fairlight, in Zusammenarbeit mit Alcatraz, drei lange Jahre nach der bis dato technisch besten 64k Intro 'Panic Room' erneut einen Meilenstein der 64k-Geschichte vorgelegt haben. Uncovering Static bietet unglaubliche Visuals, mit sich aufbauenden Wolkenkratzern, mit Bibliotheken die ihr Wissen in Papierform umherschleudern. Ruinen, die sich auf unnachahmliche Art und Weise aus dem Nichts schälen. Es gibt Schatten- und Nebelspielen, die einem schlichtweg den Atem stocken lassen. Begleitet wird das imposante Schauspiel von glasklarer Musik, die wieder einmal der König der 64k-Soundtracks persönlich komponiert hat: Reed. Er wählte dieses Mal eine Mischung aus orchestralem Arrangement und Elektroklängen mit leichtem SID-Einschlag. Es grenzt also wieder einmal an Wahnsinn, was uns Fairlight und Alcatraz hier zeigen. Was in gerade einmal 64 Kilobytes gequetscht wird. Allerdings muss man ehrlicherweise auch eines sagen: Panic Room wird mit dieser Intro nicht vom Thron gefegt - außer vielleicht bei der Musik. Bei Grafik und Design liegt das drei Jahre alte Meisterwerk nach wie vor vorne.
Fermion, Kewlers, (2011)
Platzierung: 4th at Assembly 2011


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Fermion schwimmt im Fahrwasser legendäre Kewlers-Demos wie Variform oder We Cell. Hier sind nämlich alle Tugenden dieser Meisterwerke vertreten. Großartige, elektronische Musik von Dixan und Little Bitchard, wilde Störfilter und eine Partikel-Engine, die sich gewaschen hat und feine Effekte auf den Bildschirm zaubert. Allerdings sind die Visuals hier einen Tick zu wild, zu verstört, als dass sie sich tief ins Gedächtnis brennen würden. Dass sie aber hervorragend mit der Musik harmonieren, braucht bei einem Werk der Kewlers nicht extra erwähnt werden. Was bleibt ist ein tolles Partikelfeuerwerk, das nicht nur technisch gut gemacht ist, sondern vor allem aufgrund seiner Musik ein Feuerwerk abbrennt. Nur das viele Geflacker wirft Schatten auf den Effektstaub.
The Butterfly Effect, Andromeda Software Development, (2011)
Platzierung: 1st at Euskal 2011


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Nach Fairlight springen auch ASD auf den Partikel-Zug auf. Wie Navis, der Programmierer dieses faszinierenden Erlebnisses, jedoch sagt, hat er sich nicht von den Fairlight-Partikeln inspirieren lassen, sondern hat eine Art 2,5D-Punkte-Engine kreiert, die er mit Tricks und Kniffen aus seiner Shader-Trickkiste gehörig aufgemotzt hat. Eine neuartige Darstellungsform. Doch warum schreiben wir von einem 'Erlebnis' und nehmen das Wort Demo nicht in den Mund? Weil Navis mit The Butterfly Effect wieder einmal ein wahnsinniges Beispiel seiner Kreativität abliefert. Zum einen natürlich wegen der Darstellungsform. Aus Partikeln bildet er eine spekatkulär animiertes Meer, aus dem sich diverse Szene schälen. Es verwandelt sich in einen Tornado, einen Planeten und plätschert dann doch wieder anmutig dahin. Navis spielt gekonnt mit den Lichtern, mit den Farben Blau, Rot und Orange, zeichnet mit seinen Formationen und punktierten Fahrten in der Tat ein besonderes Echtzeiterlebnis auf den Bildschirm. Seinen besonderen, ruhigen Reiz bezieht The Butterfly Effect aber auch aus seiner Musik. Mit sanften Pianoklängen, begleitet von gefühlvollem Frauengesang, präsentiert er uns eine Partikel-Operette, die sich unvergesslich ins Herz brennt. Ein faszinierendes Wasserspiel, dieses The Butterfly Effect, und ein wahres Erlebnis für die Sinne - auch wenn die Szenenübergänge dieses Mal nicht ganz so flüssig vonstatten gehen, wie in früheren ASD-Werken.
4096: Electric Space Odyssey, Keyboarders / Youth Uprising, (2011)
Platzierung: 1st at Solskogen 2011


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Schon 'cdak' hat bewiesen, dass eine Soundkulisse, die nur aus Geräuschen besteht, zusammen mit visuell und technisch beeindruckenden Effekten, ganz hervorragend auch in der 4k-Intro-Szene funktionieren kann. Nun beschreiten auch Keyboarders und Youth Uprising diesen Weg. Ihr '4096: Electric Space Odyssey' bezeichnen sie als Remix der 4k-Intro 'Code is my pr0n' von Nuance. Ähnlichkeiten zwischen den beiden Werken sind allerdings kaum auszumachen. Hier dreht sich alles um einen Planeten, der mal im stylischen Wireframe-Look, dann mit ihn und seine Einzelteile umrandeten Leuchtstreifen zeigt. Das Ganze ist technisch so sensationell gelöst und trotz Noise-Sound unheimlich atmosphärisch. Vor allem aber muss man sagen, dass man diese Art von Effekten bislang noch nicht in 4096 Bytes gesehen hat. Brillant!

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