Sekiro: Shadows Die Twice - Test, Action-Adventure, PlayStation 4, PC, PlayStation 4 Pro, Xbox One, Xbox One X

 

Test: Sekiro: Shadows Die Twice (Action-Adventure)

von Jörg Luibl



Entwickler:
Publisher: Activision
Release:
22.03.2019
22.03.2019
22.03.2019
22.03.2019
22.03.2019
Jetzt kaufen
ab 54,99€

ab 46,00€
Spielinfo Bilder Videos
Schwachpunkte in der KI

Beim Wachverhalten zeigt sich allerdings ein Schwachpunkt: Mit den je nach Sicht weiß, gelb oder rot gefüllten Dreiecken über den Köpfen weiß man in etwa, wo sie sich befinden und wer einen gesehen hat. Das kennt man u.a. aus Uncharted und damit kann man ein wenig vorausplanen. Allerdings vermisst man das bei den Wachen, die sich zwar alarmieren und sammeln, um Sekiro zu verfolgen, aber dabei recht simple Muster anwenden - oder doch vergessen, sich kurz Bescheid zu geben. Schön ist immerhin, dass es manchmal spezielle Alarmeinheiten gibt, dass einen Hunde früher wittern und ihr Bellen die Verstärkung ruft oder dass Wachen mit Steinen nach einem werfen, wenn man irgendwo auf einem Dach entdeckt wurde. Da ist man allerdings so lange vollkommen sicher, bis ein Bogenschütze oder jemand mit einer Hakenbüchse einen im Visier hat.

Zwar reagieren Wachen auf Leichen, die man auch gar nicht wegschleppen kann, aber dafür müssen sie fast vor ihnen stehen,

An die Wand lehnen, Keramiksplitter werfen, abwarten.
An die Wand lehnen, Keramiksplitter werfen, abwarten.
sehen sie also nicht auf ein paar Meter - an anderer Stelle sehen sie einen plötzlich durch Wände. Außerdem reagieren und suchen alarmierte Wachen viel zu verzeihlich bzw. zaghaft, so dass man zuschlagen und dann in aller Ruhe abwarten kann. Manchmal bleibt die KI auch irgendwo hängen oder reagiert selbst dann nicht, wenn ein Keramiksplitter direkt vor ihren Füßen scheppernd aufprallt; manchmal wirft Sekiro auch selten dämlich, wenn Feinde schräg über ihm stehen, denn die Wurflinie darf nicht schräg sein - da erkennt man die alten Schwächen.

Tengu-Alarm in der Burg

Das klingt aber schlimmer als es ist, denn man muss eine Burg mit zwei, drei Patrouillen erstmal säubern, ohne zu sterben! Nicht ohne Grund gibt es die Unsichtbarkeitstränke. Außerdem lockern die Erfolgserlebnisse in diesen Situationen natürlich das sonst so knallharte Ringen um den Sieg auf - hier kann man durchschnaufen. Und es sind keine atmosphärischen "Gamebreaker" wie in anderen Spielen, in denen man trotz der Dummheit der Gegner zum Helden stilisiert wird oder ohne sein Zutun die nächste Zwischensequenz samt Feierszene erreicht. Trotz schwacher KI geht ohne Skills gar nichts: Wer sich keinen Plan zurechtlegt, killt auch keine komplette Burgbesatzung. Zudem wartet immer irgendwo ein mittlerer Boss, an dem man vorbei muss.

Und man bekommt irgendwann auch sagenhafte Feinde, die die KI-Schwächen noch weiter in den Hintergrund rücken. In der Mitte des Spiels, wenn man den brennenden Bullen besiegt hat, entsteht nämlich auch in der Höhe ein Gegengewicht, so dass

Die Ashina-Burg ist ein herrlich verwinkelter Schauplatz.
Die Ashina-Burg ist ein herrlich verwinkelter Schauplatz.
das Schleichen sogar länger motiviert als in Dishonored, wo man zu früh zu stark war und im letzten Drittel selbst Bosse leicht erledigte. Spätestens wenn die Tengu, die Vogelmenschen, in der wunderbar verschachtelten Ashina-Burg auf den Dächern lauern, wird es auch dort oben deutlich kniffliger - und auf neue Art unterhaltsam. Sie lauern hinter Ecken, teilweise zu zweit und verfolgen einen sowohl mit Wurfklingen als auch mit temporeichen Attacken oder Feuer.

