Test zu BioShock von unserem Leser "The Chosen One" - 4Players.de

 
Science Fiction-Shooter
Entwickler: Irrational Games
Publisher: 2K Games
Release:
24.08.2007
Q3 2014
Q3 2014
24.08.2007
17.10.2008
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Spielinfo Bilder Videos

Durchschnittswertung

90%Gesamt
93%
90%
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Lesertest von The Chosen One

Bioshock

Beim Lesen der ersten Details schlug das Gamerherz gleich viel höher, bis es die wahre Enttäuschung dieses Spieles erkannte. Doch was macht Bioshock zum einen stark überbewerteten Spiel?


Der Spieleinstieg beginnt recht actionreich. Ein Flugzeugabsturz auf offenem Meer, eine scheinbar verlassene Station und ein Aufzug, der den Spieler in die tiefen Abgründe von Rapture führt.

Was einen dort erwartet ist eine Mischung aus Überwältigung und Frustration. Überwältigend trifft in diesem Fall auf das unglaublich gut gestaltete Setting zu. Die Umgebungen, die Musik und die düstere Stimmung prägen die allgemeine Spielatmosphäre ungemein. Der Spieler erwartet an jeder Ecke einen weiteren Gegner, der aus der Wand gesprungen kommt.

Doch die Wahrheit sieht dann ganz anders aus. Die Hauptcharaktere wurden quasi mit Persönlichkeit überflutet, was eiige Reaktionen und Handlungsstränge zu übertrieben aussehen lässt. Die Nebenfiguren dagegen sind nichts als leere Hüllen, die ab und zu von verrückten Bewohnern von Rapture begleitet werden.

Das eben erwähnte "aus der Wand springen" trifft nämlich nicht zu. Man wartet und wartet und nichts geschieht. Wenn Gegner kommen, höhrt man sie schon von weitem, sodass sie keie größere Bedrohung darstellen. Mit verschiedenen Waffen und den, mehr oder weniger, nützlichen Plasmiden lässt sich jeder Gegner ausschalten. Hat man dann genug von seiner Ausrüstung, kauft man sich Upgrades.

Ein großer Punkt in diesem Spiel sind die "little sisters". Sie streunen immer an der Seite eines "big daddys" durch die verschiedenen Levels. Meist sind sie immer an dem Ort, von dem ihr gerade kommt, sodass ein ewiges Katz und Maus Spiel beginnt, was die Stimmung des Spielers in den Keller fallen lässt.

Hat man sie dann gefunden, suagt man sie aus oder lässt sie leben. Beides bringt seine Vor- und Nachteile.

Was gibt es sonst noch?
Außer dem Abschlachten von Irren und großen Blechdosen gibt ein paar Minispiele oder Nebenaufgaben. Fotos der Bewohner machen um sie zu studieren oder das Hacken von Computersystemen sind dabei nichts Außergewöhnliches. Beide Funktionen machen den tristen Spielverlauf angenehm und...sie funktionieren.

Fazit: Bioshock ist nun wirklich nicht der erwartete Knaller. Außer einer genialen Atmosphäre und einer sehr guten Grafik hat das Spiel kaum was zu bieten. Die Story ist weniger einfallsreich und das ewige Suchen nach neuen Wegen in diesem gigantischen Labyrinth ist oft zum Verzweifeln. Bioshock ist ein guter Shooter, aber durch die endlosen Ecken und Kanten ein mittelmäßiges Horror Adventure.
Pro
  • atemberaubendes Setting
  • mystisch-gruselige Atmosphäre...
  • Waffen und Plasmid Upgrades
  • Soundkulisse passend
  • vielschichtige Charaktere
  • guter Spielbeginn
Kontra
  • kaum Überraschungen
  • ...die durch überflüssige Störungen oft zerstört wird
  • ewiges Suchen nach dem richtigen Weg
  • einige Charaktere sind vollkommen bedeutungslos
  • Gegner wiederholen sich ständig
  • Schwierigkeitsgrad zu einfach
  • Story wird nach und nach langweiliger
 

BioShock

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