Death Stranding - Test, Action, PlayStation 4 - 4Players.de

 

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Action-Adventure
Entwickler: Kojima Productions
Publisher: Sony
Release:
Q2 2020
08.11.2019
Jetzt kaufen
ab 56,90€
Spielinfo Bilder Videos
Wandern mit Physik
 
Selbst das Wandern von Sam wird fast schon simuliert (Stiefel nutzen sich z.B. ab und müssen gewechselt werden) und klasse animiert, inklusive kleiner Seitwärtshüpfer im felsigen Gelände, langsamem Waten durch Wasser oder Gleichgewichtsproblemen. Etwas störend ist nur, dass Sam zu oft Sätze wie „Ich bin gerne allein“ und andere von sich gibt. Aber mit der Zeit werden auch immer mehr Musikstücke freigeschaltet, die manchmal wunderbar mit einer Entdeckung abgestimmt sind.
 
Denn was ist das für eine grandiose Landschaft mit klasse Fernsicht, die da zusammen mit der Decima-Engine von Guerilla Games inszeniert wird? Das Gelände wirkt von Felsgraten bis hin zu Moosen und Sturzbächen unheimlich realistisch, es gibt tolle Aussichten und so viele majestätische Ausblicke, die man einfach genießt. Erinnert das erste Gebiet noch an die geisterhaft verwunschene Landschaft Islands, fühlt am sich im mittleren Westen teilweise wie auf dem Mars oder in einer außerirdischen Variante New Mexikos. In diesen drei Zonen wird quasi eine offene Welt inszeniert. Umso schöner ist, dass all das komplett flüssig läuft; es gibt übrigens auch die ein oder andere holografische Hommage an Horizon Zero Dawn.

Zwischen Wind und Wetter
 
Die Menschen leben in Bunkern. Sam hat meist Kontakt mit Hologrammen.
Die Menschen leben in Bunkern. Sam hat meist Kontakt mit Hologrammen.
Aber manchmal hat man gar keine Muße, sich an dieser herrlichen Kulisse zu erfreuen: Sowohl das getragene Gewicht als auch abschüssiges Gelände, starke Winde, plötzliche Richtungswechsel oder die Wasserströmung wirken sich auf die Ausdauer sowie Balance aus. Droht man sie zu verlieren, muss man R2 und L2 gleichzeitig drücken, um wieder festen Stand zu gewinnen. Ähnlich wie in Red Dead Redemption 2 muss man auf Kleinigkeiten achten, wird man zu einer Entschleunigung animiert: Wer einfach so durch die Pampa spurtet und nebenbei Beute abgreift, wird sein Wunder erleben. Trotzdem kann Sam sprinten, springen, gut über Felsen klettern und sich bei gedrückter Taste auch mehrfach hochziehen, aber er kann im steilen Gelände böse ausrutschen und sich überschlagen – dann wir die Fracht beschädigt, außerdem kann er sich verletzen.
 
Man kann das BB beruhigen, indem man es hin und her wiegt.
Man kann das BB beruhigen, indem man es hin und her wiegt.
Für ein authentisches Gefühl am Gamepad sorgt auch, dass die Dosierung wichtig ist: Nicht nur, wenn man für begrenzte Zeit die Luft anhalten muss, damit einen die unheimlichen GDs nicht orten, sondern auch beim Waten durch tiefes Wasser. Dann kann man über R2 und L2 seine Balance sichern, aber das kostet Ausdauer. Man sollte also nicht zu lange durch eine Strömung waten, zumal man samt Fracht hinweg gespült werden kann – was ebenfalls wunderbar animiert wird. Die Ausdauer wird sogar permanent gesenkt, wenn Sam zu lange unterwegs ist. Dann hilft nur das komplette Ausruhen über eine Rast in der Wildnis; in diesen Momenten wird automatisch gespeichert, man kann aber auch manuell sichern. Erst wenn Sam die fortschrittlichen Exoskelette erhält, kommt er zu Fuß deutlich schneller vorwärts, kann auch mehr tragen. Und dieser Ein-Mann-Transporter hat einiges zu tun.

