Test zu The Elder Scrolls 5: Skyrim von unserem Leser "Christoph W." - 4Players.de

 
3D-Rollenspiel
Entwickler: Bethesda Softworks
Release:
11.11.2011
11.11.2011
11.11.2011
28.10.2016
10.11.2016
17.11.2017
28.10.2016
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Spielinfo Bilder Videos

Durchschnittswertung

76%Gesamt
78%
70%
73%
88%
88%

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Lesertest von Christoph W.

So hier mal meine persönlichen Eindrücke und abschließende Bewertung des Spiels:

Nach knapp 140 Stunden und zwei verschiedenen Charakteranläufen fühlt sich das Spiel für mich nun endlich abgeschlossen an. Es gibt soviel das man zu diesem Spiel schreiben kann und ich versuche so objektiv wie möglich zu sein, was nicht leicht ist da ich mich teilweise in einen Rausch gespielt habe.

++ Grafik: Einfach grandios. Die Texturenauflösung ist zwar nicht das Nunplusultra, aber bei gigantischer Sichtweite, sehr weichen Animationen, tollen Effekten und einem fantastistischen Artdesign, das mich oft zum Staunen gebracht hat ist die grafische Darstellung des Spiels für mich einfach TOP. Ein weiterer Pluspunkt ist die extreme Modifizierbarkeit die das wahre Potential der Engine offenbart.

+++ Sound: Übertrifft die Grafik in meinen Augen sogar noch. Vom Soundtrack über die ( engl. ) Synchronisation bis zu den Effekten wirkt alles sehr harmonisch abgestimmt und fügt sich wunderbar in die Atmosphäre der Welt ein.

+ Story: Ja die Story ist das absolute Gegenteil von Innovation oder Komplexität. Auserwählter muss Ende der Welt verhindern. Warum mir die Story dennoch sympathisch war lag an der Art wie sie erzählt wurde. Zum einem war das Element der Drachenschreie mal etwas anderes als das ultimative Schwert/Stab/Rüstung etc. Zum anderen hat mich der Mythos der Geschichte in seinen Bann gezogen. Die starke Authenzität der Welt, von den magischen Orten über die skurillen Charaktere bis zu den dramatischen Ereignissen gab mir das Gefühl Teil eines Universums zu sein. Sowas trägt eine Story insgemein und macht sie für mich motivierend.

+++ Gameplay: Das absolute Vorzeigetalent des Spiels ist für mich das Gameplay. Elder Scrolls typisch wartet das Spiel mit einer gefühlten Quatrillionen Quests auf, die durch die schon genannte Authenzität der Welt und den spannenden Nebenquestreihen trotz relativ geringer Abwechslung fast immer motivierend waren. Der Schritt hin zu einer freien Charakterentwicklung durch die von einanderer unabhängigen Fähigkeiten gab einem die Möglichkeit genau den Charakter zu basteln den man haben wollte. Wirklich begeistert haben mich beispielsweise auch das Schmieden und Verzaubern, das einem die Möglichkeit gab sich seine eigene Traumrüstung zu bauen. Ein Trostpflaster war das für mich sich am Ende abstumpfende Kampfsystem, dafür sind die unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade gelungen. Auf Master ist das Spiel durchaus eine Herausforderung.

Fazit: Also welcher Eindruck bleibt am Ende? Ich war ein großer Morrowindfan und von Oblivion hingegen maßlos enttäuscht. Ja das Spiel hat in nüchtern betrachteten Einzelkategorien durchaus Schwächen, ja das Spiel hat mit ärgerlichen Bugs zu kämpfen.

Aber man kann ein Spiel nur nach seiner Gesamtheit beurteilen. Und danach betrachtet ist Dieses ein Phänomen. In der Zeit von Konsorten wie CoD und Uncharted, wo man das Spiel wie einen Film erleben soll, indem man die Erfahrung mit dem Spiel vorgegeben bekommt, da die Entwickler Angst haben das es sonst nicht funktioniert, ging Bethesda, ihrer alten Linie treu, weiter in die entgegengesetze Richtung.
Ein Spiel mit großartiger Freiheit das einem das Gefühl gibt eine individuelle und persönliche Spielerfahrung zu erleben ist für mich in der heutigen Spielekultur nicht nur eine absolute Seltenheit sondern wohl auch eines der besten und für mich persönlich das beste Rollenspiel aller Zeiten.
Pro
  • Grafik und Artdesign
  • Starke Modifizerbarkeit
  • Harmonische und stimmige Soundkuliss
  • Tolle (englische) Synchronisation
  • Epische Hauptstory...
  • Unzählige Nebenquests und toll erzählte Nebenquestreihen
  • Mythos und Authenzität der Welt erschafft ein lebendiges "Universum"
  • Kampfsystem bietet viele effektive Möglichkeiten (Brachial, Stealth, Zauber, Fallen...)
  • Freie Charakterentwicklung
  • Völlige Entscheidungsfreiheit
  • Riesige und vollgestopfte Welt lädt zum Erkunden ein
  • Gameplayelemente wie Schmieden, Verzaubern und der Drachenstimme als Waffe
  • Gut gewählte Schwierigkeitsgrade
  • Zufallsquests und zufällige Ereignisse in der Spielwelt
  • Moderate und gut inszenierte Ladezeiten
Kontra
  • Texturen nicht immer die Schärfsten
  • Ärgerliche Bugs die den Spielfluss stören und manche Quests bei bestimmten Bedingungen nicht lösbar machen
  • ... die aber weder komplex noch innovativ ist
  • Kampfsystem stumpft sich gegen Ende ab
  • Später wiederholen sich auch englische Synchronstimmen merklich
  • Bestimmte Charakterbuilds sind am Ende übermächtig und unschlagbar (z.B. Zerstörungszauberer mit 100% reduzierten Manakosten)
  • Endkampf zu leicht
  • Ruhiger und langsamer Spielfluss ala Morrowind vielleicht nicht jedermanns Sache
 

The Elder Scrolls 5: Skyrim

The Elder Scrolls 5: Skyrim
Christoph W.
Christoph W. 18.12.2011 PC 
95%
5 1

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