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Spielkultur | Special | 4Sceners

15.05.07, 21:52 Uhr, Bobic

Ihr habt es so gewollt. Ihr wolltet mehr! Euer Wunsch ist uns Befehl, deshalb präsentieren wir euch weitere Spiele aus der Demoszene. Unser Special über die 96k Games von der Breakpoint 2007 war erst der Anfang. Nun wird alles eine Nummer größer. Wir entfernen uns von der Beschränkung auf 96 Kilobyte Dateigröße und nehmen die Game-Competitions anderer Demo-Parties unter die Lupe. Dieses Mal im Fokus: Nullarbor 2007 und The Gathering 2007.

Last Dawn - stylisches Zombie-Gemetzel mit riesigem Fun-Faktor!
Am anderen Ende der Welt, genauer gesagt in Australien, fand Ende März im Rahmen der GO3 - Electronic Entertainment Expo (in etwa das australische Pendant zur E3 in Los Angeles) eine relativ kleine Demo-Party statt: Nullarbor 2007. Eigentlich sollte sie dazu dienen, die Demoszene in Australien etwas bekannter zu machen, doch außer einer durchschnittlichen 64k Intro hatte die Veranstaltung für Szenefreunde nichts weiter zu bieten. Wäre da nicht der Games-Wettbewerb gewesen! 14 Spiele, teils von beachtlicher Größe, wurden dort präsentiert. Drei davon haben uns zum Teil sehr gut gefallen und stellen sie näher vor. Und den Gewinner der Competition gibt's obendrein dazu.

Last Dawn

.kkrieger - Ego-Shooter in 96k!

Rückblick Szene-Games
Es ist längst Tradition, dass auf großen Demo-Parties wie der Assembly oder Breakpoint spezielle Game-Compos abgehalten werden. Großartige Releases haben wir in den letzten Jahren gesehen, die nicht nur technisch eine Menge auf dem Kasten haben, sondern bei denen auch der Spielspaß stimmt. Der bekannteste Vertreter ist nach wie vor .kkrieger von Farbrausch, ein 96k kleiner Ego-Shooter mit Grafik auf Doom 3 Niveau! Das beste Szenespiel 2006 war hingegen Frets on Fire, ein witziger Klon von Guitar Hero, bei dem die Tastatur als Klampfe missbraucht wird. Hört sich gut an, macht tierisch Laune - unbedingt einmal ausprobieren. In diesem Jahr gefiel uns bislang Sumotori Dreams am besten, ein extrem witziges Wrestlingspiel mit grandioser Physik-Engine und herrlich tapsigen Spielfiguren. Schon jetzt Kult!


Brillanter Guitar-Hero-Klon: Frets on Fire

Wenn es Nacht wird, kommen die Untote aus ihren Gräbern und wollen nur eins: dein Blut! Das Resident Evil der Szene-Games hört auf den Namen Last Dawn und bietet feinsten Splatter-Genuss, inklusive herumtorkelnder, kopfloser Zombies! Allerdings in Stickman-Optik! Das spaßige Spielchen setzt ganz auf stylische 2D-Grafik mit den bekannten Streichholzfiguren. Kistenschleppen ist für den Helden des Spiels angesagt, denn so lange es Tag ist, sollte er herumliegendes Gut zurück zur Basis bringen. Zwischendurch wird kräftig Waffen und Munition gesammelt, die bei Einbruch der Nacht auch dringend benötigt werden. Dann nämlich stürmen die Untoten den Stützpunkt, den es mit Waffengewalt zu verteidigen gilt. Je nachdem wie viele Kisten den Weg in die Basis gefunden haben, darf sich der schwerbewaffnete Kämpfer über Unterstützung von KI-gesteuerten Söldnern freuen. Geballert wird dabei, was Schrotflinte, Scharfschützengewehr oder Pistole hergeben. Und zwar so lange, bis auch der letzte Streichholzkopf zerspratzt. Last Dawn erreichte den 5. Platz des Nullarbor-Spielewettbewerbs.

Return to Zero
Eine herrlicher Klon von Geometry Wars ist dieses Shoot'em Up, das unverständlicherweise nur Rang 6 belegte. Per WASD-Tasten steuert man ein Raumschiff durch Unmengen von vektorisierten Gegnern, während im Hintergrund ein extrem cooles Effektfeuerwerk abgebrannt wird. Gefeuert wird dabei vollautomatisch. Allerdings klingt das einfacher, als es letztendlich ist, denn die Objektdichte nimmt von Level zu Level zu was das Manövrieren erschwert. Außerdem explodieren nicht alle Gegner gleich beim ersten Beschuss. Manche zerplatzen, wie im Klassiker Asteroids, erst in kleinere Teile und sorgen so für noch mehr Bewegung auf dem Schirm. Zum Glück lässt sich durch das Überfliegen von Bonussymbolen die Feuerkraft aufwerten. Return to Zero ist visuell sehr trendy gestaltet, bietet atmosphärische Begleitmusik und macht verdammt viel Spaß.