Kommentare

IamYvo schrieb am
Xris hat geschrieben: ?
Heute 05:11
Mich stört der Monster Energy Drink nicht. Finde nur bedenklich das er quasi als Heilung/Erfrischung des Protagonisten dient. Einem nicht sehr aufgeklärten Publikum...
Ich hab mir übrigens neulich mal einen Monster gegönnt. Dachte es unterstreicht vll noch ein wenig die Atmo beim Spielen. :lol: schmeckt scheiße. Ich bleibe bei eiskaltem Red Bull. Letzteres trinke ich tatsächlich gerne mal. Selten. Und nur weil es mir schmeckt.
Was meinst mit einem nicht sehr aufgeklärten Publikum? Die Kids von heute werden dieses Spiel bestimmt nicht anfassen :D
hydro skunk 420 schrieb am
Da hier vor Kurzem der Wunsch aufkam, all die Musikstücke auch außerhalb des privaten Raumes zu hören...
Spoiler
Show
Habt ihr schonmal eine eurer Konstruktionen (zum Beispiel Wachturm) geupgradet? Also so, dass ihr dann einen "Anpassungsplatz" erhaltet?
Falls ja, wisst ihr ja Bescheid. Falls nein... unbedingt nachholen.^^
Klar, es ist immer noch nicht so, dass ihr die Musik dann "mit euch tragen" könnt. Aber trotzdem schon ziemlich cool.
Xris schrieb am
Mich stört der Monster Energy Drink nicht. Finde nur bedenklich das er quasi als Heilung/Erfrischung des Protagonisten dient. Einem nicht sehr aufgeklärten Publikum...
Ich hab mir übrigens neulich mal einen Monster gegönnt. Dachte es unterstreicht vll noch ein wenig die Atmo beim Spielen. :lol: schmeckt scheiße. Ich bleibe bei eiskaltem Red Bull. Letzteres trinke ich tatsächlich gerne mal. Selten. Und nur weil es mir schmeckt.
Gesichtselfmeter schrieb am
Episode 7, lol. Wenn man denkt, Kojima hätte seinen Zenit an Abgedrehtheit irgendwo in der MG-Saga erreicht.
Diese Ideen...
Spoiler
Show
das Heartmans Fall von einem aufblasbaren Gummiboden sanft gebremst wird, dass man 3 Minuten wartet bis er sich von seinem Herztod erholt, oder das Sam beim rausgehen auf dem Grammophon scratched. Überhaupt die ganze Hintergrundgeschichte...
, ich kann nicht mehr :mrgreen:
Kojima könnte Tetris mit Zwischensequenzen machen und ich würde ihn feiern :lol:
Ich weiß nicht, was alle mit den Bosskämpfen haben...es kann und soll nicht alles Dark Souls sein. Und kaum ein Open-World Game, FPS oder TPS haben gescheite Bosskämpfe. Weder Gears, Halo, Uncharted, etc.
Metal Gear Bosse waren von der Inszenierung immer genial, aber selten spassig vom Gameplay...das waren eher clevere "Puzzle".
In Death Stranding finde ich die Ideen was Boss-Kämpfe im weitesten Sinne angeht bislang durchweg genial und frisch.
Bin jetzt in Episode 8 und
Spoiler
Show
die beiden Clifford-Begegnunen fand ich bislang spitze allein wegen der ganzen Atmosphäre.
Der Part in WWII war sogar spielerisch super-geil, das war wie plötzlich eine Battlefield Map solo gegen Skelett-Soldaten-Bots zu spielen...in einem DHL-Simulator!!! Die BTs werden auch immer krasser...wenn Du plötzlich zwei von den Tentakel-Löwen gegenüberstehst, ist Flucht doch die bessere Wahl. Die Teer-Typen am Boden haben jetzt auch neue Tricks auf Lager.
Grafisch zieht das Spiel stellenweise locker an Red Dead 2 vorbei. Bester Schneesturm in einem Videospiel und erst die
Spoiler
Show
Superzelle am Himmel
, Hammer.
Gebt dem Mann alle GOTY-Awards und den Hatern ausreichend Salzstangen. :lol:
DONFRANCIS93 schrieb am
Ich habe das Spiel nach knapp 80 Stunden endlich beendet und muss das Ganze erstmal sacken lassen.
Trotzdem erstmal eine Review, die im Laufe der nächsten Tage erweitert wird.
Für mich auf jeden Fall mit großem Abstand die einzigartigste Spielerfahrung dieser Konsolengeneration. Ich bin kein Fan von super langsamen Spielen, aber auch kein Actionfan à la CoD. Ein SotC habe ich geliebt. Ein RDR2 hat mich zum Beispiel eher enttäuscht. Diese erzwungene Verlangsamung des schon gemächlichen Spieltempos in bestimmten Situationen fand ich damals einfach nervig (z.B. Lager). Also ich bin ich eigentlich nicht der Gamer für diese Art von Spiel.
Hier hatte ich das Problem erstaunlicherweise aber (fast) gar nicht, da das Tempo über die 80 Stunden größtenteils gleich blieb.
Ich versuche zwar Spoilerfrei zu bleiben, packe sicherheitshalber aber alles hinter Spoilerzeichen
Spoiler
Show
Positive Aspekte:
- Das Gameplay ist erstaunlich spaßig, präzise und breit gefächert. Mir fällt kein Spiel ein, dass über so eine lange Spielzeit stetig neue Gameplayaspekte bietet und diese sinnvoll und spaßig einbindet (z.B. die Zipline).
- Die Steuerung von Sam ist extrem präzise, komplex und simpel zu gleich. Das balancieren macht Spaß und man muss L2/R2 nicht dauerhaft gedrückt halten
- Auch die allgemeine Konzeption ist so genial, wie simpel. Die Openworld ist dein Feind, den du erstmal bezwingen musst. Je mehr Zeit man in dieser Welt verbringt, desto mehr wird sie zum Spielplatz, man muss sie aber trotzdem respektieren.
Es ist schon irgendwie ironisch, dass viele Spieler, die das Spiel noch nie gespielt haben, es als schlechteste Form des Openworldkonzepts beschrieben haben (Wandersimulator), obwohl DS eigentlich das einzige Spiel ist, welches das Spielkonzept "Openworld" am meisten respektiert und gekonnt einsetzt. Die meist leere und mysteröse Welt ist der Star in diesem Spiel, während die OW in vielen anderen Spielen einfach nur als Deko dient.
- Story ist fantastisch. Anfangs sehr...
schrieb am

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