Und das richtig Coole sind ihre schwebenden Alarmanlagen: Manchmal erkennt man an Seilen befestigte Drachen, die weit oben in der Luft schweben. Zunächst habe ich das ignoriert und mich immer wieder gewundert, woher plötzlich diese brüllenden Kamikaze-Tengu kamen, die sich wie Raketen auf mich stürzten. Als ich diese Drachen mit einem Fernglas genauer studierte, erkannte ich einen schwarzen Schatten, der sich dahinter bewegt - daher kam der Tengu! Ich kann gar nicht sagen, wie viel Spaß es machte, sich heimlich tötend durch diese schwer bewachte Burganlage zu bewegen und in ihr Inneres vorzustoßen. Zumal man auch dort wieder gefordert wird: Plötzlich tauchen blau gewandete Wachen auf, die mit ihrem fordernden Kampfstil jede KI-Schwäche ausgleichen.

Kommentare

sabienchen schrieb am
HunterGehrman hat geschrieben: ?
25.03.2020 09:46
@ sabienchen
Also das scheint mir aber ein wenig langweilig zu sein, wenn ich mir das Video anschaue...
Also mir war es zu zeitaufwendig in NG+ und NG++ alle Gegner zu erledigen.
Das wird am Ende nämlich richtig teuer, und wehe du stürzt in den Abgrund mit beinaher voller "XP-Leiste".
Aber klar .. war ein Grind... und nicht sonderlich spannend.
Ich wünsch dir auf alle Fälle, dass du nicht NG+++++ erreichen musst für die XP .. ;)
Bzgl. der Perle .. joa ... mir hatte da am Ende auch 1 oder 2 gefehlt .. hab die dann mit guide gesucht, nachdem ich s sie auch im NG+ nicht gefunden hatte.
Hab bzgl. guides aber auch keine Skrupel, wenn ich bei nem Spiel im dritten Spieldurchgang bin und es um "versteckte" Sachen geht ...^.^''
HunterGehrman schrieb am
@ sabienchen
Also das scheint mir aber ein wenig langweilig zu sein, wenn ich mir das Video anschaue...
Eigentlich sind die Erfahrungspunkte nicht so das Problem, da ich generell den Hang dazu habe, jedes Gebiet beim Durchlauf von Gegner zu säubern. So komme ich schnell auf einige Erfahrungsstufen. Zudem geben die Zwischenbosse auch immer einiges an Erfahrung ab.
Was mich sehr viel mehr stört: Beim Stand von 39 Gebetsperlen finde ich die blöde letzte einfach nicht!! :evil:
Ich grase ab und suche und suche.... Mittlerweile beim dritten Durchgang und im Palast der Urquelle, aber eine scheine ich immer wieder zu verpassen.
sabienchen schrieb am
HunterGehrman hat geschrieben: ?
23.03.2020 09:38
So viel meine sehr subjektive Meinung zu diesem Spiel. Noch kurz anzufügen, eigentlich bin ich ja durch mit Sekiro und es liegt Days Gone schon ein paar Wochen ungespielt rum. Aber Sekiro hält mich trotzdem noch fest. Vielleicht schaffe ich ja mein erstes und einziges Platin meiner Spielerkarriere :D
... viel Spaß beim XP-Grinden .... :Häschen:
vg
PlatinHaberin
//Im NG++ war hier ne ganz gute Stelle:

-> gibt theoretisch effektivere [weil mehr Gegner pro Reset], aber hier musste dich beinahe Null konzentrieren, fand ich daher angenehm. ..^.^''
HunterGehrman schrieb am
Ach, Sekiro... eine ziemliche Hassliebe habe ich zu diesem Spiel entwickelt. Ich bin ein Gelegenheitsspieler und habe, auch aufgrund von regelmässigen frustierten Unterbrüchen, zwei (!!) Jahre benötigt, um Bloodborne durchzuspielen. Deshalb habe ich lange gezögert, mit Sekiro zu beginnen. Irgendwie habe ich das Gefühl, ich bin langsam zu alt für diese Art von Spielen. Aber der Reiz mit dem Japan-Setting, das mir sehr gefällt, war doch grösser.
Nun, ich war überrascht, wie kurz Sekiro eigentlich ist. Mittlerweile liegt nach einer Woche vergeblicher Versuche auch der Schwertheilige im Staub und ich bin rumgesprungen vor Freude wie ein kompletter Depp. Dieses Gefühl und die Lernkurve in ihrem Spielen, deshalb packen mich Dark Souls und Bloodborne halt doch immer wieder.
Wenn man die Angriffsmuster mal durchschaut, kommt man ziemlich gut durch. Ich hatte nur bei Genichiro, beim Schmetterling und natürlich dem Endgegner wirklich zu beissen. Als ich durch war, habe ich gedacht, das Spiel sei überbewertet, mittlerweile bin ich im 3. Durchgang und muss sagen, doch die Wertung triffts irgendwie doch. Es ist unglaublich befriedigend, wenn man im neuen Durchgang auf seinen Nemesis trifft und den Kerl gleich im ersten Anlauf so auseinanderpflückt.
Aber dennoch gefällt mir Bloodborne noch eine Spur besser. Das Spiel hatte die besseren "einzigartigem Momente". Gegen Ende hatte ich das Gefühl, dass den Entwicklern die Ideen ausgingen. Das Gegner-Recycling ist schon bisschen heftig und ehrlich gesagt, die Ashina-Burg hat man auch irgendwann mal gesehen. Zudem ist Sekiro so dermassen schnell, dass die Kamera regelmässig nicht hinterher kommt. Man denke nur an den Kerl im Brunnen...
Ebenso ist die KI unglaublich dämlich, sorry. Das verstehe ich nicht, wieso das noch nicht behoben wurde. Es ist sehr lächerlich, wie schnell die Gegner von einer Suche ablassen oder an Leichen vorbei spazieren.
Es soll ja bereits ein neues Spiel von From Software in Entwicklung sein. Bitte, bitte, kriegt...
George Orwell42 schrieb am
Bin jetzt erst dazu gekommen es zu spielen.
Hab DS 1 u. 3 durchgespielt,Bloodborne angespielt, und würde mich selbst als Semi DS Fan bezeichnen.
Hab auch erst 2 - 3 h in Sekiro hinter mir, aber es läßt großes erahnen.
Die ersten Gehversuche im Tutorialgebiet waren zwar noch etwas holperig, und ich war mir nicht sicher ob mir das Spiel gefallen wird. (Bin bei DS auch eher der Schild/Schwert Typ und tue mir mit kontern bei DS recht schwer)
Aber ich hab eben das erste mal bekantschaft mit dem ersten Boss,Miniboss gemacht.
Dem Wrestler mit den roten Augen der die ganze Zeit rumstöhnt.
Und verdammt war das ein guter Kampf :sabber:
Er hat mich zwar am Ende auf die Bretter geschickt, und ich konnte Ihm nur einen Lebenspunkt abringen :Blauesauge:
Aber hier hat sich für mich das erste mal das Kampfsystem angefangen zu offenbaren.
Das war ein regelrechter Tanz den ich da mit dem Herren aufgeführt habe.
Die Agilität gepaart mit den sauberen Angriffsanimationen ist ist echt göttlich.
So einen agilen Charakter hätte ich auch gerne in DS oder BB gehabt :Hüpf:
schrieb am

Angebote

Billiger.de Angebotshinweise:

Preise können jetzt höher sein.

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der angegebene Preis seit der letzten Aktualisierung gestiegen sein kann, da eine Echtzeit-Aktualisierung der vorstehend angegebenen Preise technisch nicht immer möglich ist.

Der maßgebliche Verkaufspreis ist derjenige, welcher zum Zeitpunkt des Kaufs auf der Webseite des Verkäufer-Shops ausgewiesen wurde.

Sekiro: Shadows Die Twice
Ab 54.99€
Jetzt kaufen