Mutiny
Seebären mit Xbox-Controller dürfen schon mal die Segel hissen. Im Zwei-Spieler-Action-Titel Mutiny steuert jeder ein Piratenschiff und schickt mit Kanonendonner Fregatten und Geschütztürme auf den Meeresgrund. Das Spiel kommt in ansprechender und hübsch bunter 3D-Grafik daher, ist allerdings ein wenig knifflig zu steuern. Per Tastatur habt ihr bei Wendemanövern kaum eine Chance den ollen Kahn unter Kontrolle zu bekommen. Mit dem Xbox-Gamepad klappt das schon besser, ist aber dennoch weit davon entfernt perfekt zu sein. Für Zwischendurch kann man Mutiny ruhig mal anwerfen, ein Dauerbrenner wird es aber beileibe nicht werden. Belohnt wurde das grafisch aufwändige und 38MB große Spiel noch mit Platz 9 des Wettbewerbs. Zwingende Systemvoraussetzung ist übrigens eine Installation der aktuellsten DirectX9.0c-Version vom April 2007.

Shoot'em Up im Geometry-Wars-Stil: Return to Zero begeistert durch knallige Effekte und toller Spielbarkeit.
Dust
Hier kommt der Sieger angerauscht, was wir allerdings nicht wirklich nachvollziehen können. Dust ist ein Auto-Actionspiel in der Wüste, weshalb uns natürlich prompt das großartige MotorStorm für die PS3 in den Sinn kommt. Damit kann es freilich nicht konkurrieren. Wahrscheinlich liegt es an der durchaus ansprechenden Technik mit hübschen Hügellandschaften und dem detaillierten Buggy-Modell, dass sich das 117MB (!) schwere Dust an der Spitze platzieren konnte. Spielerisch ist es nämlich ein ziemlicher Totalschaden, auch wenn das Fahrverhalten nicht allzu schlecht umgesetzt wurde. Aber bitteschön, was haben denn Dinosaurier in der Wüste zu suchen? Noch dazu solche, bei denen jegliche Animationen vergessen wurden und die wie auf Schienen durch den Sand pflügen! Da hilft es auch nicht, dass sich das eigene Gefährt mit verschiedenen Waffen ausrüsten lässt, denn egal ob man die Dinos nun per Laserbeschuss oder Granatexplosion zurück in die Urzeit schickt, Spaß macht das einfach nicht.

Games von der The Gathering
Dust - 112MB schweres Actionspiel und unwürdiger Gewinner der Nullarbor-Game-Competition.
In Norwegen auf der The Gathering wurden ebenfalls eine handvoll Spiele veröffentlicht. Nur zwei davon machten ein wenig Spaß. So hatte die Gruppe Outracks das niedliche Starchaser auf Lager. Hier springt man mit einem zuckersüßen Kätzchen gen Himmel und versucht Sterne zu sammeln. Wichtig ist dabei, dass man immer von einem Stern zum nächsten hüpft, um möglichst hoch gen Wolkenwelt zu gelangen. Wird einer verpasst, findet man sich umgehend auf den Boden der Tatsachen wieder. Die Steuerung erfordert dabei viel Fingerspitzengefühl. Alles in allem ein niedlicher und kurzweiliger Zeitvertreib, den vor allem die Freundin lieben wird.
Einen grafisch aufwändigen Sudoku-Klon zeigten Pixelwerk. Sudokumonster verfrachtet das beliebte Zahlenspiel in den Vordergrund einer schicken dreidimensionalen Bergkulisse. Auch die Zahlenfelder sind ganz in 3D gehalten. Zwar schindet das Geschehen technisch viel Eindruck, aufgrund der seltsamen Farbgebung und pfrimeligen Tastatursteuerung geht schnell die Übersicht flöten. Da greifen wir zum Zahlensetzen lieber auf Papier und Stift zurück.

 
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Kommentare zum Thema
beos
Der Artikel gefällt mir sehr gut :-) Werd am We mal ein paar der vorgestellten Spiele ausprobieren. Vielen Dank für Eure tollen Artikel aus der Coderscene ! Beos
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